Sonntag, 6. Mai 2012

Berliner in Freiburg

So, und wo ich grad mal so dabei bin, sollte ich echt schnell weiter machen. Es gab ja noch n bissel mehr, was mich nach Freiburg gelockt hat.

Nämlich sechs junge, nette, gut singende und was nich noch alles Berliner. :-)
 Der Kenner unter uns wird sich jetzt fragen um wen es sich da handeln kann. Nein, musix sind nicht wieder zu sechst. Aber sie haben quasi ein Kind. Es heißt Hartmuth und hat eine Hitmaschine. Oder ist die Hitmaschine das Kind und Hartmuth nur... äh? Es wird ein Geheimnis bleiben.


 Jedenfalls haben der musix-Patrick und der frühermalmusix-jertztmaybebop-Lukas zusammen ein Kind. Und das heißt Hartmuth und die Hitmaschine. Nachdem dieses Kind beim Wettbewerb in Graz mal so eben einen zweiten Platz in der Popsparte gemacht hat, ist es nun auf große Fahrt gegangen. Und da es seine vier musix-Onkels mit genommen hat, bin ich da auch mal mit gekommen.

Und, wie nicht anders zu erwarten, es hat sich gelohnt.
Fangen wir also mal mit dem noch jungen Kind an, wobei es mittlerweile auch schon größer geworden ist. Um die 45 Minuten und Headliner, hab ich mir sagen lassen. Aber das ist ne andere Geschichte und die werde ich am Mittwoch mal ausprobieren gehn ;-)
Zurück zum Kind. Damals war es noch um die 20 Minuten groß und hatte meines Wissens nach ein Programm von vier Liedern drauf. Kann man sich auch alle bei Youtube angucken, bzw. irgendwo hier im Blog is auch n Link dazu.
Wie man sehen kann sind die beiden nur zu zweit. Wie der Name ja auch schon sagt. Wobei keiner Hartmuth heißt, und der Hit sind sie beide! Und dass sie im Prinzip schon um die 15 Jahre aufm Buckel haben merkt man eigentlich auch nicht.
Dank unserer modernen Technik, Loopmaschinen und Computerprogrammen, müssen die beiden auch nicht irgendwelche zweistimmigen Gesänge von sich geben, sondern schaffen ganz neue musikalische Welten mit bekannten (denk ich jedenfalls) Popmusiken.
Das geht dann vom eher nüchternen "norwegian wood", das eher aus grandiosem Silbentennis besteht, über ziemlich bombastischen oder balladiösen Pop ("viva la vida" und "chasing cars") zu völlig unnüchternen Deichkindinterpretationen. Und da gibts dann doppelt was fürs Auge ;-)

Das alles ist zum einen atemberaubend, wenn man zugucken kann wie der Klang sich aufbaut, die beiden aufeinander eingehen und dann immer neues entsteht, zum anderen aber auch einfach nur wahnsinnig witzig. Und dazu muss man nur sehn was für einen Spaß die beiden haben.
Spezielles Bonbon in Freiburg war nu ein fünftes Stück.
Ich bin quasi auf dem Boden gelegen (um das mal in der Sprache meiner Mitbewohnerin auszudrücken). Was kann kommen, wenn ein Stück mit "latsch latsch latsch" und der entsprechenden szenischen Darstellung beginnt?
Da will ich nix verraten und hoff, dass es jeder mal selber sehen kann. Es lohnt sich.
Genau aus dem Grund bin ich nämlich nächsten Mittwoch dann doch mal wieder auf dem Weg nach Hannover. Da wird es dann nämlich laut Patrick noch mehr geben. Ich bin gespannt und bereite meine Bauchmuskeln langsam aber sicher mal drauf vor.
(Ganz nebenbei, wenn man die CD aus Graz [Vokaltotal2011] hat, dann kann man auch noch hartmuthige Fireflies hören, wenn man sie nicht hat, lässt sich das zum Beispiel aber auch über diese spotify Programm regeln.

Das geht unter anderem im Moment wieder ganz gut, weil ich endlich wieder meine erwünschte Ladung musix Konzerte bekomme. Juhu!
Seit November gibt es ja das neue Album auch als neues Programm. Und es ist einfach unglaublich toll.
Von vorne bis hinten. Ohne Unterbrechung. Ich liebe es!

Wie mir scheint hab ich dazu noch nie was berichtet? Dann muss ein extra Beitrag her!

Samstag, 5. Mai 2012

Kulturbörse in Freiburg

So, nun komme ich endlich mal dazu was zu Freiburg zu schreiben. Also so wirklich ;-)
Nachdem ich jetzt nämlich den ganzen Tag an nem Vortrag über die Entwicklung von a cappella Musik gearbeitet habe (einen für absolut unwissende Menschen, das is mal gar nicht so leicht dann!) und dann meine Sachen für den Ausflug nach Augsburg morgen, bin ich noch nicht wirklich müde genug und mir ist langweilig.

Bombenmischung :-D

Ich war dann also im Januar in Freiburg. Eigentlich wollte ich mir auch n bissel was von der Kulturbörse angucken, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen.
Nachdem ich durch den erklärungsunfähigen Freiburger erst sehr spät an der Messehalle angekommen war, hab ich mich auch schon zum Pausieren wieder im Hotel befunden und bin dann quasi pünktlich zum Abendkonzert und gleichzeitigem Schließen des Messebetriebs wieder da gewesen.
Außer einmal schnell durchrennen um meinen Freund zu suchen hab ich also nix hinbekommen. Bin kurz mal allen möglichen wichtigen und bekannten a cappella Menschen über den Weg gegurkt, aber die sieht man ja sonst auch bei Konzerten. Nu ja, muss ich vielleicht nächstes Jahr noch mal hin ;-)

Nun aber zum Konzert. Los gings mit postyr.
Jetzt hab ich ja schon viel gesagt, aber eigentlich nicht wirklich was rübergebracht dabei.
Also kurz, die sind genial! Ich hatte mir vorher schon die CD geholt, denn nach den beiden Auftritten die ich gesehen hatte war ich n bissel verliebt.
Die kann ich auch absolut jedem empfehlen, kann man sich unter anderem >hier< holen.
Dann ist dazu auch eine Besprechung bei Mouth-Off (ab Minute 20) zu hören.
Was kann man zu ihnen sagen? Von juicebox kenn ich nu den Ausdruck "e cappella". Und das triffts auch hier ganz gut. Denn Elektro, will heißen Maschinen, sind hier schon ziemlich wichtig. Undgrad so Elektrokrams ist ja eigentlich gar nicht mein Fall. Und ich weiß auch überhaupt nicht was der Kristoffer da auf der Bühne hinter seinen Schaltpulten treibt. Aber ich finde es genial. Vielleicht grade darum?
Denn trotz der ganzen technischen Spielereien haben sie da einfach wunderbare Stimmen, traumhafte Klänge und herrliche Harmonien.
vocal-blog.net
Und dann sind da auch noch Instrumente bei. Instrumente? Ja. Zum Beispiel n Cello. Und ich muss sagen, schönes Instrument! Ist das ok, auf ner a cappella CD?
Irgendwie scheinbar schon. Jedenfalls auf dieser CD. Denn die ist einfach nur eins, extrem vielseitig.
Wir haben wir gesagt Maschinen, Stimmen und Instrumente.
Dann haben wir Balladen (mein absolut Lieblingsheulstück ist drauf) die dann auch auch sehr klassisch und komplett a cappella gehalten sind. Wer das nicht liebt hat kein Herz!

Das ist ne Aufnahme aus dem Konzert in Berlin. Ich war da, mit etwa 30 anderen. Aber ich hab noch nie ein so intensives Konzert gehabt. Und allein wie ewig lange da Zugabe gefordert wurde...

Auf der anderen Seite haben sie Stücke, die einfach nur total abgehen. Da sitze sogar ich im Konzert und tanze auf meinem Stuhl! Krasse Ohrwürmer, wahnsinnig viel Energie, griffige Texte und ne Choreo, die simpel aber irgendwie genial ist.
Zu einem aus dieser Kategorie gibts auch n Video:

Noch besser finde ich da OMG, auch wenn der ein oder andere RARB Kritiker es zu unflätig findet, ich steh drauf! Gibts nicht mehr zu sagen.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass die CD wunderbar kontrastreich ist. Die Stimme wird in allen ihren Facetten gefeiert und gleichzeitig kommt einem die volle Pulle Elektro entgegen. Aber so, dass es genial ist. Denn das passt irgendwie auch einfach super gut zusammen. Die Stimme kann unglaublich schön sein, aber man kann auch krasse Effekte und Geräusche hinbekommen. Und das ist nicht immer schön. Aber halt genial. Und es klingt super.
Und das beste, erstaunlicherweise bekommen sie das live auch hin.
Ich hatte ja vom Internetkonzert berichtet? Hier sind n paar Aufnahmen.
Zum einen kann man hier in einem Stück gleich viele Seiten auf einmal hören, und sie dann auch noch live sehen. Super lustig und sympathisch sind sie dann nämlich auch noch. Da wird dann halt mal das Internetpublikum gebeten abzustimmen in welcher Stimmung sie ein bestimmtes Lied hören wollen. Tja, das hätte man dann halt selber sehen müssen... ;-)

Und wenn die fünf mal wieder zu uns nach Deutschland kommen: Hingehen und abfeiern! Wenn ich das schon sage ;-)
Deshalb bin ich ja auch nach Freiburg gefahren. Denn sie sind halt dann doch eher aus Dänemark und das is noch weiter weg von hier. Es hats ich gelohnt. Sie haben diese absolut geniale CD auf die Bühne gebracht. gezeigt wozu die Stimme fähig ist, was man mit so Schaltpulten machen kann, und dass Musik nicht immer so langweilige Blubber-Pop-Musik sein muss, sondern dass man Musik ins Herz und ins Hirn holen muss.
Puh, klingt das pathetisch



Sonntag, 29. Januar 2012

posytr; in Leipzig, Berlin und dann sind wir wieder in Freiburg

So, und nun widme ich mich mal postyr. Und kann somit auch ganz gekonnt den Bogen zu meinem Ausflug gestern nach Freiburg schlagen.
Denn jetzt sitze ich leider schon wieder im Zug und befinde mich aufm Rückweg nach Berlin. Grade haben wir Mannheim gestreift. Es ist nicht nur hässlicher als ichs generell in Erinnerung hatte, ich hab sogar den Eindruck, dass es heute noch hässlichher is als gestern.
Oder liegt das nur daran, dass ich heute nicht so viel Lust hab zurück zu fahren (wobei jetzt ja auch fast nichts mehr in Freiburg is was mich da halten könnte) und gestern dagegen noch so freudig hibbelig war? Wie auch immer, jetzt is es ja vorbei ;-) und immerhin hab ich auch noch ne kleine Ladung Werbung machen können, es lebe das Leben im Zug.

