Donnerstag, 22. Juli 2010

Göttingen kann so heiß sein

Schon wenn ich drann denke fang ich wieders Schwitzen an ;-)

Vor ner Weile hatte mich Kath mal gefragt, ob ich eventuell die Sommernachtskonzerte von Unicante filmen könnte. Klaro, auch wenn das einzige was mich dafür in Frage hat kommen lassen meine Kamera war, denn so nah drann bin ich ja wirklich nicht... ;-)

Aber, ein Kurzurlaub in Göttingen, Ende Juni beim Lieblingsgöttinger und überhaupt, wer sagt da schon nein? Vor allem nachdem als Entschädigung ein Stativ im Raum stand :-D

Nun ja, mache ich mich also auf in einem ICE ohne Klimaanlage ("damals" war das noch nicht soo normal, ich bin weder in den Zeitungen gelandet und auch sonst nüscht, wir haben nur den Wagen evakuiert und danach doch wieder alle reingelassen, weil dank Klassenfahrten der Zug zu voll war), dafür aber mit einer neu gefundenen Begleitung direkt von mir umme Ecke und düse nach Göttingen.
Und es ist schweine heiß. Hat ja jeder mitbekommen, denk ich.
Und in dieser Konzertaula is es noch heißer. Ich bin höchst froh, dass ich bei der Stellprobe nur Double bin und nicht selber da singen muss. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auf so engem Raum (Po an der Wand, Nase in der Frisur des Vordermanns) eh nicht unbedingt singen wollen würde, ganz egal ob der Raum ne Klimaanlage oder doch 50 Grad zu bieten hat... Und ja, wer keine Notane mehr halten kann guckt bitte wo anders rein, die anderen stehen ja nah genug, auch wenn man zu eitel is ne Brille zu tragen sollte man also was sehen. Fein!


Nun ja, nach n bissel Eingewöhnung an das Stativ, den Raum, den Chor konnten die Generalprobe und dann auch die drei Konzerte kommen.
Was ich gelernt habe:
  • nicht alles macht mir beim vierten Mal hören noch genauso viel Spaß wie alle "meine" Gruppen, aber man kann trotzdem immer wieder was neues finden
  • ich hab noch nie einen Chor gesehen der sich so liebevoll verkleidet. Dickes Lob!
  • auch mit Stativ kann das Filmen sehr anstrengend sein, wenn nicht immer alles auf gleicher Höhe is
  • man kann drei Konzerte in Folge immer die gleiche Szene verpassen (beim 4. Mal klappts dann aber doch *puuuh*)
  • bei Kath is es viel angenehmer kühl als bei mir
  • Blätterteig basteln macht Spaß
  • Kath und ich sind ein super Team :-)
  • es gibt extrem große Pizza nach den Unicantekonzerten
  • sie haben echt einige gute Dernierenscherze dabei ;-)
  • nach vier Konzerten kann ich das Programm dann auch
  • und wenn man dreist genug fragt, dann darf man das Doppelkonzert mit muSix mitsingen :-D
  • und, blond steht mir nicht ;-)


Weiterhin hab ich aber auch gelernt, kein anderer reißt sich groß darum diese vier Konzertabende zusammen zu schneiden. Und am Ende bin ich so blöde und mach das dann aus reiner Nächstenliebe ;-)
Nun ja, sollte ja nicht sooo schwer sein, oder?
Doch, denn mein Rechner ist (bzw. mitlerweile war er das *Danke!!*) ja total im Eimer, der schafft das sowas von gar nicht, außer man hat Spaß daran 4 Stunden zu brauchen um 1 Minute Konzert in den Moviemaker zu laden, was der Rest dann noch braucht kann man sich ja denken...
Aber, das sollte doch nicht das Problem sein!? Andere Leute haben ja auch diverse Rechner und laden einen zum Schneiden ein. So sitze ich also zwei Tage hintereinander mehrere Stunden mit Till vor verschiedensten echnischen Geräten, aber weder Windows noch ein ach so toller Apple wollen mit meiner Kamera reden. Bzw. ich lerne, der VLC-Player spielt wirklich alles ab, aber verarbeitende Programme sind Diven...

