Dienstag, 29. März 2011

Winter und was da für Fragen aufkommen

Winter ist ja langsam vorbei, jedenfalls haben wir ja grad alle mehr oder weniger gekonnt und unbeschadet die Zeitumstellung überstanden, Sommerzeit, und dann behauptet mein Kalender auch, dass der Frühlingsanfang auch schon hinter uns liegt.
Nun ja, ab und an war es ja sogar wirklich mal wärmer, die Sonne erkennen wir auch alle wieder und meine Fleecejacke ziehe ich nun auch nicht mehr unter die Winterjacke sondern nur abends unter alles andere dünne.
Fein.

Jedoch war definitiv mal Winter und da lag hier ja auch ein ganzer Batzen Schnee rum. Dank Barry konnte ich ja nicht ausm Haus und musste mich zu Silvester mehr oder weniger verbotenerweise in den Park schleichen um Schneebälle zu schlachten, Engel flachzulegen, Schneehasen zum Leben zu erwecken oder ähnliches zu machen...

Aber später dann hatte ich sogar doch noch das Glück wenigstens zwei Tage den Schnee wirklich nutzen zu können. Auch wenn ich dank dem kleinen Barry nicht zum Schlittenfahren gekommen bin, war ich wenigstens zwei Tage dann doch sogar Skifahren. Herrlich!
Und da ich grad mal wieder nicht schlafen kann (lerne: nie "noch schnell" eben n paar Eltern abarbeiten wenn man eigentlich schon hundemüde ist, das dauert dann ewig und vor Aufregerei wird man wieder wach... wo war noch mal mein Praktikant!?) und das einzige eingeschlafene im Moment mein rechter Arm ist (lerne: nicht mit aufgestützten Armen im Bett schreiben, da verklemmt man sich was im Ellenbogen, und mit eingeschlafenem Arm/Hand tippt sichs schlecht...), hab ich die Zeit mich mit einem Phänomen zu beschäftigen.
Ja, eigentlich sollte es London sein, aber zu halbwegs zivilisierten Konzertberichten bin ich grad nicht in der Lage. (LAGE! ;-))

Daher, wir haben uns in die Nähe obskurer Türme irgendwo am Rande Deutschlands begeben. Und da treffen wir dann also auch auf das Phänomen Snowboardfahrer.
Eigentlich wenn man es so sagt ja doch eher ein Gerücht. Ich beziehe mich da auf das Wortteil "fahren"...
Der Snowboardfahrer an sich gehört ja seiner Meinung nach zu einer jungen dynamischen Masse, die wahnsinnig modern und cool ist.
Da gibt es dann einige Probleme mit diesem Bild, zum einen is das ganze ja gar nicht mehr so neu, daher kann es auch nicht mehr wirklich modern sein, die modernen Leute fahren ja heute auf umgebauten Fahrrädern die Pisten runter.
Und dann stellt sich natürlich auch die Frage, was genau dynamisch an dem Vorgang ist sich total unflexibel mit beiden Beinen auf ein und dem selben Brett zu fesseln. Denn jetzt kommen wir zu dem eigentlichen Problem. Fahren.

Wie gesagt, es gibt das Gerücht es würde "Snowboardfahrer" geben. Aber wer hat denn eigentlich schon mal so wen fahren sehen? Gefangen auf ihrem Brett schleppen sie sich unförmig und unästhetisch in die Lifte, hängen dort eher unmotiviert in den Seilen wie ein nasser Sack und fallen gern wieder raus um den ganzen Betrieb aufzuhalten.
Denn bewegungsunfähig wie sie dann sind können sie sich auch nur schwerlich aus der Liftbahn wegbewegen. Wer einmal dieses Gerobbe gesehen hat weiß von was für einem Trauerspiel ich rede...

Hat es dann doch mal einer auf den Gipfel geschafft, findet er sich dort mit weiteren wartenden Leidensgenossen zusammen. Dann sitzen sie erstmal überall um das Liftende verteilt in kleinen Selbsthilfegruppen auf dem Boden rum, wahrscheinlich um ihre traumatischen Erfahrungen im Lift zu verarbeiten.