Jetzt zu postyr. Das erste Mal hab ich sie wie gesagt beim Wettbewerb in Leipzig gesehen. Da waren sie kurz mal zu viert, da die Altistin wegen eines Unfalls im Krankenhaus war. (Wie ich dann fast n halbes Jahr später in Berlin erzählt bekommen hab war das zum einen sehr kurzfristig, das Programm daher mit vielen spontan gewachsenen Arrangements [vor allem ihre Solostücke, da ja das Programm bei einem Wettbewerb nicht mehr wirklich vorher geändert werden soll/kann und das dann jemand anders übernehmen musste] und auch bei weitem nicht das einzige Hinderniss auf deren Reise. Es muss sich um eine Odyssee gehandelt haben.)
Nun aber zur Gruppe. Erstmal rein optisch sahen sie schon etwas spacig aus. Da war ich mir nich ganz so schlüssig wie ich das finden soll. Das war zwar klar ein Konzept und nicht so ein undurchdachter Kleidungsfehlgriff wie bei vielen anderen Gruppen, aber muss ja nich gleich meins sein... Aber was soll ich sagen, mittlerweile bin ich in das Kleid von Tine (links im Bild) direkt verliebt und weiß nur nichts mit der komischen Hose von Kristofer anzufangen, die vornerum einfach etwas zu viel Stoff zu haben scheint (und ich vermisse seine knallbunten Schuhe, die nach Leipzig leider nicht mehr dabei waren). Aber Klamotten sind natürlich nicht wirklich das wichtigste. Mehr ins Auge gefallen ist dann doch noch die ganze Maschinerie auf der Bühne.
Schon mal ganz fix für alle die schnell sind und sich das selber ansehen wollen, hier ein Link:
http://www.livemusicstage.com/
Da wird es heute um 15 und 21 Uhr ein live Postyr Konzert geben. Man muss sich nur für umsonst eine Karte "kaufen", will heißen sich registrieren, tut nicht weh ;-)
Und dann kann man ein bestimmt sehr geniales Konzerterlebnis genießen. Soll interaktiv sein, wie auch immer das genau laufen wird... ich bin gespannt! :-)

(und danach schreib ich hier weiter, versprochen)

Dienstag, 24. Januar 2012

Live on Board ;-) Freiburg, Leipzig und wieder zurück

So, jetzt sitze ich zu meinem eigenen Geburtstagsgeschenk in der Bahn.
Also abgesehen von der Sache dass ich Bahn fahre, finde ich, dass ich einen guten Geschmack habe. Denn es geht nach Freiburg, zur Kulturbörse. Und nicht nur, weil ich generell so wahnsinnig kulturell bewandert bin, sondern vor allem, weil es da heute eine Spezialveranstaltung gibt. Heiß „Mensch-Technik-Stadt“ oder so. Wie der Titel zustande gekommen ist würde sich vielleicht glatt mal lohnen zu fragen, ist aber eigentlich auch egal.
Wichtig ist, dass ich dort neben musix auch Hartmuth und die Hitmaschine und postyr zu sehen bekomme. Und das is mal ne gute Mischung!

Im Moment sehe ich mal wieder, dass Berlin von Brandenburg umgeben ist. Draußen ist nix, außer Kiefern. Wobei, Schnee. Mein erster Schnee seit ewig Also Schnee aufm Boden, meine ich. In der Luft und ab und an auf meinen Klamotten, hab ich ihn in der letzten Zeit doch sogar manchmal zu Gesicht bekommen. Sieht eigentlich ganz schön aus. Auch auf den Kiefern und so... so kann man Brandenburg von mir aus lassen.

Aber zurück zur Bahn. Grade wurde mir empfohlen hier zu Frühstücken. Das ist natürlich sehr nett von der Bahn. Sie raten zum Frühstück Rührei „naturelle“... Das gibt’s mit einer Scheibe Brot. Ui, heißt naturelle nicht nur „ohne alles“ auf pseudofranzösisch? Klingt unglaublich lecker. gibt’s bestimmt auch schon für angenehme 10€. Gut, dass ich etwa ein Kilo Möhren dabei hab ;-) dann komm ich nicht in die Verlegenheit mich noch zwischen dem Bordbistro und dem Bordrestaurant entscheiden zu müssen ;-) Aber dann würde ich der Gefahr an meinem Sitzplatz entkommen. Die Frau vor mir hat nämlich irgendwelche hochexplosiven Flaschen dabei und beschießt mich mit deren Deckeln. Bei dem Krach hätte das echt weh tun können... Bin ich da jetzt eigentlich gegen versichert?

Egal, jetzt noch n bissel zurück. Ich hatte ja postyr gesagt. Und postyr habe ich ja schon in Leipzig beim Wettbewerb gesehen. Und wie der ein oder andere weiß, hab ich da meinen Bericht immer noch nicht zu Ende geschrieben. Leider hab ich heute früh meinen Zettel mit den Aufzeichnungen nicht gefunden. Ob ich noch alles so zusammen bekomme weiß ich nicht.
Aber da ich das Programm hier liegen habe, werde ich mal versuchen mein bestes zu geben. Und wenns nicht klappt, werde ich mich dann mal kurz, quasi auch als Vorbereitung für nachher, mit postyr befassen. Die habe ich nämlich im November dann noch mal, fast in einem ganzen Konzertprogramm, in der Schalotte gesehen.

In Leipzig nun. Laut Programm gabs als nächstes "So!... und nicht anders".  Wie man sich vom Namen her denken kann, waren die aus Deutschland. Wie man ein bisschen befürchten kann, waren sie typisch deutsch. Jedenfalls was Klischees und  a cappella angeht. Also ganz klar die Comedyschiene.
Ich hab meine Notizen wie gesagt nicht mehr dabei, daher kann ich nicht nachgucken was ich mir so positives aufgeschrieben habe. Aber ich kann mich sehr gut an das vorherrschende Gefühl erinnern. Es war mir wahnsinnig peinlich das sehen zu müssen und auch nicht unbedingt ein Ohrenschmaus. Ganz klar zu erkennen waren die musikalischen Vorbilder dieser Gruppe. Die Wise Guys, Basta und (man glaubt es kaum, wenn man das Ergebnis sieht) maybebop)
Die Musik war, sowohl von der Melodie der einzelnen Stücke und deren Harmonie"vielfältigkeit", sehr stark an die Musik der Wise Guys angelehnt. Und wieder mal ist das nicht als Kompliment zu verstehen. Höchst einfach strukturiert, bis hin zum langweilig banalen. Gesungene Witze, aber keine Musik.
Die Witze, will heißen die Texte, gingen dann auch in die Wise Guys Richtung, da sie aber nicht ganz so bieder und ab und n schweeer verwegen waren fühlte ich mich da noch ein bisschen mehr an Basta erinnert. Nebenbei gesagt aber auch vor allem dank der Intonation. Die war nur höchst mäßig.
Gekrönt wurde das ganze dann mit einer Choreo im Sinne von maybebop, bzw. deren Anfängen. Was ja im Prinzip nicht schlecht ist, die mag ich ja ganz gerne, aber nicht in dieser Ausführung. Vielleicht sollte man beim Proben mal einen Spiegel zu Rate ziehen, das bekomme nämlich sogar ich eleganter und im Zweifel auch mit mehr Begeisterung hin. Und das will ja wirklich mal was heißen ;-)
Es gab ein Lied über Boygroups (mal was gaaanz neues), etwas für den Sommer und schnell noch ne Quotenballade, die dann natürlich auch genauso klang.
Natürlich ist das alles Geschmacksache, aber ich hatte den Eindruck, den vom Publikum haben sie nicht getroffen. Bestimmt fünf ganz nette Jungs, aber singen können sie wirklich nicht. Keine der Stimmen hat mich überzeugen können, alle wirkten etwas überfordert, waren unsauber und auch sonst nicht irgendwie interessant. Sehr schade, aber es wird halt nicht jeder zum Sänger geboren. Und ich bin definitiv nich zu deren Publikum geboren. Gerne nicht wieder....