Also geht erstmal nix und ich hab also gewartet dass mein Computerheld bei mir rumkommt und meinen ganz macht :-)
Das ist nun auch geschehen und ich habe sogar selber ein Programm zum Schneiden gefunden, ich bin also Vizeheld. Denn, wer hätte das gedacht, nachdem mein lieber Esel hier wieder schnurrt, macht er die gleichen Spirenzchen wie alle anderen und will meine Kameradateien nicht mehr erkennen. Technik die begeistert!

Nun aber geht alles, und ich kann freudig meine Tage damit verbringen die Unicantekonzerte zusammen zu schnipseln. Ist ja auch gar nicht viel ;-)
Leichte Probleme wie gewisse Intonations udn Tempogeschichten, dass die verschiedenen Tage weder im Bild noch im Ton miteinander zu verbinden sind, nun gut, da muss ich durch. Wozu bin ich Superkrichy? ;-)
Und nach jetzt zweinhundert Mal hören, noch mal hören, umschneiden und was auch immer, komm ich langsam voran und werde jetzt die restliche Welt auch damit beglücken.
Ein kleiner Geschmack ist hier: (wer gewisse Detaisl findet darf sich freun und gewinnt ne Überraschung ;-) wenn man das so oft gesehen hat wie ich mitlerweile, dann is es einem irgendwann egal ;-P und bleibt beostereiert)


Und ja, zwischendurch war ja noch das Doppelkonzert mit muSix.
Und ich natürlich dabei, denn ich bin ja im Chor ;-D
Hatte ich erwähnt, dass mir das zum Singen eigentlich viel zu eng und zu warm war? Ok, da smit dem eng hatte sich wenigstens n bissel erledigt, denn ein ganzer Haufen Unicanteleute hat gefehlt. Von wegen heiß, ja wir hatten dann noch mal mindestens 10 Grad mehr. Und wie ich jetzt weiß haben wir da auf alle Fälle die Betriebstemperatur meiner Kamera überschritten ;-) die da arm und allein auf ihrem Stativ rumstand (und ich hätte Mareike bessers ins Zoomen einweisen sollen *g*)

Aber, ich hab mir also in ein paar Tagen (wo ich hier ja eigentlich einen Rundumbesuch hatte) fast das komplette Programm reingezogen, so ganz vom Blatt wollte ich das im Konzert dann doch nich machen ;-) hat auch gut geklappt. Sogar vier Stücke auswending, ich fühle mich weiterhin als Held ;-)
Wobei es echt nicht hätte sein müssen, dass der Chor dann spontan noch ein Lied singt (was ich mir natürlich dann noch nicht angeguckt hatte), nur weil der Herr Chorleiter vergessen hat das letzte Lied anzukündigen und es so ja keine Zugabe gegeben hätte... nun gut. Vom Blatt singen klappt also auch auf afrikanisch, oder was auch immer ich da auf einmal für nen Text vor der Nase hatte (und zum Noten halten war immer noch nich soo viel Platz!)

Dafür gabs danach erst Mal eine tolle "Hälfte" von muSix, mit choreografischen Ergüssen zu "Hold the line", endlich einem "No ordinary love" zum richtig dahinschmelzen (und nicht nur wegen der Hitze) gewissen Vuvuzelaeinflüssen in den Bläsersoli und zum Ende dann zwar ein Girlsmedley von draußen, aber da war unser Hirn schon so durch, dass wir da ungesehen (ok, abgesehen von 100 Chorleuten *g*) auch mal alles mittanzen konnten *schwitz*

Und dann, die Stücke zusammen mit muSix, fein :-) auch wenn da durchaus was mehr drann hätte gearbeitet werden können, bzw das eine (ratet mal welches *g*) der beiden Stücke jetzt auch nich soo ganz mein Geschmack ist, es hat Spaß gemacht :-)


(übrigens, wer mich findet bekommt ne Überraschung *gg*)
Und immerhin hat da jeder geschwitzt ;-) mir sind Sachen von Schweiß zwischn Trommelfell und InEarDings zu Ohren gekommen...