Auf dem Weg nach unten trifft man als Skifahrer dann ab und an immer wieder auf kleinere solcher Grüppchen Snowboardfahrer, wie sie am Pistenrand sitzen. Dank ihrer "stylischen" Kleidung in grellen Warnfarben immer gut zu erkennen, sodass sie ja nicht überfahren werden können. Leider habe ich von denen keine Fotos, aber das ist ja oft so, bedrohte Arten sind kamerascheu... Wie genau sie da hinkommen und wie sie es da wieder weg schaffen weiß keiner so genau, das gehört zu den Rätseln der Moderne.

Besonders traurig wird es dann aber, wenn man auf einen so genannten Ziehweg kommt. Als Skifahrer hat man hier zwei Skistöcke und zwei bewegliche Beine um sich durch solch dröges Gebiet zu bewegen. Ab und an kommt man dann aber an einsamen Snowboardern vorbei, die mit jämmerlich hilflosen Hüpfern versuchen diese Wege hinter sich zu bringen, um sich wieder zu ihren Herden am Pistenrand zu begeben.
Glücklichere Exemplare werden von befreundeten Skifahrern gezogen und so in Sicherheit gebracht, jedoch auch dies wirkt irgendwie etwas entwürdigend... Und dann landen sie ja auch wieder am Pistenrand und wärmen den Schnee. Man weiß nicht warum und wie, es wird wie gesagt ein Rätsel bleiben.

Der Skifahrer hingegen muss den Tag über Menschen aus dem Skipassentwerterdings befreien, Leuten (und die sind natürlich keine Snowboarder) mehrere Kilometer Piste hinterherrasen, weil sie ihre Hotelschlüssel mitten aufm Berg verlieren und dann abends auch noch über mehrere Stunden Autos aus Schneeverwehungen ausgraben.




Und wenn man zwischendurch nicht von dem 140km/h Orkan vom Berg gefegt wurde, kann man sich dann abends in Gedanken wieder mit den traurigen Snowboardern beschäftigen. Sitzen sie dort noch immer? Frieren sie dann eigentlich, oder hält die Kluft warm genug in der Nacht? Wer kommt und bringt ihnen Nahrung? Und, und und...

Liebe Grüße an meine kleine Cousine und meinen kleinen Bruder ;-)

Montag, 28. März 2011

Muntere Zählerei

Hab grad nix sinnvolles zu tun, weil es zu spät ist Eltern anzurufen ;-) und das wollte ich eh immer mal machen:
"Meine Bands" zählen... welches Jahr, wie viele Konzerte, wie viele Gruppen, wie viele neue Gruppen, und so halt.
Interessant, finde ich.

  • 2005: 5 Konzerte, 2 Gruppen 
  • 2006: 14 Konzerte, 5 Gruppen (4 davon neu)
  • 2007: 22 Konzerte, 17 Gruppen (13 davon neu)
  • 2008: 43 Konzerte, 15 Gruppen (10 davon neu)
  • 2009: 89 Konzerte, 59 Gruppen (44 davon neu)
  • 2010: 55 Konzerte, 76 Gruppen (58 davon neu)
  • 2011: 5 Konzerte, 4 Gruppen... 
Ich glaub man kann sehen wann ich auf Festivals und Wettbewerben war ;-)
Ma schaun, was ich da noch mit machen kann...

Mittwoch, 9. März 2011

suche zaubernden Praktikanten

So, nachdem wir grade eine Trainersitzung hatten und ich nun zwei Tage mit einer schönen langen Warteliste verbracht habe, aus der ich mir fünf neue kleine Schwimmgruppen zusammen basteln durfte weiß ich, ich brauche einen Praktikanten. Wo is der bitte wenn man ihn brauch?