Nach der Pause gings dann weiter mit Audiofeels aus Polen.
Auch eine Boyband, irgendwie, aber doch sehr anders. Und nicht nur, weil sie etwas erwachsener wirkten.
Die fand ich insgesamt ziemlich gut und werde auch noch mal in meinen Notizen nachgucken müssen, weil ich mir positive Dinge immer nicht so konkret merken kann. Irgendwie komisch...
Nun ja, aber was macht die also so anders? Man kann es wohl so sagen, dass sie a cappella mit Instrumenten gemacht haben. Natürlich standen da keine Instrumente auf der Bühne und sie haben natürlich auch keine versteckt oder vom Band gehabt. Nein, stattdessen haben sie sich selber einfach auf die jeweiligen Instrumente „spezialisiert“. Laut Programm waren sie nicht in die klassischen Kategorien (Tenor, Bartiton, Bass, Percussion...) eingeteilt sondern in die Instrumente(nkategorien).
Schien interessant, war auch ziemlich gut. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht zuzugucken und zuzuhören. Da war n ziemlich starker Sound und sie haben auch ansprechende Stücke gemacht. Von den Arrangements waren die jetzt zwar, soweit ich das in Erinnerung habe, nicht wahnsinnig speziell oder aufregend, aber das haben sie durch ziemlich viel Spiel- bzw. Singfreude wieder wettgemacht. Und das ganz ohne alberne Tanzeinlagen, sondern doch eher Rockbandgehabe. War nicht schlecht! Nur „nothing else matters“, da hätt ich auch drauf verzichten können, irgendwie hab ich das schon zu oft in a cappella gehört. Sehr toll war dafür "bitter sweet symphony", Ich mag das Lied ja eh schon ziemlich gerne, aber in der Version wars noch n Ticken intensiever. Fein!
Leider habe ich mir durch deren „Spezialisierung“ von den unterschiedlichen Instrumenten mehr erwartet, zum Beispiel die Streicherfraktion (auch bei dem Positivbeispiel von grad), aber auch Blechbläser habe ich in anderen Gruppen schon authentischer erlebt. Das macht aber eigentlich nicht viel aus, den „gelebt“ haben sie das ganze sehr echt und so fühlte es sich dann doch wieder sehr authentisch an. Schon allein durch die Aufstellung, die immer in „Intsrumente“ und Sängerfraktion unterteilt war.
Nun ja, wie gesagt, ich muss noch mal in meine Notizen gucken, aber die kann man sich schon mal  bestimmt wieder anschaun. Waren nicht meine Favoriten, aber gut sind se allemal.

Mittwoch, 28. September 2011

Leipzig a cappella II

So, jetzt gehts auch hier mal weiter. Das ist nämlich das Gute wenn man krank ist. Ab dem Moment wo die Augen wieder etwas entspannt auf technische Geräte gucken können, kann man sich auch mal wieder Zeit für sowas nehmen. Die hab ich nämlich, falls es keinem aufgefallen ist, in letzter Zeit so gar nicht...

Am nächsten Tag also wieder früh aus den Federn, ab zur Mitfahrgelegenheit. Da dann fix weitergeschlafen (so kann man sich danach auch nur aus Geschichten erzählen lassen wie wild der Mensch gefahren ist...)
Diesmal haben wir es dann auch geschafft uns gleich mit Heike zu treffen und dann gings wieder rein zur Jury den älteren Herrschaften und den Studenten ;-)

Und los ging es, an einer Bushaltestelle. Das KrisKrosKvintet (ja, wird so geschrieben) aus Prag stand an einem netten Schildchen, alle summten ihre eigene Melodie vor sich hin. Was dann folgte war direkt eine durchgestylte Show, jedenfalls so wie man es bei einem solchen Wettbewerb noch hinbekommen kann, die den Weg der Gruppe nach Dresden schilderte. Nett gemacht, fand ich ne schöne Idee. Vor allem dass das Tonangeben zu Anfang der Stücke über ein "Bussignal" erfolgte war doch mal was neues. Mit Bierflaschen kennt das der ein oder andere ja vielleicht schon ;-)
Was das "durchgestylte" angeht, das traf irgendwie auch auf die Outfits, nur leider diese nicht meinen Geschmack. Komische matschfarbene Overalls, die mehr an hässliche Satinschlafanzüge erinnert haben... nu ja, immerhin besser als das Bild aus dem Programmheft, was wirklich nach "kriskros" aussah... Nu ja, auf dem Bild sieht man ja, dass es auch anders geht ;-) frag mich jetzt nur, warum sie sich mit den aktuellen Klamotten nicht ins Netz trauen.
Die ersten Stücke haben sie dann noch ohne Mikro gesungen, und es sich erstmal mit mir verscherzt. Das allererste war nämlich "Io mi son giovinetta" von Monteverdi, was wir (Junges Ensemble Berlin) beim Chorwettbewerb in Dortmund gesungen haben. Und was ham wir da drann rumgewerkelt... Ich weiß also auch durchaus um was es geht. Die beiden singenden jungen Menschen sind größtenteils glücklich, lachen in der Gegend rum und freuen sich am Frühling. Um das mal so auszudrücken ;-) Da passt es gar nicht wenn die Sänger zwischen Langeweile und Aggression wechseln...
Die zweite Hälfte war dann mit Mikrofonen und fing mit den üblichen verdächtigen an. "Chili con carne"... ist mir nicht sonderlich im Gedächtnis geblieben, kann also so schlimm, aber auch so gut, nicht gewesen sein. Nur die Aussprache, na ja, nicht drüber reden...
Dann "Bohemian Rhapsody", mutig. Was kann man sagen? Die Sänger klangen leider alle total außer Atem, der Tenor war mir viel zu kehlig und der Bass zu nasal. Aber immerhin, ein schön angenehm zarter Sopran. Das is ja auch mal was wert. Leider waren aber auch die Mikros schlecht abgemischt, oder woran sonst auch immer es gelegen haben mag, dass in dem technischen Teil die Begleitstimmen einfach immer viel zu laut waren und sich das überhaupt nicht schön gemischt hat.
Und bei diesem expliziten Stück bin ich jetzt auch langsam gesättigt an a cappella Versionen. Definitiv habe ich meine Lieblingsvarianten auch schon gehört, das brauchts einfach nimmer...
Beendet haben sie ihr Programm dann mit einem serbischen Volkslied, was wiederum viel Spaß beim Zuhören gemacht hat. Keine Ahnung um was es ging, aber sie haben die Sau rausgelassen, sich gegenseitig wechselnd an die Wand gesungen, hier aber dann geplant, würde ich meinen. Das hat Spaß gemacht beim gucken und hören. Und hat mich dann am Ende auch versöhnt. Quasi pünktlich zu ihrer Ankunft in Dresden ;-)

So, weiter ging es dann mit Lalá, aus Österreich, die habe ich 2009 schon in Graz gesehen. Da fand ich sie wirklich gut, und sie hätten einen Preis verdient gehabt. Aber warum auch immer, sind sie im Pop-Bereich angetreten, dabei war das dann doch nun wirklich Jazz, und somit, Thema verfehlt... schade.
Nun ja, hier gabs je keine Themenbereiche, also konnte man gespannt sein.
Und ich muss sagen, ich wurde mit meinen Graz-Erwartungen nicht enttäuscht.
Zum einen, einwandfrei sauber, zum anderen einfach eine wunderbar "in sich ruhende Sangesfreude", ohne viel Tamtam oder aufgesetztes Verhalten. Die vier kommen schön natürlich rüber und so klingen die Stimmen auch. Angenehm warm, und wunderbar zusammen. Kann man mit den deutschen Klangbezirkern vergleichen, finde ich. Insgesamt fand ich die Frauenstimmen beeindruckender als die Männer (und das will ja mal was heißen ;-)), da der Bass manchmal etwas schwach auf der Brust war, aber vielleicht lag das auch an der Technik (über Bässe und Mikrofone und wer da eigentlich noch von alleine im Bauchnabel vibrieren kann und so, da könnte man ja auch mal glatt  ne Arbeit drüber schreiben...). Und der Tenor, nu ja, vor allem ne hässliche Frisur ;-) klang aber sonst eigentlich sehr schön und klar. Durch die Bass-Sache hat dann ab und an mal das Fundament gefehlt, jedenfalls für meinen Geschmack, aber an anderen Stellen war er dann wieder umso mehr und sehr präsent da. Vielleicht auch tageszeitabhängig, wobei das dann sehr kurze Intervalle waren. Nu ja.
Zu den Stücken, es fing an mit einem eigenen (Lalájodler) was ziemlich interessant etwas König der Löwen -artiges mit Gejodel gemischt hat. Damit kam man gut rein, und es wurde auch mal gleich der bandinterne Babybauch vorgestellt. Besonders aufgefallen ist mir dann noch der klassische Part (Locus iste), das war traumhaft schön. Sehr pur und dadurch ziemlich gänsehautverursachend. So muss das sein!
Weiter gab es noch Jazz von The Idea of North (a cappella aus Australien) und Pop von Michael Jackson, kann man nichts gegen sagen, und eine Eigenkomposition, ich nehme mal an auf Österreichisch? Die war auch sehr zu Herzen gehend, ehrlich, ohne viel Getue. Und dabei haben sie dann auch mal nebenbei gezeigt wie super man ein Piano singen kann (im Sinne von "leise"), das haben die meisten anderen Gruppen technisch nicht annährend so gut hinbekommen.
Im Großen und Ganzen, definitiv erstmal meine Favoriten!

Donnerstag, 4. August 2011

A cappella Wettbewerb in Leipzig I

So, eigentlich wollte ich ja erst mal was zum Festival in Dortmund schreiben, aber ich bin eh total der Zeit hinterher, mal wieder ... Jetzt erstmal fix Leipzig. Das war ja schon n bissel früher, aber wo ich hier grad son paar Notizen hab, und eh alles wieder weg is, denn ich schreib mir ja eigentlich immer nur die negativen Sachen auf, das positive bleibt mehr im Gesamteindruck hängen. Und der sollte mir ja nun nicht total flöten gehn...

Ich war ja vor (glaub ich) drei Jahren schon mal bei dem Wettbewerb, als muSix da mit angetreten sind. Und das is schon ne ziemlich feine Sache, kost nüscht und man bekommt verschiedenste Gruppen zu sehen und zu hören.Publikum zwar eher aus dem Altersheim, weil das zeitlich gesehen (Donnerstag und Freitag Vormittag/Mittag) doch nicht so die normale Zeit ist, aber vielleicht grad deshalb immer sehr entspannt.
Die letzten Male war ich dann immer "nur" zu einigen Konzerten in Leipzig und habe es leider irgendwie nicht mehr zu den Wettbewerben geschafft, aber wie gesagt. Nu wieder.

Also ab in die Mitfahrgelegenheit (dort noch mal fast drei Stunden über Musik und die Möglichkeiten des Gesangs referiert, war sehr nett, danke :-)) und dann pünktlich mit Sandra im Gewandhaus gelandet. Pünktlich um sich vor dem Wettbewerb noch mal mit Kaffee und Keksen auf den Sofas heimelig einzurichten und vorzubereiten.