Also, Göttingen ist immer wieder ne Reise wert :-) (Auch wenn man aufm Rückweg nicht ordentlich Fußball im Zug hören kann, siehe >>da<<. Der arme!)
Ich bin gerne Caterer, Filmer, Sänger und Seelentröster auf einmal. Das gibt Punkte aufm Superheldenkonto ;-)
Ganz dickes Danke an alle Chorsänger, Konzertbesucher, muSixer, Tonmeister, Publicdrivern, Geldbeutelbringern und überhaupt. Es war so schön. So heiß könnte man fast sagen! Und nach zweimal ist etwas Tradition! Also, nächstes Jahr wieder? Ich sing dann im Notfall auch Tenor mit...

Jetzt schneide ich dann mal weiter, wen interessiert die Sonne draußen? ;-)

Donnerstag, 15. Juli 2010

Mal was aktuelles für zwischendurch

Ich muss ja eigentlich noch Hannover und dann noch mal Dortmund nacharbeiten, und ein Video für Unicante aus Göttingen schneiden, und überhaupt.
Aber, wie vieleicht der ein oder andere mitbekommen hat, es ist wahnsinnig warm. Da bruzelt das Hirn auch so, und ich kommt zu nüscht.

In meinem Zimmer hats trotz Dauerlüfterei und einem komlpett Zug durch unsere ganze Wohnung trotzdem meistens um die 34-35 Grad, mit Schlafen is also in letzte Zeit auch nicht viel.
Wenn man sich dann aber nicht jede Nacht bei netten Leuten in Altbauwohnungen einnisten kann, dann muss man auf neues ausweichen.
Ich teste grad:
meinen Balkon :-)

Neben allen tollen Eigenschaften, positiver Nebeneffekt, ich muss wieder nich in meinem kaputten Bett schlafen ;-)
Und die Hitzeutensilien Fächer und Wasserspray sind grad auch nich so dringend nötig. Herrlich!

Gute Nacht euch allen ;-)

Donnerstag, 17. Juni 2010

Dortmund, nu is aber wirklich Schluss...

Immer noch Samstag, 15. Mai (und wie ich merke schon n Monat her! Kinder, wie die Zeit vergeht...)

  • wie gesagt, es hätte alles so schön sein können, aber wir sind ja in Dortmund und stehen in Verbindung mit dem deutschen Musikrat, das scheint scheinbar kein perfektes Paar abzugeben...
  • wir jedenfalls im Foyer, da sind dann auch die anderen Leutchens ausm Chor dabei, und warten darauf wieder zurück zu dürfen und uns den zweiten Teil der Preisverleihung und Konzerterei anzugucken und zu hören. Und neben denen noch n ganzer Haufen anderer Leute, aber der Konzertsaal is ja auch einigermaßen groß, da sollten doch wohl alle reinpassen?
  • scheinbar nicht, oder wie auch immer, auf alle Fälle kam dann (nachdem das Konzert eigentlich schon hätte losgehen sollen) die Durchsage per Lautsprecher, dass alle Menschen die sich im Foyer befinden, doch bitte zu den Seitenausgängen raus gehen sollen und sich dann da wieder an den Schlangen vor den Türen anstellen mögen. Ja ne, ist klar. Warum kommt man denn dann pünktlich, nur um wieder rausgeworfen zu werden, weil der Herr Veranstalter den Einlass nicht gebacken bekommt? Vor allem, wo es eh nicht möglich war aus dem Foyer heraus zu kommen, da nämlich mittlerweile auch von außen ne ganze Menge Menschen seeehr gedrängt an den Türen standen und rein wollten... prima Situation, klingt schon alles nach toller Planung
  • nach ner Weile wurden dann doch alle mehr oder weniger freundlich irgendwie aus dem Foyer geschmissen und wir landeten dann gemütlich warm in den Zwischengängen, also doch nicht ganz draußen. Da drängte sich auch alles panisch, als ob drinnen ein Reunionkonzert der Beatles warten würde... dann gabs die Ansage, dass alle ohne Karten bitte wegtreten sollen, witzig, denn natürlich hatte jeder eine Karte, es waren einfach zu viele verteilt worden, nehme ich mal an. Die Leute die es vlt. ohne Karte versucht hätten waren schon längts abgezogen, frische Luft und Platz zum bewegen ist auch nicht zu verachten!
  • Iregndwann ging der Einlass los, und Wunder über Wunder, scheinbar wurde keiner verletzt! Wir sind jedenfalls alle wohlbehalten drinne angekommen, diesmal auch nicht auf der Chortribüne, sondern schön mittig und in netter Runde. Das mit den Reihen einzelnd auffüllen hatten die Platzanweise mitlerweile scheinbar aufgegeben, so kam es dann, das am Ende noch ne ganze menge Plätze frei waren, ja Logik ist nicht die Sache des ganzen gewesen...
  • Ja und dann gabs ein Konzert, vor Stress und Panik kann ich mich eigentlich an nicht mehr viel erinnern ;-) Juicebox wurden mal wieder gefeiert, lauter Volksliedpreise vergeben, unter anderem an Schnitzelhäusellieder? Leider hab ich das im Wettbewerb nicht mitbekommen und kann mich der allgemeinen Bestürzung nur wegen des Namens anschließen ;-)
  • Danach gings fluxxs ab in unseren Bus, war ja schon reichlich spät und gegen 2 Uhr früh (nach einigen nächtlichen Treffen auf Raststätten) waren wir dann wieder im guten alten Berlin, und da ist die U-Bahn natürlich noch gefahren!
  • Schön wars! :-) Aber es hätte komfortabler, einfacher und besserorganisiert laufen können ;-)