Gibt einige Voraussetzungen, die er erfüllen sollte:
  • muss ohne Akku im Telefon telefonieren können, meiner ist nämlich nach 20 Minuten leer, dann kann er Annikas nehmen, aber auch das gibt nach einer Stunde den Geist auf
  • muss Anrufbeantworter befragen können, denn von 73 Menschen auf dieser Liste geht bei mehr als 20 der Anrufbeantworter ran
  • muss vertrauenserweckend auf Kinder wirken, denn bei mindestens 10 Nummern geht ein kleines Kind ran, wo keine Eltern zu Hause sind und das Kind denkt ich wäre der große böse Mann der es entführen will, daher antwortet es nicht mal auf die Frage wann die Eltern denn wieder zu erreichen sind...
  • muss gut Freund mit der Auskunft sein, denn etwa 10 Personen haben eine falsche Telefonnummer angegeben und weder eine Post- noch eine Mailadresse angegeben
  • muss eine super Zunge haben, denn die 10 Eltern die keine Telefonnummer und keine Mailadresse angegeben haben, sich aber als sehr dringend einstufen haben lassen, müssen einen Brief bekommen, aber meine Umschläge kleben nicht zu
  • muss detektivisch begabt sein, denn von den Eltern die keine Telefonnummer aber dafür eine Mailadresse angegeben haben, haben sich scheinbar 10 versprochen, die Mails kommen wieder zurück, weil die Adresse nicht stimmt
  • muss er viel Geld haben, denn etwa 5 Eltern geben nur eine Handynummer an und befinden sich genau jetzt im Ausland
  • muss gute Kontakte zu anderen Vereinen haben, denn die etwa 10 Leute die man problemlos erreicht, haben nach etwa 2 Jahren Wartezeit übrigens gar kein Interesse mehr am Schwimmen, das Kind würde jetzt gerne reiten, wo geht das denn? 
Wenn er dann jemanden erreicht hat:

  • muss er 8 Tage die Woche zur Verfügung haben, denn es passt grundsätzlich keiner der Termine die man anbieten kann, wenn das nicht klappt, kann er auch einfach einen guten Draht zur ARGE oder der BBB haben und den Wasserplan meinen Wünschen anpassen ;-) das ist aber noch unwahrscheinlicher
  • muss er den restlichen Wasserplan im Kopf haben um zu wissen wann denn alle anderen Kurse laufen, damit die Geschwisterkinder parallel schwimmen können
  • muss er alle anderen Trainer an obskuren Umschreibungen erkennen ("ich glaube der Trainer hat ein orangenes T-Shirt"... unsere  Arbeitskleidung ist orange, also mal kurz raten wer alles sowas anhaben könnte; "es war ne Frau"... na super; "auf jeden Fall hat der Trainer braune Haare"... ) denn Eltern wissen grundsätzlich nie von welchen Leuten sie sonst so reden
  • muss er noch n kleines Privatschwimmbad haben, denn alle Kinder haben jetzt auf einmal 5 Geschwister, die auch gerne noch schwimmen würden, und wie man weiß hat Berlin ja viel Platz und der Verein viel zu viel Wasserzeiten... 
  • muss er gut raten können, denn die Eltern können sich auch nicht selber merken welcher Jahrgang ihr Kind ist
  • muss er alle Grundschulen Berlins kennen um zu wissen was das Kind bei welchem Lehrer im Schulschwimmen gelernt haben könnte

  • ach ja, Zeit brauch er auch, man muss mit nur etwa 48 Stunden rechnen (für den ersten Listendurchgang)...
  • und am besten ne zweite Leitung, denn irgendwann rufen alle ohne AB und ohne paranoides Kind die trotzdem nicht zu Hause waren dann zurück
  • ohne Druckerpapier die Briefe drucken können, das ist nämlich genau nach dem ersten Testdruck leer
  • fehlendes Humorzentrum, dann stört es ihn nicht, dass grade die Eltern mit den sehr interessant aussehenden Namen, wo man doch zu gern wüsste wiiiie die ausgesprochen werden sich nur mit "Ja" melden.... 
  • Steno, die Eltern reden so schnell, als ob man selber der AB wäre... 
  • ausblenden können, im Hintergrund reden noch der jeweilige andere Elternteil und etwa drei Kinder mit einem
  • wahnsinniges Feinfühlvermögen, irgendwie weiß man nie warum die Leute nun einen anderen Nachnamen haben als auf der Liste, selten weil sie geheiratet haben...
  • therapeutische Ausbildung, denn es werden sich etwa 50 Leute bei ihm ausheulen wie lange sie gewartet haben
  • astrologische Ausbildung, denn alle Eltern wollen wissen wie lange die Halle nun offen bleibt
  • einen guten Durchzug denn auch alle Eltern werden ihm ihre Lebensgeschichte erzählen
  • viel Zeit... doppelt!