Dann ab in den Saal und nach dem der dann auch irgendwann voll war gings mit der ersten Gruppe los.
Ocvocetto aus Polen. Ein eher klassischen Ensemble in einer eben solchen Besetzung (SSAATTBB). Was sieht man zu erst, die Frauen haben schöne rote Oberteile an und sehen darin nicht dämlich aus, der Rest is schwarz. Geht doch... nu ja, aber darum gehts ja nicht.
Zu diesem ersten äußerlichen Eindruck gesellte sich dann leider ein weiterer eher unerfreulicher. Das erste Stück wurde noch mit Noten vorgetragen, was ja bei klassischen Sachen auch prinzipiell in Ordnung ist, aber nicht dann, wenn man sich darin vergräbt und weder zu seinen Mitsängern noch zum Publikum Kontakt herstellt.. Sehr schade. Dadurch entstand dann auch kein wirklich gemeinschaftlicher Klang vor allem in den Glissandi sang jeder für sich und die Absprachen waren nicht zusammen, das darf eigentlich nicht sein.
Nachdem dann bei den folgenden Stücken die Noten weg waren hat sich das aber zum Glück verbessert, vor allem aber in den polnischsprachigen Stücken, wo sich die Gruppe merklich wohler gefühlt hat. Da konnte ich dann auch den warmen Klang vor allem im Alt und Tenor viel besser genießen. Was die Sprache angeht, hätte ich das englische Stück nicht schon selber mal im Schulchor gesungen, ich hätte die Sprache nicht erkannt. Das war schon haarsträubend.
Zum Schluss gab es dann noch ein Improvisationsstück, was sich mir leider nicht so sehr erschlossen hat. Über ein Pfeifsolo, meditationsartige Klänge und Sambarhythmen mit Körperpercussion gab es da vieles, aber irgendwie alles etwas unkonkret und nicht zu Ende gedacht, jedenfalls hat es auf mich so gewirkt.

Als nächstes gab es dann das Vokalensemble Viererlei (SSAA). Vier Damen aus dem klassischen Bereich. Damen eher, auch wenn wir uns über das Alter nich ganz klar werden konnten, denn sie wirkten vor allem in den langen Kleidern mit Blümchen am Revers sehr altbacken und etwas bieder. Aber geht ja auch um den Klang und wer weiß, vielleicht wollten sie so "seriöser" wirken, denn nach einem Blick auf die Homepage habe ich gesehn, dass doch bis auf eine alle etwa 5-10 Jahre jünger waren als ich geschätzt hätte.
Jedenfalls, positiv aufgefallen ist mir erstmal, dass sie sich gleich viel weiter nach vorne gestellt haben als das erste Ensemble vorher und von Beginn an ohne Noten gearbeitet haben, sodass sie einen viel besseren Kontakt zum Publikum herstellen konnten. Der "Funke" konnte bei mir aber trotz der verstärkten Interaktion mit den Zuschauern nicht überspringen, irgendwie haben die vier trotz allem etwas reserviert und aufgesetzt gewirkt.
Zum musikalischen, ich höre ja durchaus gerne auch klassischeren a cappella (sonst würde ich das ja auch nicht selber machen), aber was ich eher weniger gern hören sind nun mal reine Frauenensembles, egal ob Klassik oder Pop/Rock. Da gibt es wenige Ausnahmen. Und obwohl die vier wirklich super gemeinsam gesungen haben, auch diese gehören nicht zu den erwähnten Ausnahmen. Vor allem das starke Vibrato und die teilweise zu aufdrginlichen Sopräne sind da nicht so ganz mein Geschmack. Im Gegensatz dazu war ich von der tiefen Altistin echt angetan. Schön warmer Klang und definitiv dürfte die kein Problem mit den tiefen Tönen haben mit denen ich mich im Moment so rumplagen muss. Und das ohne harsch zu klingen, was bei vielen "Tenoretten" die ich sonst so kenne der Fall ist. Sonst bleibt nicht viel zu sagen, dass was sie gemacht haben haben sie sehr gut gemacht, aber ohne dabei groß auf meiner Wellenlänge zu landen...

Nach der Pause gings dann weiter mit Dedooks (SSAATTBB) aus Russland. Hier haben wir uns dann langsam aus dem klassischen Bereich entfernt und sind in der "Unterhaltungsbranche" gelandet. Ab jetzt wurde mit Mikros gesungenund mehr oder weniger viel Vocal Percussion kam hinzu.Was die Mikrofone angeht muss sich sagen, dass da entweder der Techniker sehr gepennt hat, oder die Sänger sich mit ihrer Haltetechnik nicht einig werden konnten, jedenfalls waren nicht alle immer gut zu hören, schade.
Die "deutschen" Moderationen (geht der Dank hier an den Googleübersetzer? ;-)) wurden auch durch gewisse "schauspielerische" Einlagen verstärkt und auch kurz erklärt worum es in den Stücken eigentlich geht. So gab es dann auch ein russisches Lied darüber, dass Zugfahren entspannender sei als Autofahren. (Da frag ich mich, ob das in Russland wirklich der Fall sein kann, mit der deutschen Bahn ist es das ja auch nicht...)
Das Publikum schien davon auch schwer begeistert und hat sich dann auch spontan nicht mehr an der Klatschverbot zwischen den Stücken gehalten. Mir hat das Zuhören auch Spaß gemacht, wobei aber doch viele Schwächen dabei waren. Und das lag nicht nur an der Aussprache ("Kies from a rose" "My Bauer my Bräsur my Bäin"...) sondern vor allem an den Frauenstimmen, aber auch an den Bässen.
Klangen die Damen bei den russischen Stücken noch wie zupackende russische Hausfrauen (oder so, wie ich die Mütter in Russland erlebt habe...), was durchaus positiv zu werten ist, so war bei den Popstücken ein viel zu großes Ungleichgewicht zwischen Sopran und Alt. Der Sopran war wahnsinnig aufdringlich, und vibrierte ziemlich aufgesetzt vor sich hin, was bei dieser Musikrichtung einfach nicht passt (und mir aber auch generell nicht gefällt). Zudem haben alle vier eine für meine Augen und mein Gleichgewichtsgefühl unangenehme Tanzdarbietung gebracht, andauerndes Hin- und Hergeschwanke...
Die Männer und halt vor allem die Bässe, hingegen waren eine mehr oder weniger undefinierbare Masse, die abwechselnd Elefanten und Gewitter nachgemacht hat. Sonderlich raffiniert wirkte das nicht... Zusammen kamen sie dann einfach nicht in einen gemeinschaftlichen Fluss. Schade, aber wie gesagt. Unterhaltsam wars irgendwie trotzdem.

Als nächstes waren dann The Glue (TBBBB) aus der Schweiz dran. Wikipedia informiert mich, dass sie sich ursprünglich nach dem Vorbild der Prinzen formiert haben, aber zum Glück scheinen sie darüber hinweg zu sein.
Wem sie mit ihrem Aussehen nacheifern kann ich aber nicht sagen. Wie auch auf dem Bild zu sehen, ja doch eher bieder und unscheinbar gekleidet kamen sie auf die Bühne. Und offenbarten auf ihrem Rücken dann selbstgebastelte Trinkautomaten (die sie leicht wie Ghostbuster aussehen ham lassen), bestehend aus Schlauch und auf dem Kopf stehender Wasserflasche. Okeh, handelt sich also um ein neues Trinksystem, damit man nicht immer zur Flasche rennen muss. Aber wenn man das dann doch so gar nicht benutzt, nicht in die "Show" einbaut, ja noch nicht mal erwähnt? Nu ja, die Schweizer halt...
Wie gesagt, wir waren nun ja schon aus dem klassischen E-Bereich und in der U-Musik gelandet, wenn ich das mal so sagen darf. Zu erkennen an den nun sehr "aufgedrehten" Mikros und nicht mehr sonderlich dezenten Halleffekten. Und passend dazu ging es auch mit afrikanischem Hip-Hop und Mr. Bombastik los, gefolgt von "Come what may" dies dann eher nasaler Drama-Pop.
Beim dritten Stück wurde dann das Seniorenunterhaltungsprogramm aus dem Robinsonclub ausgepackt (unterstützt von der Zweite Wahl - Choreo von maybebop)
also allgemeines Publitanzen. Und die haben wirklich alle fleißig mitgemacht, ich war erstaunt. Zum Glück haben sie sich aber auch gut an die Anweisungen von der Bühne aus gehalten ("Packt eure Hüften aus, aber nur in Gedanken!")
Zum Schluss gab es dann noch gesellschaftskritisches "Sandburgenbauen", eine Eigenkomposition, nehm ich mal an, mit viel "wortästhetischem" Rap dazu. Mir fällt jedenfalls kein besseres ein. Und vom Refrain hab ich immer noch ab und an einen Ohrwurm ("Sandburgenbauen ist beiweitem nicht der dümmste Weg sich einen Tag am Meer zu versaun" oder so. Is aber auch doof wenn der Bass so viel Text hat ;-) das muss man sich ja einfach merken...)
Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht den fünfen zuzuhören und auch zuzugucken, jedoch muss ich sagen, dass mir das in nem ganzen Konzertprogramm vielleicht zu eintönig werden kann. Denn schon in den zwanzig Minuten war jedes Stück durch eine sehr ähnliche sphärische pseudoarabische Begleitung unterlegt, die am Anfang ja noch sehr nett war, irgendwann dann aber doch nur langweilig. Und die "In-die-Faust-Spuck-Beatbox" und der "Rülps-Bass" sind dann auf Dauer auch nicht mein musikalisches Paradies, genauso wie die leider immer wieder auftretenden Intonationsprobleme in den weiteren Begleitstimmen.
Zum Spaßhaben kann man die sich aber bestimmt gerne mal angucken, und im Gegensatz zu einem Konzert der Russen sollte das ja auch einfacher zu bewerkstelligen sein, nehm ich mal an ;-)



Danach war der erste Teil des Wettbewerbs auch schon fertig, Jury zog sich zurück, Publikum zog sich zurück, Hausmädchen zog sich (upps nein, keine Ferienbande...).