Dienstag, 8. Juni 2010

Dortmund, das Ende... Abschlusskonzert 1

Wir befinden uns nun am Samstag, 15. Mai

  • erstmal war dann morgens die Punktebekanntgabe, ein enorm voller Platz und viele sich freuende Leute. Ich glaub jeder kann stolz auf sein Ergebnis sein (wir sind nach Punkten 4., haben mit sehr gutem Erfolg teilgenommen und sind definitiv in der umkämpftesten Kategorie angetreten [mit unseren Punkten wären wir "woanders" locker 1. geworden *g*], was will man mehr :-)?) Und auch alle anderen Berliner sind super mit dabei gewesen und meine Favoriten dürfen sich auch nicht beschweren ;-) Wen die Punkte interessieren, hier sind die Preisträger: http://www.cvnrw.de/download/programme_auftrittsplan/2010_Preistraeger.pdf
  • später an dem Tag sollen dann die beiden Abschlusskonzerte stattfinden, mit möglichst vielen Preisträgern, damit es möglichst abwechslungsreich wird, blöd nur, dass aber jeder nur ne Karte für höchstens ein Konzert bekommen hat, da in der Konzerthaus nur 2000 Leute reinpassen, aber schon allein durch die Mitwirkenden so um die 5000 Leute potentiell da gewesen wären...
  • nachdem wir im Chor erstmal durchkämpfen mussten nicht schon früher zu fahren und am Ende das Konzert (wir hatten Karten fürs zweite) zu verpassen (Hallo!? Am nächsten Tag is Sonntag, da muss doch keiner früh raus, und wenn wir bei dem Wettbewerb mitmachen, dann bleiben wir doch bitte bis Ende und gucken auch mal die anderen an, oder? Und nebenbei war da ja auch Preisverleihung und überhaupt... nu ja, hat ja geklappt)
  • aber ins erste Konzert wollte ich eigentlich auch sehr gerne, also sind wir dann mal fix zu zweit so schnell es ging hingerannt, und plötzlich stand ne Frau neben mir, die ne Karte abgeben wollte, fix genommen, noch ne zweite organisiert und dann nix wie rein (war nämlich alles schon sehr knapp)
  • wir sind dann hinten auf der Chorempore gelandet, nun ja, besser als nix, man konnte die Ensembles schön von hinten betrachten und am besten immer den jeweiligen Leiter hören ;-), dafür aber gar nix von den Reden, wobei das auch meistens ja kein großer Verlust ist, nur wenn dann auf einmal die 200 Leute gegenüber von einem gelacht haben, dann hätt zumindest ich schon ganz gern gewusst warum ;-)
  • Insgesamt gab es dann aber ein schönes und abwechslungsreiches Konzert, mit Chören aus den unterschiedlichsten Kategorien. Für den einen oder anderen war es etwas zu modern, was ich auch gut verstehen kann, etwas mehr "gewohnte" Harmonien zwischendurch wären schon schön gewesen, aber da jeder Chor sich soweit ich weiß seine(n) Titel selber aussuchen konnte und nicht über das weitere Programm Bescheid wusste, war das halt Zufall und nicht weiter zu vermeiden