  •  wenn er jetzt noch männlich, Mitte 20 bis Anfang 30, schwimmen kann und Sänger oder "wenigstens" irgendwie sonst Musiker is... her damit! :-)
  • Nur in offenes Ohr brauch er nicht, die Eltern die ihm zwischendurch verbal freudestrahlend um den Hals fallen, die kann er an mich weitergeben...   
Eigentlich mag ich meine Arbeit ja doch :-)


 Ach ja:

  • Geld gibts natürlich keins, ich bekomm ja auch nix...
  • starke Nerven haben sollte er auch, denn wenn er das da oben alles geschafft hat schmeißt die BBB den alten Plan um und dann darf er alle Eltern noch mal anrufen und auf ein neues vertrösten... 
Aber ich hasse gewisse Organisationen... 

Samstag, 5. März 2011

Dritter Tag London, laufen und Witloof Bay

 Wie ich genau aus dem Bett gekommen bin erspare ich uns mal ;-)
Dafür erwähne ich mal, dass wir immer schwarzen Tee ans Bett gebracht bekommen haben. Auch wenn ich in meinem Zustand da immer noch nix trinken konnte, wirklich sehr nett. Muss ich das ab jetzt auch immer für jeden Besuch und Surfer machen?

So, jetzt komme ich endlich mal zum Weiterschreiben (danke Magen-Darm) und schon weiß ich eigentlich nix mehr ;-)
Ein Glück, dass ich da hunderte Fotos zur Erinnerung habe.
Da das Konzert erst abends war, haben wir uns wieder auf längere Wege in die Stadt begeben (erwähnte ich mal die beknackte U-Bahnlage in London?) um dann Silke wieder die wichtigen Dinge der Stadt zu zeigen.
Erstmal gings zum uns empfohlenen Borough-Market. Da gibts wirklich n Haufen zu Essen. Für jeden was bei, nur leider nicht für Leute mit zu leeren Mägen und zu kleinen Geldbeuteln... So haben wir uns dann aufs Anguckn von Wahnsinnskäsekuchen beschränkt und sind dann weiter gelatscht, mal gucken wo wir sind. Und plötzlich, Towerbridge. Silke war da!
Wetter, bezeichnend grau... ;-) weiter gings zum nächsten kleinen Supermarkt, wo wir unsere hungrigen Mägen besser füllen konnten Es geht doch nix über trocken Brot mir Quark. Auch wenn die Engländer was den Quark-Käse-Kram angeht doch mehr als schlecht ausgerüstet sind...
Samt dem Essen haben wir dann fröhlich das Monument für uns erobert, aber kaum Platz genommen zeigt sich dann, das London halt nicht nur grau sondern auch nass, und zwar sehr nass im Angebot hat. Nachdem wir uns schnell entschlossen hatten, dass unter Regenschirmen essen in dem Fall keine Alternative war (wohingegen man einige Konzerte so wirklich gut durchleben kann *g*) haben wir uns erst in einen höchst stinkigen Hauseingang und dann doch noch durch die Regenmassen in die U-Bahn geflüchtet. Schön gemütlich, wie die letzten Penner, fast wie zu Hause also, ähem...
Nachdem sich der Regen dann endlich wieder verzogen hatte haben wir uns wieder raus getraut, über einen reißenden Fluss, dafür jetzt aber zu einem Monument in strahlendem blau. Da war dann auch das gammelige Mooszeugs fast nicht mehr zu sehen...
Dann, weiter zu den nächsten Dingen. Sandra zeigt wieder viel was es nicht mehr gibt. Spannend! Einiges davon war immerhin bei unserem letzten Besuch vor fünf Jahren noch da, ich müsste mich also an "früher" erinnern können... hm.
Na immerhin, die Tower Bridge stand noch, und alles drum rum auch. Also konnten wir uns das jetzt nun von na aus angucken. Sehr schön. Und wieder blöd gucken, wie man mit unterschiedlichen Einstellungen den Himmel blauer oder die Gegend gespenstiger machen kann. Die einfachen Freuden des Knipsers der keine Ahnung hat, aber ein neues Menü entdeckt hat ;-)  
 