Wir jedenfalls zogen uns dann mit Heike in die Moritzbastei zurück (da war vor einigen Jahren ja schon mal ein nettes privates maybebop-Konzert, war also in guterErinnerung), wo man lecker essen, sowohl im Schatten als auch in der Sonne sitzen, die ein oder andere a cappella Gruppe treffen und vor allem viel Zeit verquatschen kann ;-)

Nach einem kleinen Rundgang durch Leipzig (wo wir den ein oder anderen Ringeist finden konnten, der jetzt natürlich auf dem Bild nicht annähernd so eindrucksvoll aussieht wie in echt, menno) gings dann abends mitm Zug nach Dresden zum Schlafen, um sich auf den nächsten Leipzig-Tag vorzubereiten.

Sonntag, 26. Juni 2011

Traditionen: A cappella Festival in Dortmund

Da ich wohl nicht mehr dazu kommen werde hier irgendwann mal was zu zu schreiben...
Wer mag kann sich ja mal die Gruppen anschauen die so da waren.

>Hier sind Fotos<

Grob geht es um Sommer, Sonne und Sonnenbrand
Flamingos, Flamencos und andere Tiere in Brunnen
meine Lieblingsdresdne
Freunde, die man manchmal nur einmal im Jahr sieht
Kanninchen, die sich in Dortmunder Studentenwohnheimen pudelwohl fühlen
Picknickdecken, Fressen und Spiele
Gesang, will heißen a cappella oder auch Musik ohne Instrument
und zwei Tage voll mit musix, intrmzzo, juicebox, Peter and the Wolvettes, Sonic Suite und Viva Voce

Donnerstag, 23. Juni 2011

Ein Konzert mit Gewitter...

oder, ein Konzert mit Perpetuum Jazzile.
Und ganz vorne weg, ein Konzert mit Peder Karlsson (Gründungsmitglied und ehemals Bariton der Real Group). Aber der Reihe nach...

Vor einigen Tagen hab ich endlich mal wieder meine Konzertabstinenz brechen können. Und das gleich in Berlin. Und quasi fast noch vor meiner Tür. Fein :-)
Und dann noch mit einem in Deutschland einmaligen Konzert. Der Auftritt in der Urania war nämlich das einzige Konzert von Perpetuum Jazzile, bevor sie sich dann nach Amerika aufgemacht haben. Gefällt mir ;-)
Also hab ich brav in meinem Les-Mis-Chor Werbung gemacht, da sich das Konzert mit unser Probe gedeckt hat und dann auch genügen Leute abgeworben um zum einen mit einer netten Gruppe aufs Konzert zu gehen und zum anderen keine Probe zu verpassen, da die dann wegen zu geringer Beteiligung abgesagt wurde. So kann das ruhig öfter laufen ;-)

Als "Vorchor" gab es die J*zzv*c*ls aus Berlin. Ich hatte die schon letztes Jahr bei der Fête die la musique angeguckt. Und obwohl ich ja nicht so sehr für Pop-Jazz-Chöre zu haben bin, hab ich mich auch hier mal wieder zu einer Ausnahme hinreißen lassen. Der einzige Chor in diese Richtung den ich bis dahin gut fand waren Vocal Line, die auch nicht im entferntesten zu erreichen waren, aber es hat Spaß gemacht ihnen zu zuhören, klang schön und war auch diese Wiederholung wert.
Auch wenn nicht alles perfekt war und sie doch alle sehr unter Strom zu stehen geschienen haben (sagt man das so?) war es wieder ein nettes Konzert. Nicht das übliche schleppende schwergängige pseudogejazze mit immer den gleichen Popliedchen dazu. Kann man sich durchaus mal anhören wenn wieder ein Konzert ist. Auch wenn mir kleinere Ensembles immer viel lieber bleiben werden.

Zu hören gab es unter anderem etwas von der berühmten Jazz Band "The Beatles" ;-), den Soul Bossa Nova, den man auch schon von den Swingle Singers gehört haben kann (unter anderem in diesem Video, live in London und fast schon geflashmobt ;-) http://www.youtube.com/watch?v=GdHphy_OZGI) und wieder Stücke von Rajaton, als Chorvariante auch sehr schön, wobei da doch nie die Leichtigkeit der Originale erreicht werden kann.
Zu sagen bleibt auch, nicht jeder Chor muss komplett schwarz oder gleich mit Gospelschals behängt sein ;-) es geht auch schwarz-weiß ohne den Schulchoranblick zu erzeugen. Find ich gut.
Ein bisschen gucken kann man im Youtubekanal: http://www.youtube.com/user/jazzvocalsberlin


Nach einer kurzen Pause in der ich ein bisschen Werbung gemacht habe, endlich mal in eigener Sache ;-)
JEB... Jung und einsam in Berlin? Wir brauchen neue Männer :-D
Sollte ich mich mal ganz verzweifelt auf die Suche nach nem Mann machen, weiß ich jetzt wie. Einfach mit nem Flyer in der Hand los und Fragen ob er Sänger ist. Die meisten geben einem dann ihren Single-Status durch. Rede ich so undeutlich? ;-) Und erstaunlich viele reagieren dabei sehr erfreut. Ok, wenn man auf nem Chorkonzert ist, dann ist die Sängerdichte wohl auch größer als sonst, aber trotzdem. Ich werde demnächst mal wieder an geeigneter Stelle auf Werbetour gehen. Dabei hab ich doch grad erst zwei neue Bässe organisiert... nu ja, Tenöre sind ja immer noch Mangelware, es gibt viel zu tun...  Aber okeh, aber weiter im Text.

Nun gings ja erst richtig los, Perpetuum Jazzile.
Zuerstmal stand da so ein Synthesizer-Keyboard auf der Bühne, das hat mich ein bisschen irritiert. Bei a cappella gibts ja viele komische Zwischen-Instrumente (Flaschen, Plastik"bongs", Klobürsten, Mini-Bienenkörbe, Plastikbecher, Eier und manchmal auch ne Blockflöte) wo man sich drüber streiten kann, aber das war ja ohne Zweifel doch ein "richtiges" Instrument... nun ja, zum Glück war der nur ab und an dabei. Auch wenn er in den meisten Stücken trotzdem hätte weggelassen werden können war er ganz gut eingesetzt denke ich. Auf jeden Fall nicht zu aufdringlich, vielleicht ganz gut für die Diskostimmung...?

So, was gibts denn alles so sonst zu sagen? Auf jeden Fall, es hat mir echt Spaß gemacht. Wenn man weiter als Maßstab Vocal Line sieht, dann sind sie da zwar nicht ran gekommen, aber das liegt vielleicht auch nur an der Programmausrichtung. Wie gesagt, es hat sehr viel Spaß gemacht und das wars vielleicht auch... Ein bisschen einseitig auf Feiermusik ausgerichtet und für meinen Geschmack dann doch zu selten mit leisen ruhigeren Tönen, wo man dann auch noch andere musikalische Seiten hätte zeigen können.
Sie haben halt eher die Vielfalt der Party-Musik gezeigt, das ging von Bee-Gees-Medleys mit sehr prägnanten choreografischen Bewegungen (die zum Glück so gehalten waren, dass es wirklich schön anzusehen und nicht nervig wabernd war [wie ich das sonst so vom ein oder anderen Popchor kenne, wo mir dann immer eher seekrank bis schlecht wird...]) über slowenische Sommermusik (die mich sehr an dieses dragostea din tei - Lied erinnert hat) und südafrikanische Hymnen, bis hin zur Ode an die Freude (Joyful, joyful), Partymusik halt. Generell gab es viele Medley, so auch eins mit Broadwaymusik und Michael Jackson, der darf ja eh nie fehlen. Hier waren dann die passenden Accessoires parat und erklärten auch, warum beim klassischen Beginn noch alle Sänger die Hand hinterm Rücken hatten.
gezischel, das kann nicht nur an der Sprache gelegen haben ;-)) und vor allem Schwächen im Piano. Es macht halt doch einiges aus, ob man auch in leisen Passagen noch Kraft in der Stimme hat, und da hat es einigen Sängern drann gemangelt. Aber gut, ist ja auch kein klassischer Chor, aber dann sollten sie vielleicht die Ausflüge in die Klassik lassen. Für die ruhigeren Momente gibt es ja auch Popballaden und so. 
Eine der sehr wenigen Balladen war dann "True Colors", wo ich mich sehr an Glee erinnert gefühlt hab... und es war auch ziemlich schön, vor allem durch die Lichttechnik... denn da sind dann auch einige musikalische Schwächen aufgetaucht ich kanns an der Stelle gar nicht genau definieren, aber es klang nicht mehr dicht genug und gleichzeitig zerbrechlich, wie ich mir das bei einem solchen Stück vorstellen würde, sondern zu massig. Und vor allem die gemeinsamen Absprachen und ab und an die Intonation haben da gelitten. Aber es hat ja jeder seine Stärken, und bei denen liegen sie vielleicht einfach mehr in der Guten-Laune-Pop-Musik. Das haben sie jedenfalls wie gesagt sehr gut gemacht.
Natürlich gab es dann auch "das Gewitterlied" für alle, dies aus irgendwelchen Gründen noch nicht gesehen haben:

Schon vor den ersten Schnipsern hatte das Publikum die Sache erkannt und ist in großen Applaus ausgebrochen (der dem ein oder anderen hinter mir auch erstmal erklärt werden musste, hat halt doch noch nicht jeder gesehn)
Hier war dann schön zu erkennen, wie der Beatboxer am Rand den einzelnen Chorteilen die Einsätze zum Springen gab und anzeigte wann welches Geräusch zu machen war.
Ah ja, Beatboxer. Der stand übrigens die ganze Zeit mit einem Extra-Bass (der eher wie ein Bodybuilder aussah und mit einem extra Schummel-Mikro ausgestattet war, ja, is nun mal so...) am Rand. Die waren so ne kleine Sondereinheit (wie es sie innehalb der Stücke immer mal wieder gab, kleine Dreiergrüppchen, die zu Soloeinlagen nach vorne kamen). Natürlich gab es dann auch ein Beatboxsolo. Da ich ja sowas nun doch schon einige Male gesehen habe war ich nicht so beeindruckt wie der Rest des Publikums, aber die Idee war schon nett. Er hat uns mit Geräuschen aus seiner Kindheit, beginnend mit dem Herzpochen seiner Mutter, dann dem Rasierapperat seines Vaters und unter anderem auch der Straße vor seinem Elternhaus mit den verschiedenen Autotypen beglückt.
Ein weiteres Solo gab es dann bei "Ticket to ride" (hatten sie am Anfang wohl doch Recht mit der bekannten Jazz-Band), und zwar von Peder Karlsson. Wie ich ja ganz am Anfang sagte, das war eigentlich auch ein Konzert von ihm. Denn auch wenn er hier nun wohl sein eigentliches Solo hatte (in vorm von einer Beatboxeinlage), so war er sonst auch weit mehr als ein musikalischer Leiter, bzw. Dirigent. So viele Tanzeinlagen habe ich noch nie in einem Konzert gesehen, geschweige denn von einer Person alleine. Und allein schon dieses Rumgespringe und Gefeiere von ihm war das Geld absolut wert. Zum Ende dann noch eine Zugabe auf der "Handharmonika"... fein! Ich mag den Peder...
Der Chor hatte vorher aber auch noch seine Zugaben, irgendwie haben sie mit Applaus gerechnet... zum einen gab es "Gøta", eigentlich ja von der Real Group, aber da es eine Komposition von Peder Karlsson ist, war das gar nicht so verwunderlich. Ich muss sagen, sie haben ein schweres Erbe damit angetreten. Von der Real Group ist es einfach klasse, und deren Niveau haben sie damit auch nicht erreicht, es klang einfach viel zu massiv und hat eher mit Lautstärke als durch Brillanz bestochen. Aber ich glaube mit einem so großen Chor kann man es nicht viel besser machen, auch wenn sie alle ein bisschen nervös dabei gewirkt haben, Peder schien zufrieden und wenn man nicht weiß wie es noch so klingen könnte...
Zu guter Letzt gab es dann noch mal slowenische Musik. Laut Peder nur fälschlicherweise als österreichische bekannt geworden. Nun ja, ich weiß es nicht ;-) zum Glück bin ich trotz der Ohrwurmdrohung ohne Akkordeongedudel im Kopf nach Hause gegangen. Das war durchaus ziemlich witzig, aber ich denke jeder kann sch vorstellen was unter einem Medley der schönsten Akkordenmelodien zu verstehen ist, von mir aus kann es gerne slowenisch sein, solang es nicht als deutsche Musik verstanden wird und ich nie wieder in der S-Bahn damit genervt werde... :-D

War jedenfalls ein rundum schönes Konzert, ab und an etwas laut, aber da muss man mit dem Techniker reden und zum Spaß haben, abschalten und viel a cappella auf einmal zu haben schwer geeignet. Sollten sie also noch mal nach Deutschland kommen...
Und wer mal gucken mag, hier sind einige Fotos:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.10150165557478023.349740.21555533022

Dienstag, 21. Juni 2011

Krichy in Skandinavien

oder so ähnlich. So komme ich mir jedenfalls im Moment verstärkt vor.
Denn nicht umsonst sitze ich plötzlich einmal die Woche mit um die 60 Leuten in einem Raum und zerbreche mir die Zunge bei dem Versuch einen Laut zwischen o/u/ö/ü und was nicht noch alles zu machen. Und dann gibt es von diesem Laut natürlich auch noch hundert verschiedene Aussprachemöglichkeiten. Und überhaupt, da fehlt noch ein weiches g und ein zischendes t...

Wie kommts? Wir machen a cappella, und wie man in letzter Zeit vermehrt sieht, gehört a cappella skandinavisch.Oder warum sonst sind alle wirklich genialen Gruppen in der letzten zeit aus Schweden, Dänemark und Finnland...? (The Real Group, Vocado, Club for five, Vocal Line und neu dazu nu auch Postyr usw. usf.)
Nun ja, jedenfalls ist unser Konzertprogramm für das Sonntagskonzert des Chorverbandes in der Philharmonie zur Hälfte in diesen Sprachen.
Eigentlich ganz schön, aber leider mehr als verwirrend. Denn auch wenn Blumen auf allen drei Sprachen (uns standen Schwedisch, Norwegisch und Dänisch zur Verfügung) irgendwie "bloumen" heißen, dann wird das "ou" doch in jeder Sprache anders ausgesprochen. Auo, oau, öu... wie auch immer man das dann schreiben könnte. Und da kann man gut drann verzweifeln.

Das wichtigste in meiner Lektion über die Sprachen des Nordens, schreib dir gleich oben hin welche Sprache das Stück hat. Grob seht das ja irgendwie auch alles gleich aus...
Es gibt schöne neue Unbekannte: ø, å, æ die immer wieder auftauchen, aber man sieht ihnen ja nicht an wie sie ausgesprochen werden.
Daher neben die Sprache gewisse Besonderheiten schreiben.

Dänisch, das ist die Sprache mit der Kartoffel im Mund, da wo man sich ab und an einen Finger in den Mund stecken soll um den schönsten aller Konsonanten zu sprechen. Leider sind wir dazu nicht in der Lage. Und wenn man sowas mit 60 Mann im Konzert macht, dann sollte man schon lieber in einer Comedykategorie auftreten. Also doch lieber Zunge brechen. Auch wird hier ein T immer mit Z gesprochen, daher also ein ZettTee ist (und kein tz), das kann auch in Komplikationen enden. Ein Glück, dass man dafür sonst überhaupt fast alle Buchstaben weg lässt oder es gibt keine Regeln nach denen man sie ausspricht. Wunderbar!

Norwegisch... das ist die Sprache in der jeder spricht wie er will, wenn man Micha glaub ;-) der das aber auch nur aus dem Schwedischen ableiten kann. Wichtig zu wissen ist hier, es gibt Prozentangaben ein o, was zu 20% aus einem u besteht. Viel Spaß beim Ausrechnen... Dann enden fast alle kurzen Wörter mit nem g, aber ob man das Mitspricht hängt irgendwie von der musikalischen Interpretation ab.
Ös,Os und Us, mischen sich fröhlich und sind nicht zu unterscheiden und man fragt sich das erste Mal im Leben, ob es auch Doppel-Ös gibt. E klingt wie I, aber wenn man ein I drauß macht is es natürlich genau falsch. Vieleicht gibt es hier auch Prozentangaben?
Im Zweifel berlinern, "aal wet juut", lieber ein o mehr als eins zu wenig und man ist auf der richtigen Seite. Wenn man mit dem richtigen Norweger spricht ;-)

So, zu guter letzt Schwedisch... Ich dachte immer das hätte ich schon viel gehört, aber auch hier ist man schnell auf verlorenem Posten. Der Stockholmer an sich redet wohl anders als alle anderen. Schade.
Es tummeln sich Rs, die nicht auszusprechen, aber vielleicht doch zu singen sind. CHs, die zu Gs werden, aber dann bitte nur angedeutet und man ist plötzlich in der Verlegenheit eine Mischung aus SCH und CH zu machen. Was das Spuckpotential angeht nicht mehr weit weg vom Beatboxen. Und immer wieder steht man vor der Frage, ob sich dieses harmlose kleine U nicht doch als ein Ü getarnt hat... nach welchem System es das macht? Keine Ahnung, hängt vielleicht davon ab, ob es aus Stockholm kommt...

Ganz am Ende sitzt klein-Krichy da und hört sich hunderte Aufnahmen an, um eine einheitliche Aussprache rauszuhören. Und dann steht man da und fragt sich wie man das aufschreibt, vor allem so, dass man es nicht nur selber, sondern die anderen 60 auch verstehen.
Und nach ewigen Diskussionen und Stunden des Ohrenblutens sagt man sich "nie wieder"... wobei natürlich total klar ist, dass man sich im nächsten Projekt doch wieder irgendwas aufhalst um zu helfen und damit das Leben schwer macht. Wir blöden guten Seelen ;-)

Benefizkonzert - Generalprobe (stimmungsvoll *g*)


Ach ja, wenns dann zur Übersetzung kommt... nein, eigentlich gar nicht so schwer, oft hört es sich doch nur an wie gelispeltes Deutsch mit zu vielen OuA-Lauten und nem Finger im Mund ;-)
Und die Konzerte waren übrigens klasse... jetzt kann ich alles auswendig. Auch die Aussprache...  



 
Wers noch mal hören mag kommt übrigens am 27. August zur "Langen Nacht der Museen" einfach in die Liebermann-Villa am Wannsee. Da gibts noch mal alles was wir so an skandinavischen Dingen zu bieten haben :-)


Samstag, 7. Mai 2011

Fahrrad in Berlin

Ich bin wieder mobil :-)

Nachdem mir ja letzten Sommer mitten im Gewitter kurz vorm Brandenburger Tor mein Rad futsch gegangen ist und ich dann geleitet von Blitz und Donner nach Hause schieben durfte, saß ich jetzt ziemlich genau ein Jahr ohne Radl rum. Denn das Erlebnis wollte ich zum einen nicht noch mal haben, ich hatte zwar noch nie ein Problem mit Gewittern, aber irgendwie auf der langen Strecke dann doch mal komische Überlegungen im Kopf von wegen wie wahrscheinlich es wäre jetzt vom Blitz getroffen zu werden. Und nebenbei auch die Erkenntnis, dass man sich sehr weh tun kann, wenn man ein Rad lang genug schiebt, irgendwie ist die Pedale ja immer im Weg...

Ok, aber ganz davon abgesehen hatte ich noch nie ein Rad geflickt. Daher, keine Ahnung und auch keine Lust das zu machen (außerdem war da ja ne Weile lang wer, der behauptet hat er würde das für mich übernehmen ;-) tz). Aber irgendwie... die BVG kostet Geld, und letztes Jahr war ich durchs Fahren nach Spandau und überall hin zum einen viel fitter und kannte mich auch plötzlich in Berlin viel besser aus.
Es musste also nur noch ein weiterer wirklich guter Grund gefunden werden das ganz zu machen.
Zum einen kam da dann meine Mitbewohnerin, die behauptet hat Fahrräder flicken zu können und dann noch der Plan am 1. Mai eine Radtour zu muSix nach Potsdam zu machen. Denn da sie vom Land kommt mussten wir ihr ja hier irgendwie die mangelnde besoffene Karrenziehende Dorfbevölkerung ersetzen...

Also saß ich dann da, mit einem Schlauch so halb in der Hand (denn natürlich haben wir kein Werkzeug um das Hinterrad wirklich ab zu montieren, und haben auch den Schlauch mit nem Schraubenzieher raus gedrückt)... und repariere es dann am Ende doch selber (und fast ohne Hilfe ausm Fahrradladen nebenan ;-)) da hier von der anderen Seite scheinbar nur Vermutungen angestellt wurden und sie schon genauso oft selber geflickt hat wie ich... nie.

Nun ja, es hat geklappt und ich fahre wieder Rad.
Gleich mal um die 23km nach Potsdam, da dann mit allem drum und drann, von gerissener Kette über Unfall bis zu den Wegbeschreibungsversuchen der potsdamer Bevölkerung, die einen eher auf die Autobahn führen als zum Hauptbahnhof... aber nu ja, schönes Wetter, tolles Picknick, tolles Konzert und wiedergewonne Fahrradkondi, was will man mehr?



Tja, leider gibt es da einiges, denn ich in Berlin gibt es einige Probleme beim Fahrrad fahren, ganz vorne weg:
Touris! Und die sind leider überall und haben folgende Eigenschaften:
  • stehen im Weg rum
  • stehen verplant im Weg rum
  • stehen besoffen im Weg rum (Fußballfans...)
  • gucken Gebäude an und stehen dabei aufm Radweg (im Weg rum)
  • fahren in die falsche Richtung um die Goldelse (und fahren einem daher im Weg rum)
  • gucken beim Fahren Gebäude an und fahren einem daher langsam im Weg rum
  • ...
wie man sieht, es nimmt kein Ende.
Leider sind die Ampelschaltungen auf die Touris eingestellt, man steht also wieder mal im Weg rum, dann meistens sich selber. Und natürlich stehen einem dann an der Ampel wenns grün wird wieder Leute im Weg rum, die einfach nicht von der Stelle kommen ;-)
Und leider neigen auch ältere Leute, Menschen mit Hund, Menschen mit Kinderwagen und Menschen die nicht radfahren können, aber gerne wollen auch zu diesem Verhalten. Auch ohne das Touristendasein. Da steht man dann halt mit dem Hund am Berg in der Kurve aufm Radweg, parkt sein Auto über die ganze Straßenbreite aus und fährt dabei auf den gegenüberliegenden Radweg, parkt sein Baby auf dem Radweg oder erliegt einfach der Vorstellung, dass man einen zweispurigen Radweg für sich alleine braucht, oder aber macht ein Elefantenrennen auf diesen komischen Touri-Rikschas und lässt keinen mehr an sich vorbei. Zum Schluss gibts dazu dann noch die Leute, die irgendwie in der Verkehrserziehung nicht aufgepasst haben. Die als erwachsenen (und erschreckenderweise potentiell auch noch beführerscheinte) Menschen an der Siegessäule (und überall sonst natürlich auch gerne) bei rot los über die Ampel fahren, es sich dann unterwegs erschrocken anders überlegen und dann nach kurzem Stehenbleiben panisch rückwärts zurück kriechen... traumhaft! Und die Hälfte habe ich bestimmt wieder vergessen...

Aber schönes gibts natürlich auch,
  • ich merke wieder wie viele Kaninchen es in Berlin gibt. Nach jeder Probe fahre ich an mindestens vier Stück vorbei, die friedvoll neben der Tankstelle mümmeln
  • man sieht wieder wie schön Berlin bei Nacht is, da sich die Lichter aus dem Bus einfach nicht so gut betrachten lassen
  • man sieht auch bei Tag ganz neue Ecken von Berlin, wenn man dann mal oberirdisch vom einen zum anderen Ende muss und fast die ganze U5-Strecke fahren kann
  • man muss keine Leute mehr nachts an Bushaltestellen unterhalten, nur weil man mitten unter der Woche mal den Nachtbus verpasst hat. Wenn man sich dann nämlich nicht von der Haltestelle weg traut um nicht auch noch den nächsten potentiell zu verpassen verstricken einen die bekannten bösen Touris in ewig lange Gespräche...
  • man wird schneller braun als in der Bahn ;-) und sieht daher erholter aus, und natürlich bin ich jetzt auch schon wieder wahnsinnig muskelbepackt und enorm konditioniert
  • auf dem Fahrrad hat man luftgetrocknet nachm Schwimmen einfach die bessere Frisur als in der S-Bahn
  • und erstmal zu guter Letzt habe ich auch Freitag abends nach der Arbeit nicht mehr die nervige coole Zehlendorfjugend in der U-Bahn um mich rum (ok, dafür dann die besoffenen Penner am Zoo, aber man kann nicht alles haben)
Und nebenbei, was man lernen kann: Nachts ist es gut ein Vorder- und Hinterlicht zu haben (aber auch das hab ich jetzt wieder beides), damit man von den Autos wahrgenommen wird, tagsüber ist ein kurzer Rock dafür aber viel besser geeignet...
(und es fährt sich so auch viel besser, wenn man ihn ordentlich eingeklemmt hat)
 
Und jetzt gehts auch bald wieder auf Konzerte (nicht zu jedem mit Rad) und dann kann ich hoffentlich auch mal da wieder was berichten...

Donnerstag, 7. April 2011

Hallo muSix!

Hallo Freunde... ;-)
Ich wollte euch nur mal schnell ebent noch mal ein paar liebe Freunde von mir vorstellen. Wer sie noch nicht kennen sollte hat nämlich was verpasst!



Geschrieben habe ich zu den Jungs schon immer mal wieder was, wird bestimmt auch immer mal wieder was kommen.
Jetzt im Moment hätte ich nur Links zu alten Beiträgen parat, hab die mal schön chronologisch geordnet ;)

Dienstag, 29. März 2011

Winter und was da für Fragen aufkommen

Winter ist ja langsam vorbei, jedenfalls haben wir ja grad alle mehr oder weniger gekonnt und unbeschadet die Zeitumstellung überstanden, Sommerzeit, und dann behauptet mein Kalender auch, dass der Frühlingsanfang auch schon hinter uns liegt.
Nun ja, ab und an war es ja sogar wirklich mal wärmer, die Sonne erkennen wir auch alle wieder und meine Fleecejacke ziehe ich nun auch nicht mehr unter die Winterjacke sondern nur abends unter alles andere dünne.
Fein.

Jedoch war definitiv mal Winter und da lag hier ja auch ein ganzer Batzen Schnee rum. Dank Barry konnte ich ja nicht ausm Haus und musste mich zu Silvester mehr oder weniger verbotenerweise in den Park schleichen um Schneebälle zu schlachten, Engel flachzulegen, Schneehasen zum Leben zu erwecken oder ähnliches zu machen...

Aber später dann hatte ich sogar doch noch das Glück wenigstens zwei Tage den Schnee wirklich nutzen zu können. Auch wenn ich dank dem kleinen Barry nicht zum Schlittenfahren gekommen bin, war ich wenigstens zwei Tage dann doch sogar Skifahren. Herrlich!
Und da ich grad mal wieder nicht schlafen kann (lerne: nie "noch schnell" eben n paar Eltern abarbeiten wenn man eigentlich schon hundemüde ist, das dauert dann ewig und vor Aufregerei wird man wieder wach... wo war noch mal mein Praktikant!?) und das einzige eingeschlafene im Moment mein rechter Arm ist (lerne: nicht mit aufgestützten Armen im Bett schreiben, da verklemmt man sich was im Ellenbogen, und mit eingeschlafenem Arm/Hand tippt sichs schlecht...), hab ich die Zeit mich mit einem Phänomen zu beschäftigen.
Ja, eigentlich sollte es London sein, aber zu halbwegs zivilisierten Konzertberichten bin ich grad nicht in der Lage. (LAGE! ;-))

Daher, wir haben uns in die Nähe obskurer Türme irgendwo am Rande Deutschlands begeben. Und da treffen wir dann also auch auf das Phänomen Snowboardfahrer.
Eigentlich wenn man es so sagt ja doch eher ein Gerücht. Ich beziehe mich da auf das Wortteil "fahren"...
Der Snowboardfahrer an sich gehört ja seiner Meinung nach zu einer jungen dynamischen Masse, die wahnsinnig modern und cool ist.
Da gibt es dann einige Probleme mit diesem Bild, zum einen is das ganze ja gar nicht mehr so neu, daher kann es auch nicht mehr wirklich modern sein, die modernen Leute fahren ja heute auf umgebauten Fahrrädern die Pisten runter.
Und dann stellt sich natürlich auch die Frage, was genau dynamisch an dem Vorgang ist sich total unflexibel mit beiden Beinen auf ein und dem selben Brett zu fesseln. Denn jetzt kommen wir zu dem eigentlichen Problem. Fahren.