  • Was mir noch besonders in Erinnerung geblieben ist, war zum Beispiel das "Ensemble Quartonal", vier doch noch recht junge Herren, die einfach einen wunderbaren Zusammenklang hatten und mit relativ ruhiger "klassischer" Musik echt das ganze Publikum berührt haben. Für den "süß-Faktor" war dann mehr der A*Chor der Mädchenkantorei am Freiburger Münster zuständig. Ich weiß nicht, ob ich in dem Alter schon so "abgebrüht" vor so nem großen Publikum gestanden hätte... "Es tanzt ein mi ma monsterchen" war dann auch quasi Programm, für einen Auftritt wirklich sehr gut gesungen und natürlich auch dem Titel entsprechend ziemlich lustig, aber ich werde jetzt nicht unbedingt Dauergast in Mädchenchorkonzerten... dazu mag ich den Klang einfach nicht wirklich gern... Sehr unangenehm vom Klang her, aber garantiert so gewollt, da das ganze seeehr modern gewirkt hat, waren dann die Beiträge vom Mädchenchor am Essener Dom. "Triumf att finnas till" von Karin Rehnqvist und "Laudate Dominum" von Colin Mawby, wenn das wem was sagt... sehr schrill, hoch und laut. Würde ich höchst ungern selber singen müssen, und auch nicht unbedingt noch mal hören wollen. Das eine Mal wars sehr interessant, aber hat wirklich in den Ohren weh getan, ich hab Leute im Publikum sich die Ohren zuhalten sehen.... dafür hatten die Mädels aber für meinen Geschmack das schönste Outfitt, das hätt ich bei uns auch gern. Oben flatternde Grüntöne, aber individuelle Teile, so dass keiner wirklich unvorteilhaft aussehen musste (im Gegensatz zu gewissen anderen Chören) und untern schwarze Hose. Schön bunt, aber nicht zu durcheinander, und für grün bin ich ja eh immer zu haben ;-). Noch ein Frauenchor war dann die "Pfälzische Kurrende" da hier dann "richtige" Frauen am Singen waren gabs auch einiges mehr an Tiefe, das war schon angenehmer für meine Ohren, aber da ich halt eh immer mehr auf Männerstimmen stehe, wars immer noch nicht perfekt, aber das ist natürlich ganz und gar mein Problem. Unterhaltsam wars auf alle Fälle, mit fliegenden Staren (und zwar mit viel Körpereinsatz *g*) und dem Typewriter, den ich bis dahin nur instrumental kannte. Das Stück kommt ja im Moment auch in irgendeiner Gemüsesuppen-Werbung (oder was auch immer) vor, das muss ich jetzt immer gleich an diesen Chor denken
  • dann war es ja auch schon Zeit für das zweite Konzert, also schnell raus ausm Saal, unten in die Vorhalle und da wieder auf den Einlass warten, es hätte alles so einfach und gut laufen können, aber Dortmund hatte sich ja schon am Tag vorher durch ne gute Organisation ausgezeichnet...