 Und wenn London dann auch noch so nett leuchtet und wirklich keine Wolken groß stören, dann sieht das für meinen Geschmack auch echt schön aus :-)
 

 Nachdem wir uns dann durch die weitläufigere Towergegend durchgeknipst hatten, einen Yachthafen in Teamarbeit erschnüffelt haben ("Hier riechts nach Meer" "Ja, nach Yachthafen...") kamen wir dann auch irgendwann bei Sankt Paul an. Wo Sandra und ich uns erst mal in die Heia begeben haben und Silke allein auf Fototour war. 

 Weiter gings dann über die Milleniumsbridge (wackel wackel, knips knips) an Shakespeare vorbei und wieder zu unserer lieben Assel :-)




Und dort auch nicht mehr lange warten, dann gings los mit Witloof Bay. Konzert, darum waren wir ja hier. Fast vergessen...
Witloof Bay hatten wir ja das erste Mal schon in Mainz beim Vocal Jazz Summit gesehen, wo ich ja erschlagen vor lauter Eindrücken überhaupt nicht zum Schreiben gekommen bin.
Da war ich schon ziemlich begeistert von denen, obwohl ich n bissel Anwärmzeit brauchte. Aber das hat einen ganz natürlichen Grund, die kommen aus Belgien. Heißt, viel französisch... und manch einer weiß, dass ich da eine kleine Aversion habe was diese Sprache angeht, ja noch schlimmer als Füße!
Aber jedenfalls, wenn man erstmal über dieses kleine Hinderniss hinweg war (und das ging dann doch erstaunlich schnell) dann waren sie richtig klasse. Schon der Anfang war sehr einnehmend, wie der Beatboxer RoxorLoops (war schon Vizeweltmeister) als die kleine Pixar-Lampe die anderen Sänger "aufgebaut" hat und man gleich mal alle seine "special noises" kennen lernen konnte.
Und auch sonst, primär sind sie sehr abwechlsungsreich. Eher traditionelle wo auch immer herstammende französischsprachige Tanzlieder (man entschuldige bitte diese sehr genaue Angabe, ich hab keine Ahnung, aber auch leider wenig Text verstanden), moderne Pop- und Rocksachen und auch eigener Krams, mit dem sie nun zum Beispiel auch Belgien beim Grand Prix vertreten werden (das grade dieses Lied mir nun am wenigsten gefällt is halt mein Problem). Und dass sie einen ausgewiesenen Beatboxer bei haben schadet dem ganzen natürlich gar nicht :-) vor allem is der in diesem Zusammenhang sehr angenehm zu hören und nicht so nervig wie das was wir ja nun von den Wettbewerben dann immer so kennen...
Dazu eine sehr sympathische und natürliche Gruppe, alles ehemalige Studenten und Professoren [also untereinander *g*], auf der Bühne, wo es Spaß macht ihnen zuzugucken, ganz ohne dieses affektierte Gehabe was es sonst ab und an gibt, vor allem leider doch immer öfter wenn Frauen dabei sind... 
Und was ich für einen Aufwand auf mich genommen habe um an diese Cd zu kommen, das spricht für sich. Denn eigentlich kann man die sich nur als Belgier in nem belgischen Internetshop bestellen, oder halt über die Homepage. Und wie war das mit meinem Französisch...?
Wer mal was gucken will:



Nach dem Konzert sind wir dann auch mehr oder weniger flux wieder nach Hause, rüsten für den nächsten Tag, der ja etwas voller mit Musik werden sollte...