Wie gesagt, es gibt das Gerücht es würde "Snowboardfahrer" geben. Aber wer hat denn eigentlich schon mal so wen fahren sehen? Gefangen auf ihrem Brett schleppen sie sich unförmig und unästhetisch in die Lifte, hängen dort eher unmotiviert in den Seilen wie ein nasser Sack und fallen gern wieder raus um den ganzen Betrieb aufzuhalten.
Denn bewegungsunfähig wie sie dann sind können sie sich auch nur schwerlich aus der Liftbahn wegbewegen. Wer einmal dieses Gerobbe gesehen hat weiß von was für einem Trauerspiel ich rede...

Hat es dann doch mal einer auf den Gipfel geschafft, findet er sich dort mit weiteren wartenden Leidensgenossen zusammen. Dann sitzen sie erstmal überall um das Liftende verteilt in kleinen Selbsthilfegruppen auf dem Boden rum, wahrscheinlich um ihre traumatischen Erfahrungen im Lift zu verarbeiten.

Auf dem Weg nach unten trifft man als Skifahrer dann ab und an immer wieder auf kleinere solcher Grüppchen Snowboardfahrer, wie sie am Pistenrand sitzen. Dank ihrer "stylischen" Kleidung in grellen Warnfarben immer gut zu erkennen, sodass sie ja nicht überfahren werden können. Leider habe ich von denen keine Fotos, aber das ist ja oft so, bedrohte Arten sind kamerascheu... Wie genau sie da hinkommen und wie sie es da wieder weg schaffen weiß keiner so genau, das gehört zu den Rätseln der Moderne.

Besonders traurig wird es dann aber, wenn man auf einen so genannten Ziehweg kommt. Als Skifahrer hat man hier zwei Skistöcke und zwei bewegliche Beine um sich durch solch dröges Gebiet zu bewegen. Ab und an kommt man dann aber an einsamen Snowboardern vorbei, die mit jämmerlich hilflosen Hüpfern versuchen diese Wege hinter sich zu bringen, um sich wieder zu ihren Herden am Pistenrand zu begeben.
Glücklichere Exemplare werden von befreundeten Skifahrern gezogen und so in Sicherheit gebracht, jedoch auch dies wirkt irgendwie etwas entwürdigend... Und dann landen sie ja auch wieder am Pistenrand und wärmen den Schnee. Man weiß nicht warum und wie, es wird wie gesagt ein Rätsel bleiben.

Der Skifahrer hingegen muss den Tag über Menschen aus dem Skipassentwerterdings befreien, Leuten (und die sind natürlich keine Snowboarder) mehrere Kilometer Piste hinterherrasen, weil sie ihre Hotelschlüssel mitten aufm Berg verlieren und dann abends auch noch über mehrere Stunden Autos aus Schneeverwehungen ausgraben.




Und wenn man zwischendurch nicht von dem 140km/h Orkan vom Berg gefegt wurde, kann man sich dann abends in Gedanken wieder mit den traurigen Snowboardern beschäftigen. Sitzen sie dort noch immer? Frieren sie dann eigentlich, oder hält die Kluft warm genug in der Nacht? Wer kommt und bringt ihnen Nahrung? Und, und und...

Liebe Grüße an meine kleine Cousine und meinen kleinen Bruder ;-)

Montag, 28. März 2011

Muntere Zählerei

Hab grad nix sinnvolles zu tun, weil es zu spät ist Eltern anzurufen ;-) und das wollte ich eh immer mal machen:
"Meine Bands" zählen... welches Jahr, wie viele Konzerte, wie viele Gruppen, wie viele neue Gruppen, und so halt.
Interessant, finde ich.

  • 2005: 5 Konzerte, 2 Gruppen 
  • 2006: 14 Konzerte, 5 Gruppen (4 davon neu)
  • 2007: 22 Konzerte, 17 Gruppen (13 davon neu)
  • 2008: 43 Konzerte, 15 Gruppen (10 davon neu)
  • 2009: 89 Konzerte, 59 Gruppen (44 davon neu)
  • 2010: 55 Konzerte, 76 Gruppen (58 davon neu)
  • 2011: 5 Konzerte, 4 Gruppen... 
Ich glaub man kann sehen wann ich auf Festivals und Wettbewerben war ;-)
Ma schaun, was ich da noch mit machen kann...

Mittwoch, 9. März 2011

suche zaubernden Praktikanten

So, nachdem wir grade eine Trainersitzung hatten und ich nun zwei Tage mit einer schönen langen Warteliste verbracht habe, aus der ich mir fünf neue kleine Schwimmgruppen zusammen basteln durfte weiß ich, ich brauche einen Praktikanten. Wo is der bitte wenn man ihn brauch?

Gibt einige Voraussetzungen, die er erfüllen sollte:
  • muss ohne Akku im Telefon telefonieren können, meiner ist nämlich nach 20 Minuten leer, dann kann er Annikas nehmen, aber auch das gibt nach einer Stunde den Geist auf
  • muss Anrufbeantworter befragen können, denn von 73 Menschen auf dieser Liste geht bei mehr als 20 der Anrufbeantworter ran
  • muss vertrauenserweckend auf Kinder wirken, denn bei mindestens 10 Nummern geht ein kleines Kind ran, wo keine Eltern zu Hause sind und das Kind denkt ich wäre der große böse Mann der es entführen will, daher antwortet es nicht mal auf die Frage wann die Eltern denn wieder zu erreichen sind...
  • muss gut Freund mit der Auskunft sein, denn etwa 10 Personen haben eine falsche Telefonnummer angegeben und weder eine Post- noch eine Mailadresse angegeben
  • muss eine super Zunge haben, denn die 10 Eltern die keine Telefonnummer und keine Mailadresse angegeben haben, sich aber als sehr dringend einstufen haben lassen, müssen einen Brief bekommen, aber meine Umschläge kleben nicht zu
  • muss detektivisch begabt sein, denn von den Eltern die keine Telefonnummer aber dafür eine Mailadresse angegeben haben, haben sich scheinbar 10 versprochen, die Mails kommen wieder zurück, weil die Adresse nicht stimmt
  • muss er viel Geld haben, denn etwa 5 Eltern geben nur eine Handynummer an und befinden sich genau jetzt im Ausland
  • muss gute Kontakte zu anderen Vereinen haben, denn die etwa 10 Leute die man problemlos erreicht, haben nach etwa 2 Jahren Wartezeit übrigens gar kein Interesse mehr am Schwimmen, das Kind würde jetzt gerne reiten, wo geht das denn? 
Wenn er dann jemanden erreicht hat:

  • muss er 8 Tage die Woche zur Verfügung haben, denn es passt grundsätzlich keiner der Termine die man anbieten kann, wenn das nicht klappt, kann er auch einfach einen guten Draht zur ARGE oder der BBB haben und den Wasserplan meinen Wünschen anpassen ;-) das ist aber noch unwahrscheinlicher
  • muss er den restlichen Wasserplan im Kopf haben um zu wissen wann denn alle anderen Kurse laufen, damit die Geschwisterkinder parallel schwimmen können
  • muss er alle anderen Trainer an obskuren Umschreibungen erkennen ("ich glaube der Trainer hat ein orangenes T-Shirt"... unsere  Arbeitskleidung ist orange, also mal kurz raten wer alles sowas anhaben könnte; "es war ne Frau"... na super; "auf jeden Fall hat der Trainer braune Haare"... ) denn Eltern wissen grundsätzlich nie von welchen Leuten sie sonst so reden
  • muss er noch n kleines Privatschwimmbad haben, denn alle Kinder haben jetzt auf einmal 5 Geschwister, die auch gerne noch schwimmen würden, und wie man weiß hat Berlin ja viel Platz und der Verein viel zu viel Wasserzeiten... 
  • muss er gut raten können, denn die Eltern können sich auch nicht selber merken welcher Jahrgang ihr Kind ist
  • muss er alle Grundschulen Berlins kennen um zu wissen was das Kind bei welchem Lehrer im Schulschwimmen gelernt haben könnte

  • ach ja, Zeit brauch er auch, man muss mit nur etwa 48 Stunden rechnen (für den ersten Listendurchgang)...
  • und am besten ne zweite Leitung, denn irgendwann rufen alle ohne AB und ohne paranoides Kind die trotzdem nicht zu Hause waren dann zurück
  • ohne Druckerpapier die Briefe drucken können, das ist nämlich genau nach dem ersten Testdruck leer
  • fehlendes Humorzentrum, dann stört es ihn nicht, dass grade die Eltern mit den sehr interessant aussehenden Namen, wo man doch zu gern wüsste wiiiie die ausgesprochen werden sich nur mit "Ja" melden.... 
  • Steno, die Eltern reden so schnell, als ob man selber der AB wäre... 
  • ausblenden können, im Hintergrund reden noch der jeweilige andere Elternteil und etwa drei Kinder mit einem
  • wahnsinniges Feinfühlvermögen, irgendwie weiß man nie warum die Leute nun einen anderen Nachnamen haben als auf der Liste, selten weil sie geheiratet haben...
  • therapeutische Ausbildung, denn es werden sich etwa 50 Leute bei ihm ausheulen wie lange sie gewartet haben
  • astrologische Ausbildung, denn alle Eltern wollen wissen wie lange die Halle nun offen bleibt
  • einen guten Durchzug denn auch alle Eltern werden ihm ihre Lebensgeschichte erzählen
  • viel Zeit... doppelt!

  •  wenn er jetzt noch männlich, Mitte 20 bis Anfang 30, schwimmen kann und Sänger oder "wenigstens" irgendwie sonst Musiker is... her damit! :-)
  • Nur in offenes Ohr brauch er nicht, die Eltern die ihm zwischendurch verbal freudestrahlend um den Hals fallen, die kann er an mich weitergeben...   
Eigentlich mag ich meine Arbeit ja doch :-)


 Ach ja:

  • Geld gibts natürlich keins, ich bekomm ja auch nix...
  • starke Nerven haben sollte er auch, denn wenn er das da oben alles geschafft hat schmeißt die BBB den alten Plan um und dann darf er alle Eltern noch mal anrufen und auf ein neues vertrösten... 
Aber ich hasse gewisse Organisationen...