Montag, 31. Mai 2010

Dortmund @ Night... Organisationstalente

So, es ist immer noch Freitag 14. Mai
  • wie gesagt, ich bin dann zu dem Jazz @ night gegangen, klang eigentlich ganz gut, auch wenn man sich da zwischen zwei Sachen entscheiden musste.. ich hab das mit der Überschrift "Ensembles mit Combo" genommen, auch wenn das eigentlich nicht mein Fall ist ;-) aber da waren im zweiten Teil Juicebox mit dabei und die kleinen Ensembles ohne "Combo" die beim anderen Auftritt dabei waren, muss ich nu wirklich nicht noch mal sehen. Nur um die zwei drei Jazzchöre die ich noch nicht kannte wars n bissel schade, aber ok, da muss man durch. Ist auch zu verkraften
  • also hab ich meine Karte für "unser" eigentliches Sonderkonzert abgegeben, damit da dann wer anders rein kam (wurde uns extra vorgeschrieben, damit keine Plätze verschenkt werden, denn auch wenn alles umsonst war, ne Karte musste man sich trotzdem besorgen) und dann ab mit dem Stadtplan einmal quer durch die Dortmunder Innenstadt, was zum Glück nicht der Rede wert ist, und ab zum Opernhaus.
  • da ich dort erst kurz vor 22 Uhr angekommen bin (und es dann auch schon los gehen sollte) hab ich mal angenommen, dass ich eigentlich sehr knapp drann bin und mich um einen schnellen Einlass bemühen wollen
  • Problem: ich hätte hier auf einmal auch eine Sonderkonzertkarte gebraucht, und zwar die, die ich abgegeben hatte. Na wunderbar. Hätte man mir ja auch mal sagen können, ganz abgesehen davon, dass das höchst unlogisch ist, aber nu ja. Scheinbar waren aber noch n paar Karten da hinterlegt, ich hab also schnell eine in die Hand gedrückt bekommen, eh ich mich hätte anfangen können aufzuregen und dann musste ich nur noch den richtigen Eingang finden
  • was sich als schwerer erwies als ich gedacht hab, scheinbar war nämlich ein anderes Sonderkonzert hier noch in vollem Gange, obwohl es längst hätte vorbei sein sollen, und sich da auch sonst nicht wirklich viele Leute rumgetrieben haben, die man hätte fragen können, außer den Chören die noch auftreten sollten. Sichtliche Zeichen wunderbarer Organisation machen sich breit...
  • irgendwann hab ich dann einen Veranstaltermenschen gefunden, denn ich quasi nachm Weg fragen konnte, der mich dann gleich gefragt hat, ob ich Türsteher machen will... da ich mal angenommen hab das wär n Witz, weil ich ja scheinbar schon als einziger mal in den Raum wollte, hab ich blöd gegrinst und gesagt, dass ich das im Zweifel wohl geübt wär (war ja erst in Lübeck spontan mit sowas beauftragt worden, aber ok, da kannte ich ja meine Auftraggeber immerhin *g*) nun gut, ich stell mich also an meinen vorgesehen Platz un warte, dass das mal langsam losgeht, war immerhin schon nach Zehn, und nun ja, normal ist das ja nicht...? nach ner Weile sammelten sich die Chöre um mich rum, die eigentlich auftreten sollten, und wirkten auch was ratlos wann es denn mal losgehen sollte...
  • dann stürzt auf einmal der eine Veranstaltertyp auf mich zu, wo denn Michael und wer auch immer sind... ich guck ihn doof an.. wer? was? wo? Na ich wäre doch der Türsteher und müsste doch wissen, wo meine Kollegen sind. Ok, der Typ hat wohl in seinem Leben noch nix von Ironie gehört, oder ist einfach nur total überfordert. Ich erklär ihm, dass ich nicht zu den Veranstalterleuten gehöre (seh ich etwa so aus?) ihm aber im Zweifel gern was helfe, scheints ja nötig zu haben. Und auf mein Zusatz, dass er wohl den "Berliner Humor" nicht versteht, erklärt er mir, dass er auch aus Berlin ist... nun gut.
  • Ich wunder mich n bissel wie schnell man sich da reinschummeln kann... gut, dass die nicht mit Geld, Geheimnissen oder sonstwie wichtigen Dingen arbeiten ;-) erfahre dann noch, das Juicebox eventuell gar nicht auftreten wollen, wiel Lucie Grippe hat und der Veranstalter es nebenbei nicht groß für nötig hielt denen Mikros bereit zu stellen...fein. Die Stimmung steigt ;-)