Montag, 7. Februar 2011

London Tag zwei - Konzertfrei

So, jetzt musste ich doch glatt erstmal nachgucken was wir an diesem zweiten Tag gemacht haben. Eigentlich wollte ich mir ja abends immer schlau Notizen machen. hat am ersten Tag auch noch geklappt (wobei, das waren auch nur zwei Wörter, nu ja) aber danach is mein Kalender leer. Was sagt mir das? Wir sind wohl immer recht müde in unsere Betten und Sofaritzen gefallen ;-)

Nun ja, um die aufgeworfenen Fragen zu beantworten, ja ich bin wieder aus meiner Bett gekommen. Wenn man sich ganz dünne macht und dann nach vorne robbt, dann klappt das. So Krebse kommen doch auch aus ihren Schalen raus wenn sie die wechseln müssen!
Kommen wir wieder nach London? Ja, das geht schon.
Danny fährt uns in seinem "Van" zum nächstgelegenen U-Bahnhof. Wunderbar bequem, vor allem auf der Rückbank, die ein Kofferraum ist. Also wirklich bequem, wenn er noch n paar Kissen reingelegt hätte wär ich da geblieben. Nur die Aussicht war leider was begrenzt.

Am Bahnhof angekommen haben wir uns noch schnell mit einem gesunden Frühstück ausm Supermarkt versorgt, man kann sich ja sonst nix leisten. Bananen. Von Schokomuffins wird hier mal bitte nicht geredet! Dann ab in die Bahn gesetzt, unser ja gar nicht so sehr smelly food verschlungen und gewartet bis wir irgendwo im Zentrum ankommen. Immer bedacht nicht zu viel Geld für diese blöde Tube auszugeben. Als erstes haben wir uns dann zum Leicester-Lester-Square begeben. Unter anderem um dieses Glockenspiel zu finden. Und was soll ich sagen? Es ist nicht mehr da. Vertrieben von einem Haus in dem scheinbar Diskokugeln hergestellt werden... Und im Verlauf der nächsten Tage wird Sandra noch einige Dinge zeigen die nicht mehr da sind ;-)
Stattdessen haben wir uns dann Chinatown angeguckt und ich habe wieder gelernt, dass diese Enten... also wirklich... wuäää! Gleichzeitig haben wir trotz der ganzen Glockenspielsucherei wohl gar nicht so verloren ausgesehen, jedenfalls wurden wir jetzt dauernd nach dem Weg gefragt. Don't we look lost? Wir können Ihnen leider nur Dinge zeigen die nicht mehr da sind... ("Hier standen früher mal Wachsfiguren in den Fenstern...")
Dann wurde mir noch meine Unwissenheit was Kinofilme und Schauspieler angeht aufgezeigt, in dem wir uns Fingerabdrücke berühmter, mir unbekannter Filmstars angeguckt haben. Nun ja, immerhin haben Silke und Sandra die Helden ihrer Kindheit noch mal ordentlich beschwärmen dürfen. Dazu bin ich ja da.
Dann noch schnell das Fotoshooting mit der Telefonzelle vom Vortag nachgeholt, diesmal kein Polizist weit und breit. Puh!
Das gehört halt einfach zu den obligatorischen Bildern ;-) Auch ich musste schon mal (vor 5 Jahren, man war ich da noch jung ;-)) vor allen roten Dingen in London rumstehen. Und dabei war das ja noch nicht mal mein erstes Mal. Tja, da muss man durch...
Danach gings weiter, nach (Zitat Freddy) "Cooooveeent Gaaaardeeen". Dort klärt sich dann nämlich auch die Frage nach David und Goliath. Ok, eigentlich sind das n kleiner und n großer und ne Steinschleuder, aber gaaanz eigentlich sind es Klamotten. Tolle!
Vor fünf Jahren hab ich mir da im Schweiße meines Angesichts nur eine Hose gekauft, die, wie ich letztens festgestellt habe, sogar reduziert war und ich damit also ein schwer sparsamer und willensstarker Mensch, die vor allem jetzt immer noch bei mir is. Der ein oder andere wird meinen Pinguin mit den großen Augen kennen... "I only have ice for you!" :-)

Da mussten wir auf jeden Fall wieder hin. Nachdem wir stundenlang gewühlt und geguckt haben, Sprüche verstanden oder auch nicht verstanden haben, noch mal weg sind um unschuldig in andere Läden zu gucken und Bananen zu essen (seit wann habe ich eigentlich solche Antennen auf dem Kopf?), unter anderem beim Disneyladen vor höchst schwere Mädchenfragen gestellt zu werden, heute das rosane oder das grüne Feenkleid?, sind wir wieder zurückgekehrt umd weiter zu gucken. 
 



Und auf einmal hat Supersilke meinen Lieblingspulli, der eigentlich zwei Makel hatte (35 Pfund und Punkte vorne drauf die das Bild etwas schwer zu erkennen gemacht haben),bei den reduzierten Sachen gefunden, da letzte Kollektion. Vorteile: Keine Punkte und 20 Pfund. Tjoa, und dann doch wirklich nur noch einmal da und zwar in S.... 
Drei, zwei eins... meins :-)
 
Und ich stolz wie Bolle. You rock! You rule!

Nach dem wir uns dann irgendwann lang genug auf der Suche nach billigem Essen und Toiletten umgesehen hatten, sind wir bei Pizza Hut gelandet. Es lebe hoch! Saubere Klos, was scheinbar nicht selbstverständlich is (was bei Starbucks auf der Toilette zu sehen war erzähl ich mal lieber nicht, mir wird immer noch schlecht...) viiiiiel zu viiiiile zu trinken, riesige Pizza und was das Herz sonst noch begehrt. Sogar extrem gut gelaunte Kellner, "Joke" ;-) auch wenn der ein oder andere Witz etwas lahm war, ja wir hätten gern die rechte Seite mit Salami, die linke bitte Vegetarisch, und er scheinbar gucken wollte wem von uns als erstes die Blase platzt, es war fein. Endlich sitzen,. trocken und warm, und unterm Tisch den Schuh ausziehen, denn mein Fuß ist irgendwie am Tag zuvor zu Bruch gegangen und mein Absatz hatte mir schon da mitgeteilt, dass es schlecht is immer so quer aufzutreten...  Das hat uns am Ende dann zu einem etwas längeren spontanem Fotoshooting geführt, wos doch schon mal endlich typisch geregnet hat und unsere tollen Regenschirmfarben und überhaupt...
Wer hätte auch ahnen können, dass wir später noch stundenlang in Parks rumgeistern und hunderte von Fotos machen, auf der Jagd nach Schwänen, Licht und der perfekten Belichtungszeit und am Ende sind es dann doch Pelikane...
Irgendwann muss das ja dann auch zu Matsche im Kopf führen! Und wenn dann noch arme Jungs ohne Regenschutz in der Gegend rumsitzen... 
Nu ja, aber so ist Silke dann am Ende auch noch zu einigen Sehenswürdigkeiten gekommen. Riesenrad, Haus von der Queen und noch n paar Sachen wo wir keine Namen wissen, was will man mehr. Und nebenbei noch die Erkenntnis, dass sie London wohl nur im Dunkeln sehen wird, dass aber ja gar nicht so viel macht, wenn wir bis dahin Belichtungshelden geworden sind, falls wir uns beim Headbangen vor Westminster Abbey nicht doch noch was getan haben... 
 