  • dann, irgendwann gehn wir einfach doch schon rein, die da drinne wollen wohl gar nicht mehr aufhören. Und genau als wir sitzen (und viele mim Durchrutschen geärgert haben) is natürlich endlich Schluss. Es ist ein fliegender Wechsel geplant, man kann drinne bleiben und wenn man raus geht, soll man seine Karte abgeben, damit wer anders damit wieder rein kann.... das dauert ewig und irgendwann gegen 22:45 beschließen sie dann das Konzert anfangen zu lassen, auch wenn die Oper nicht mal annähern zu nem Zehntel besetzt ist...
  • dann geht der erste Chor auf die Bühne (und das Publikum wird damit noch kleiner), und die treten erstmal zu Konservenmusik auf, ich muss sagen, ich bin ehrlich entsetzt. Nicht dass das schon peinlich genug wär, auch der Gesang ist ziemlich für den Eimer, und dann noch Bohemian Rhapsody... es war grausam!
  • endlich kommt der nächste Chor, immerhin mit "echter Band" (die ersten hatten sich dann auch schon entschuldigt, deren Musiker sind krank.. na klar) aber ansonsten auch nicht sonderlich mehr mein Fall... die paar Publikumsleute gehn ab, aber wohl mehr weil sie alle selber auf dem gleichen Niveau Musik machen ;-) dann wird der Chor doch ernsthaft nach dem ersten Stück von der Bühne gebeten, denn wir sind ja im Verzug (aber eigentlich sollte jede der 6 Gruppen 20 Minuten haben), nach einigen Protesten dürfen sie dann noch eins "aber nur eins!" und werden dann von der Bühne komplimentiert, ok stört mich nicht soo sehr, ich muss ja noch einen solchen "Combo-Chor" aushalten eh Juicebox endlich kommen
  • an den nächsten kann ich mich dann auch schon gar nicht mehr erinnern, spricht so gar nicht für die Präsentation, und die werden dann auch schon nach derm ersten Lied runtergeschmissen, denn um 24 Uhr wird der Strom abgestellt, und es kommen ja noch drei Gruppen... hui, die Stimmung kocht ;-)
  • dann, eeeendlich Juicebox. Die sind schon n paar mal durch die Gegend gewurstelt, doch noch die Techniksache klären... scheinbar aber nicht alles, denn dann geht auf der Bühne erstmal ne Weile an Zeit flöten, die sie noch die Kabel ordentlich stecken müssen (oder was auch immer), da der Veranstalter das wohl doch nicht so richtig auf die Reihe bekommen hat... Zeit, in der das Publikum glatt n bissel voller wird, es sind wohl viele nur wegen Juicebox jetzt noch reingekommen
  • dann endlich gehts los, ich freu mich, dass ich sie schon öfters gesehen hab, ist zwar im Vergleich mit den anderen Auftritten an dem Abend überragend gut, aber sie können noch viel besser, wenn drumrum nich alles so super organisiert ist... Publikum jedenfalls jubelt und endlich ist mal wirklich was los
  • dann kommt aber nach dem ersten Lied schon wieder die gefürchtete Moderatorin auf die Bühne (es ist so gegen halb zwölf)... was zu enormen Proteststürmen und Buhrufen führt, verständlicherweise, denn nach dem ganzen Heckmeck und überhaupt jetzt nur ein Juiceboxlied? Das geht nicht! Aber die sechs sind wohl auch schon genervt genug und nach dem kurzen Überredungsversuch geben sie dann auf und gehen von der Bühne (während ich mich fast Sorge, dass das Publikum [was nun echt sehr laut ist] gleich die Oper auseinander nimmt... da tat mir die Frau fast Leid (die jetzt kurz vorm Heulen war), denn natürlich ist es nur ih Juob durchzusagen was von anderen so geplant wurde, aber trotzdem, ihre Art war auch nicht so ganz perfekt
  • was bleibt zu sagen? Sind noch zwei andere Chöre aufgetreten, die sich ähnlich mit Ruhm bekleckert hatten wie die ersten. Die einen hätten laut Ansage auch lieber noch was von Juicebox gehört (und ich hab sie echt nicht drum beneidet in dem Moment auf die Bühne gemusst zu haben), aber da konnte man wohl nix machen. Dafür haben die sich insofern noch mal in unsere Herzen "gesungen", als dass einer erstmal n Kaugummi (oder was auch immer) quer über die Bühne gespuckt hat und dann der Rest des Stücks ins Gelächter und Schämerei unterging. Super Leistung, wenn man ja eh nach dem ersten Lied wieder runter muss..
  • nun ja, am Ende waren wir dann weit vor 24 Uhr durch, der Moderatorin wurde der Strom abgestellt damit sie nicht noch mehr sagt, und ein eher unbegeistertes Publikum zog ab...

  • ich bin dann ab in die Disko, wo wir ja unbedingt alle zusammen feiern wollten... juhu. Ein Glück ist Dortmund nicht so groß, dass die Straße grad noch so auf meinem Plan mit drauf war und ich dann da hin latschen konnte..
  • da angekommen (nachdem ich trotzdem ein paar Runden zu viel quer durch die Stadt gemacht hatte und mich den Avancen diverser Typen in den unterschiedlichsten Stadien von Besoffenheit widersetzten durfte [und leider hab ich sogar manche dreimal getroffen... es lebe mein Orientierungssinn]) wurde ich erstmal mit ner Karte reingeschleust und nachdem ich dann gemerkt hab dass "meine Leute" doch schon wieder im Hotel waren, wurde ich 5 Minuten später am Ausgang darüber informiert, dass ich jetzt zum Rausgehen 3 Euro zu zahlen hab... na was ein Traum! Das hätten sie einem ja auch beim Reingehen erklären können (und nicht sagen, dass man das unten erklärt bekommt), so hab ich mir dann gleich noch mal Ärger mit dem Türsteher eingehandelt, dabei hatte ich das doch schon gezahlt und wollte sie nur mal drauf hinweisen ;-) kann ja nicht jeder so friedlich sein wie ich...
  • nun gut, ich mach mich als ärmer und ohne Wasser (musste man ja am Eingang abgeben, super hab ich wieder keine Flasche für den Rückweg) auf den Weg in die Mitte, zur U-Bahn... da darf ich dann aber merken (nachdem ich mein Ticket gekauft hab), dass nach 12 keine U-Bahn mehr fährt... und natürlich weiß erstmal keiner wo ein Nachtbus oder so kommt
  • also noch ein paar Runden um die Reinoldikirche drehen (und ich treff alte "Bekannte" von meiner ersten Rundreise wieder, und nein, ich möchte immer noch nicht mit...), bis ich dann Busheinis finde, die mich in den richtigen Bus setzen (ja, ich bin aus der Großstadt, da kennt man das anders... ), wo ich nochmal den Busfahrer frage, ob er zur Westfalenhalle fährt (so heißt ja auch die U-Bahnstation), ja tut er...
  • und informiert mich dann nach ner ganzen Zeit, dass wir jetzt übrigens seit ner Weile an der Haltestelle vorbei sind, die heißt im Bus nämlich anders. Na Danke! Also darf ich nun den ganzen Weg an einer schönen Schnellstraße wieder zurück laufen (in nicht unbedingt passendem Schuhwerk...*autsch* ich hab immer noch ne kaputte Hacke und pass in meine Schuhe nicht ordentlich rein), komm am Ortseingangsschild "Dortmund" vorbei und frag mich n bissel wo ich denn nu schon eigentlich war, verirr mich in Parks und seh dann (nach etwas Hilfe von endlich mal "normalen" Leuten) endlich auch irgendwann das Stadion... da ist dann auch das Hotel :-) Juhuu!

Rein, ins Zimmer, ins Bett, schlaaaafen!