Hätten wir geahnt, dass wir danach noch ne kleinere Odyssee vor uns hatten, hätten Silke und ich vielleicht mal Sandras unfotografischen Bemerkungen Folge geleistet und ein früheres Ende gefunden. Denn ich glaub wir haben einen Rückwegrekord aufgestellt. Obwohl da ja sogar noch die Bahn fuhr!

Grob lässt es sich so zusammenfassen:
Am Anfang stand die Idee doch ein bisschen Bus zu fahren, da sieht man dann auch unterwegs mehr (dass das dann auch noch mal extra mehr kosten würde haben wir dann am Ende auch noch zu spüren bekommen).
Also ab in einen Bus, der durchaus in unsere Richtung wollte. Wir also eh schon n bissel alle, fertig und mitgenommen da rein. Regen und Wind haben zu dem Gelatsche ihr Übriges getan...  
Und dann, es fing dann mit dem netten Busfahrer an, dem wir nicht schnell genug draußen waren "LAST STOP!" ja jaaa. Explodiert der Bus wenn er an der Endhaltestelle mal halten muss, weil Invalidenkrichy nicht so schnell die Treppe runter kommt? Also hetz hetz und raus. White City... da müsste doch unsere Bahn, die Rote, fahren. Also rein in den Bahnhof (Ticket abscannen lassen und so) und dann die Erkenntnis, hier fährt grün und blau, aber nicht rot. Prima. Das Gleis von der roten Bahn ist nämlich auf der anderen Straßenseite, zwar der gleiche Bahnhof, aber man kann nur umsteigen wenn man hier erst aus- und danach da drüben wieder eincheckt. Da wir aber nun schon auf der falschen Seite drinne sind müssten wir ja zahlen um wieder raus zu gehen... ausversehend ein Test von Sandra, ja sie muss zahlen. Sie draußen, wir drinne, also ab zu dem Servicemann, der sie verwirrt wieder rein lässt (fragt mich nicht nach ihrer Erklärung, "ich wollte nicht raus, aber dann bin ich doch, jetzt will ich wieder zurück.."), denn wir haben überlegt lieber irgendwie grün und blau zu fahren statt alle noch mal fürs Rausgehen zu bezahlen... 
Zwischendurch waren wir dann in "Wood Lane", quasi aufm Holzweg und dann irgendwann sind wir in Hammersmith gelandet, cold, scared and lost... Hab ich eigentlich in der Zwischenzeit mal erwähnt gehabt, dass der Wetterbericht n Lügner ist, und es in London keine 13 Grad hat sondern eklig nass-kalt is? Und überhaupt, was wollte das Schild uns sagen, dass am Wochenende die U-Bahnen mal kurz n bissel außer Kraft gesetzt werden...?
Aber trotz allem waren wir nicht verzweifelt genug um nicht doch noch Freunde unserer tschechischen Vodafone-Kakerlake zu entdecken und kurz wieder in Knipserei auszuarten...
Nu ja, irgendwie haben wir es dann auch doch wieder in unser humble home geschafft. Juhu :-)
Dort war mittlerweile das erste Mal umgebaut, kaum zu erkennen, ein ganz neuer Flur... nun ja, wir lieben ja Überraschungen. Und da es da dann auch schon recht spät war, ich glaub man kann für unseren Rückweg gerne drei Stunden verzeichnen, haben wir uns dann fix in unsere Schlafgelegenheiten begeben. Der nächste Tag sollte ja noch n paar Sehenswürdigkeiten für Silke und dann am Ende noch ein spätes Konzert bereithalten, da sollte man irgendwie doch ab und an vorher die Augen zu haben. ;-)


Wird Silke sie Stadt je im Hellen erleben? Ist am nächsten Tag die U-Bahn wirklich so sehr gesperrt? Schaffen wirs bei der Verkehrssituation überhaupt zu unserem Königshaus? Werde ich je wieder laufen können? Und, werden wir eigentlich erfrieren, während alle Londoner Mädels weiter nur in Leggins ohne Rock oder Hose rumrennen? 
 Fragen über Fragen... ;-)
Hier (<- guck) sind übrigens noch n paar Fotos für alle Nicht-Facebooker: