Mittwoch, 24. November 2010

Spontaner Bambergausflug

Da ich jetzt erst etwa n Monat später zum richtigen Schreiben komme, merke ich grad extrem wie gut Stichpunkte sind! An ziemlich extrem viel hätt ich mich so ja sonst gar nicht erinnern können!

Im Oktober hat das telekomfarbene a cappella Bündnis mal wieder Nächte veranstaltet (magenta, wobei ich wirklich mal gerne wüsste wer sich das hässliche Männchen ausgedacht hat...)

Der eine positive Punkt, muSix sind dabei, der andere positive, Intrmzzo auch. Die wollte ich nämlich immer schon mal gucken.
Der eine negative Punkt, das alles is stark im Süden, und der zweite, an den Terminen wo ich kann ist die dritte Gruppe Six Pack, die mich noch nich so wirklich begeistern konnten (gucke)...

Nun ja, aber es gab doch noch einiges was dafür sprach da dringend mal dabei sein zu müssen:

  1. Die Bahn würdigt mal wieder den Tag der Deutschen Einheit und ich kann dank schneller nächtlicher Mehrfachbucherei für 20 Euro nach Bamberg und dann für 20 auch wieder zurück fahren. Zu zivilen Zeiten, durch, und überhaupt...
  2. Ich hätt zwar sogar ne Couch gefunden, aber es geht auch noch bequemer und trotzdem umsonst. Danke! :-)
  3. Aus Spaß an "Gewinnspielen" teilzunehmen ergibt schnell ne Eintrittskarte für umsonst.
So, also war das ganz zum Beispiel schon mal viel günstiger als die SPO-Sache ;-)

Also düse ich dann eines schönen 10. Oktobers nach Bamberg. Super vorbereitet wie ich bin, habe ich die Adresse des ganzen von der muSix Seite kopiert und mir eine gute Wegbeschreibung zugelegt. Und dann das ganze trotz der wieder mal komischer Straßenschilder (wer klebt die denn bitte immer wieder an die Hauswände!?) gefunden, das Theater erreicht... und nix is.
Falsches Theater. Hier ist Oscar Wilde!?
So, da meine Zeit aber knapp wird, renn ich leicht panisch um das ganze Dings rum und suche Menschen, die mir kompetent erscheinen. Und Tatsache, da hinten ist ein ganzer Haufen Leute, die fröhlich Autos mit Bannern und musikalischem Gerät beladen. Kompetenter gehts doch nicht...
Leider ist der einzige nicht tragende und daher abgelenkte Mensch ein Herr in Anzug und mit Handy, also höchst wichtig. Aber egal, die Zeit drängt.
Schnell angequatscht.
Ist das hier das Theater sowieso?
"Ja"
Müsste hier nicht a cappella sein?
"Nein"
Ahaaa...
Hilfe, wo denn dann?
Tja, also das ist wohl in einem ganze anderen Theater-Hallen-Dings (wie ich denn zu diesem Ort komme, hm hm, keine Ahnung!), aber da muss er auch gleich hin. Ob er mich mitnehmen soll...

Kind, steig nie bei fremden Männern ins Auto!

Ja, klar, kann los gehn! Wir ham ja keine Zeit...
Also ab die Post durch Bamberg. Wir klären kurz, dass ich mich nich dauern überall verlaufe, nur Berliner in Bayern halt keine Orientierung haben ;-) und dass er irgendwie mit den Bremer Symphonikern zusammenhängt. Wie weiß ich nimmer, aber er war wichtig.
So wichtig, dass ich ihn am Ende hindern musste mich nicht im Backstagebereich abzusetzen, sondern dann doch da bitte drann vorbei zur Abendkasse zu lotsen. Und sein Angebot mit der Freikarte dann auch ablehnen konnte, musste, was auch immer... Wobei, hätte man eine von den beiden dann nich noch verkaufen können? Dann hätte sich der Trip ja noch mehr gelohnt ;-)
Nun ja, nach einigem fröhlichen an der Abendkasserumstehens, was ich zum Glück nicht komplett alleine absolvieren musste, danke! ;-) Denn da der Ticketdrucker dann auf einmal kaputt war (kenne ich das nicht noch irgendwie ausm BKA?) mussten die Plätze von Hand vergeben und wunderhübsche Eintrittskarten selber gemalt werden... ähem ja. Sofort stürzte dann auch noch dMmddV (richtig so?) herbei um dem ganzen Einhalt zu gebieten, ich glaube aber er hats nicht geschafft...

Jedenfalls so landete ich dann doch sicher und noch rechtzeitig in der halle. Mitte, Mitte, Mitte. Und um mich rum eher so niemand. Vor mir waren fünf Plätze frei, und rechts von mir auch ne ganze schöne Lücke. Aber puh, jemand kommt von links. Trotzdem, ich fühl mich sehr präsentiertellerig....
Und dann gehts auch noch los mit Six Pack. Also, wenns mir nicht gefällt, nicht zu böse gucken! Damit hab ich ja leider so manchmal meine Probleme... Nun ja, man soll ja nicht gleich den Teufel an die Wand malen, also harre ich der Dinge die da kommen und frage mich ein bisschen, was die eigentlich mit dem ganzen Spielzeug da auf der Bühne noch so vor haben...
Erstmal werden die Töne mit Flaschen aus einem bereitstehenden Bierkasten angegeben, da kommen doch leichte Assoziationen an das Glas Blas Sing Quintett hoch ;-)
Und los gehts. Mit einem Abschiedslied. Gute Idee, denn schon da reichts mir eigentlich. Ne ziemliche maue Bühnenpräsenz, schon irgendwie die richtigen Töne, aber trotzdem nicht so wirklich überzeugend und auf Anhieb hab ich da keine Stimmen bei die ich irgendwie faszinierend oder wenigstens toll fände. Zudem winken die Herren ihren Freunden und Eltern (oder wem auch immer?) im Publikum zu. Hm... muss das sein? Also von mir aus können sie nun wieder gehen. Leider war das wohl nicht der Plan und weiter gehts.
Es gibt Gejodel (was ich von Nichtbayern ja schon weitaus besser gehört habe), ziemlich langsames Geschuhplattel (oder wie auch immer) und ein ziemlich anstrengendes "highway to hell". Irgendwie sind da ab und an vielleicht mal n paar ganz nette Ideen bei, aber nix was mich vom Hocker reißen würde, es ist eher langweilig. Auch wenn der Großteil vom Publikum total abgeht und scheinbar die vollendete Erfüllung findet (eine Dame vor mir versucht mindestens fünf mal ne Laola-Welle zu starten, scheitert aber kläglich. Hat auch ne ganze Weile gedauert bis ich ihre komischen akrobatischen Übungen als eben dies deuten konnte...). Abgesehen halt von mir und den zwei Typen die dann irgendwann weiter weg neben mir sitzen. Der eine hockt gelangweilt neben seiner Frau und guckt mich mitleidig an, der andere is wohl blöderweise von ner Zeitung und sollte Fotos machen, schläft aber fast ein... Bei "Hijo de la luna" im Opernverschnitt wacht er dann aber doch wieder auf. Da kann man nicht so gut bei schlafen ;-) Die Idee ist ja ganz nett, und der Typ singt auch irgendwie ganz gut da in diesen weiblichen Höhen, aber für meine Ohren klingt das nicht. Witzig, anfangs, aber wenn der Witz sich dann nach n paar Takten gegessen hat, dann bleibt nix anderes mehr, aber das Lied geht dann noch etwa fünf Minuten weiter. Und das is dann das Problem vom ganzen. Für Musik reicht es nicht. Die meisten "witzigen" Sachen von Stefan raaR, z.B., kann man sich ja auch nicht wirklich anhören. Und meistens is es dann leider auch noch nicht mal in der Idee witzig. Wir kommen nämlich zum Beispiel zu "Ohne dich schlaf ich heute Nacht nicht ein... " oder wie auch immer es heißt. Münchner Freiheit (?) Da war doch mal wer, der meinte jede a cappella Gruppe würde sich anhören wie die. Hmmmmm! Jedenfalls is das dann für mich das totale Ende, ich sterbe langsam auf meinem Präsentiertellerplatz vor mich hin, und die Bayern um mich rum rasten fast aus. Gruselig! Das sind schon fast gospel-religiöse-Momente um mich rum.
Toppen kann das nur noch die Ansage von der Bühne, dass manche im Publikum scheinbar nicht genug Spaß haben, auf die hin sich dann der eine Typ los in die Stühle macht. Ich überleg schon fieberhaft was ich tue, ohne Spaß zu heucheln aber auch ohne die Band total zu blamieren... aber netterweise begibt der sich dann zu wem, der wohl nicht ganz so extrem lustlos aussah wie ich (puuuh! Glück für alle), denn der läst sich noch zum Mitsingen animieren, aber übersehen gehabt haben kann man mich eigentlich nicht... Nu ja, dann is es endlich vorbei. Puhh!
In der Pause hatte ich dann auch noch ein kurzes Gespräch mit dem Herrn zu meiner Linken, der so unbegeistert neben seiner Freundin gesessen hat. Ich hab ihm Versprochen, dass es nach der Pause besser wird, denn er war ernsthaft um seinen und meinen Abend besorgt...
Nun ja, es kann einem halt nicht alles gefallen. Aber nachdem ich mir grad auch mal deren Homepage angeguckt habe.. das macht es nicht wirklich besser! Abgesehen davon dass ich sie total überladen und unorganisiert finde, von welchen
gepflegt-distinguierten Frack- und Zylindertruppen
mit denen sie nicht vergleichbar wären reden die da? Bei den doch ziemlich vielen Gruppen die ich so in meinem Leben gesehen hab (muss ich mal wieder nachzählen gehen) waren herzlich wenige im Frack dabei, und Zylinder hab ich glaub ich noch nie auf der Bühne gesehen (außer früher im Zirkus).
Aber
Absonderlicher Männergesang
ja, da haben sie dann schon Recht ;-) Und ich sehe grad, dass die zu Silvester auf der Aida sind. Mein Glück, dass ich da wieder zu Hause bin. Oh mein Gott. Man stelle sich das mal vor!!

Nun ja, nach ner kleinen Pause waren dann muSix dranne. Die Ansagen des Herrn Peter Martin Jacob waren ja vorher schwer unberauschend, aber hier hat er sich erstmal ganz gut geschlagen. Hat über Berlin, Graz und Sendenhorst geredet und man konnte es als geglückt betrachten. Dann musste er aber doch noch schnell das irgendwie den Männergesangsverein aus Ostberlin unterbringen. Hmm... das hätt nich müssen sein!
Wie dem auch sei, manchem Menschen kann man nicht ändern ;-), los gings dann mit "Pure Shores" und ich war schon schwer angetan von der begeisterten fast atemlosen Stille um mich rum. Die Leute fanden es klasse! Und nach dem was ich da so vorher an Krams erlebt hab, hätte ich gut und gerne an totale Geschmacksverirrungen im Bamberg geglaubt!
Bei "Let me entertain you" ist um mich rum sogar ein richtiger Patrick Fanclub entstanden, die konnten ja schon gar nicht mehr an sich halten, so begeistert waren die von seiner Beatboxerei. Find ich ziemlich gut :-)
Dann wurde sich auf der Bühne wieder fröhlich gedisst, wobei sich André diesmal dann gleich bei Anspielungen auf sein Alter von der Bühne verabschiedet hat. Hm, wie war das mit der Supervision und der Gruppentherapie? ;-) Hat bei der Ferienbande doch auch geholfen...
Dann gab es nämlich extra für dMmddV das 80er Medley. Manchmal frage ich mich da dann schon, wie Till sich seine "Opfer" aussucht... wenigstens n kleines bisschen günstig zu erreichen sollte doch drinn sein, oder? ;-) Und die Sitze da waren halt nun mal nicht soo weit auseinander. Nun ja, es endete also in einem fröhlichen hin und her gequetsche, was dann auch nicht jeder pünktlich zu seinem Einsatz bei der Dame des Herzens und schon gar nicht aufm Weg zurück zur Bühne bewältigen konnte. Nach einigen türkischen und südafrikanischen Vuvuzela-Ausflügen gab es dann "Batallion d'amour" was erstaunlich viele Leute um mich rum kannten, und alle schön andächtig lauschten. Was dann auch endlich mal wieder ne schöne Stille nach dem Lied mit sich zog, und nicht dieses grässliche sofortige Zerklatschen auf Teufel komm raus.
Trotzdem hab ich mich da dann ein wiederholtes Mal gefragt, ob der ein oder andere Herr auf der Bühne vielleicht doch nicht so ganz ausgeschlafen ist. War zwar nicht schlimm oder sonderlich auffällig, aber für den etwas geübteren Betrachter ;-) sind da doch einige kleine Unachtsamkeiten in Bewegungs- oder Tonabläufen aufgefallen, die das ganze zwar weiterhin ein tolles Konzert haben sein lassen, aber nicht unbedingt das beste was die Jungs je geboten haben.
Aber die armen Bamberger hatten sich ja schon an ganz anderem erfreut und waren so völlig zu recht wunderbar begeistert, um mich rum wurden bei Patricks Beatboxsolo die Münder in Scharen aufgerissen und wieder gab es aus verschiedensten Ecken zu hören, dass das ja wohl gar nicht er alles alleine machen könne. Gut, dass der Kenner gleich in der Nähe ist und den Leuten dann in der Pause mit Rat, Tat und Werbung zur Seite stehen kann. Ich muss sagen, das mache ich echt sehr gerne :-D
Meine Angabe mit keinem in der Band zusammen zu sein wurde mir aber irgendwie nicht so recht geglaubt, vor allem als ich dann doch mit einem hereinkrabbelnden Till auf einen anderen Platz gewechselt bin. Nun ja. Gut fanden sie ihn ja trotzdem.

Weiter ging es dann mit Intrmzzo. Die wollte ich ja schon immer mal sehen, hab ich glaub ich zu Anfang schon erwähnt ;-) absurdes aus Holland, und eine Klobürste würde zum Einsatz kommen, mehr wusste ich nicht.
Zu Anfang gab es leider einige Tonprobleme, da war immer wieder eine Stimme weg, ein Mikro zu laut und irgendwie alles etwas übersteuert. Ich hatte mich schon gesorgt, dass das nun den Rest der Show so bleiben würde (denn das es da einige Probleme gibt, da wurde ich schon vorher drauf vorbereitet) aber zum Glück hatte dann der Mensch am Ton doch noch ein Einsehen und alles hat sich wieder eingependelt. Jedenfalls für meine Ohren.
"Hallo wir sind Intrmzzo aus Holland" Ja, diesen Satz gab es dann noch ne ganze Runde öfters zu hören, dass der Holländer an sich gerne mit seinem Akzent spielt weiß man ja. Aber irgendwie ist es halt auch jedes Mal wieder süß und sie wickeln einen damit sofort um den Finger. Ganz schön fiese Sache das. Wir wurden über die verwendeten Instrumente informiert, neben der (rosanen!) Klobürste wurde mir dann ein Minibienenkorb, ein goldenes Ei und ein verschluckter Plattenspieler vorgestellt. ja, sowas hat nicht jeder.
Aber auch ein Mitsinglied das dann doch immer schnell ne Wendung vor dem Mitsingteil macht, sodass das Publikum auf ewig umsonst hofft, das kann nicht jeder. Was auch nicht jeder kann, ist ernsthaft im Kreis stehen und sich dann gegenseitig mit bunten Plastikröhren sowas von auf die Schädel dreschen, die zum Glück behelmt sind. So merkt keiner welcher hohl klingt und alle kommen, hoffentlich, relativ unbeschadet aus der ganzen Sache raus. Wobei das natürlich aber auch die eine oder andere absurde Idee erklären könnte. Aber weil man sich das so schwer vorstellen kann, hier noch ein Foto von der Homepage (und hier die Adresse des Fotografen, ich hoff ich hab die holländische Anweisung richtig verstanden: www.lindavdbroek.com) Und was man dann nicht sehen kann, das ganze hört sich auch noch ziemlich gut an! A cappella ist es dann aber nicht mehr. Und auch kein vocal pop ;-) egal was manche sanfteren Gemüter dazu meinen....
Dann gab es noch die Musik zum Paten (was ein Glück, dass ich nun auch endlich diese Wissenslücke gefüllt und die Filme gesehen habe, wobei ich die Musik natürlich bitte auch so schon kannte). Dazu haben sie ästhetisch sehr wertvoll mit den Fingern an den Lippen rumvibriert. An denen ihrer Nachbarn. Lecker! Hoffentlich wird da vorm Konzert eine ordentliche Händewaschorgie abgehalten. Dass sie sich untereinander sehr gern haben durfte man dann durch kleine Annäherungsversuche innerhalb der band merken (Three times a lady, von Lionel Richie, sehr schön, so von Mann zu Mann...) Dafür gibt es dann aber im Gegenzug leichte Verständigungsschwierigkeiten mit dem Publikum. So kam Clemens (der sich dann gegen Ende bei der hundertsten Ansage "hallo wir sind Intrmzzo aus..." doch noch als Deutscher outete und plötzlich seinen Akzent verlor) zum Beispiel gar nicht so richtig zu seiner Beatboxerei, weil das Publikum einfach zu Klatschen anfing und ihn irgendwie nicht "zu Wort" hat kommen lassen. Auch wenn er sich nach dem Konzert da doch mehr als verwirrt zu geäußert hat, da lies er sich nicht groß was anmerken und hat es dann gekonnt und ziemlich charmant gelöst, sodass er dann doch noch zeigen konnte was er drauf hat. Und das ist was. Vor allem der Plattenspieler in seinem Bauch ;-) Ein ähnliches Problem gab es dann, als einer im Publikum partout nicht aufhören konnte zu lachen und so im Gegenzug auf der Bühne einen leichten Lachkrampf ausgelöst hatte, was dann doch zu gewissen Verzögerungen und allgemeiner Erheiterung geführt hat. Das hab ich aber auch noch nicht gesehen, wenn dann bringen sich die Herren (und Damen) auf der Bühne doch meistens (und manchmal scheinbar auch sehr gerne) eher gegenseitig in solche bedränglichen Situationen...

Nun ja, was lässt sich da schlussendlich zu sagen? Stimmlich war für meinen Geschmack nicht alles perfekt, aber es war absolut sympathisch. Die vier hatten eine ziemlich starke Präsenz, man hing ihnen quasi an den Gesichtern, was auch ziemlich wichtig ist, denn da geht ne ganze Menge ab (durch meinen neuen, doch eher seitlichen Platz musste ich mich da dann an einigen Stellen auf Tills Dolmetscherei verlassen, denn das konnte ich dann so schräg leider nicht mehr alles sehen, aber so hats auch was ;-)). Manchmal war das ganze dann doch aber sehr unter der Gürtellinie. Ich bin mir da mit mir selber irgendwie nicht einig, ob das zu viel war. Vielleicht war es alles noch im Rahmen, so lange man es zum ersten Mal sieht. Ich weiß nicht, wie witzig (und ja auch schon beim ersten Mal irgendwie sehr vorhersehbar) ich die Sache mit den weiblichen Eskimos so finden würde... (und ich verrate es jetzt mal nich *g*)
Ziemlich süß und ein weiterer Punkt in die absolut liebenswerte Ecke war dann die Aktion, dass das ganze Publikum ein Ständchen singen musste/durfte und dabei von der Bühne aus gefilmt wurde, denn der eine Sohnemann hatte Geburtstag und Papa war ja doch eher weiter weg von zu Hause. Das ist doch mal ein nettes Geschenk. Wenns nicht jedes Jahr vorkommt...
Also, kann man sich definitiv angucken. Man muss halt aber auch mehr als "nur" Musik haben wollen, nämlich ziemlich viel absurdes Beiwerk und den ein oder anderen harten Witz. Und ich hab ja auch nur grob ein drittel des ganzen Theaters gesehen... Einmal würd ich mir das dann auch schon noch komplett "antun" sie können gerne mal nach Berlin kommen!

So, nun noch etwas aus PMJs Moderatorenzauberkiste. Denn wenn man ein Gewinnspiel macht, dann bekommt man E-Mails mit Geschichten von Leuten. Die aber bestimmt nicht damit rechnen, dass man die dann im Saal erzählt...
Da erzählt er von der Frau, die letztes Mal mit ihrem Freund da war. Damaliger Freund. Jetzt ist sie wieder da, und würde gerne Männer sind Schweine hören. Na, wo ist sie denn? Ob ihr Exfreund auch da wäre... das weiß sie dann nicht. Und der meldet sich natürlich auch nicht.
Dann fragt er nach der Frau, die doch unbedingt Laolawellen für Six Pack machen wollte. Tja, sie hat schräg vor mir gesessen, ich habs gemerkt.

Nun ja, irgendwann hat dann auch dies ein Ende und damit auch das ganze Konzert. Schön wars. Durchwachsen aber schön.
Und da man sowohl von Peter, als auch von Martin und Jacob nicht genug bekommen kann, gehts dann noch zu einer kleinen Nachfeier auf deren Zimmer. Und tatsächlich hat jeder von denen ein eigenes Bett. Erfolgreicher Manager müsste man sein ;-) Aber es gibt auch andere Qualitäten. Ich kann nämlich seit neustem mit meiner Faust pfeifen (ihr wisst schon was ich meine) und damit schindet man in einem ruhigen Moment auf einmal ziemlich Eindruck und hat dann nen Haufen Männer um sich sitzen, die das lernen wollen. Mensch... hätt ich das früher mal gewusst!
Als dann noch dank Witzebeauftragtem Christian die verschiedenen Betttypen durchgenommen wurden und auf einmal die Frage im Raum stand, ob man sich in einem Hochbett überhaupt hochschlafen kann, oder ob flachlegen da einfacher ist, haben wir uns dann doch langsam verkrümelt und mit dauerduschenden Hotelgästen befasst. Immerhin hieß es für die anderen dann doch schon um 9 Uhr Abflug.

Da mein Zug aber erst kurz nach 12 ging hab ich dann das Essen genutzt und mit dem Manager und der Praktikantin ;-) bei nem zweiten Frühstück n bissel Zeit geschindet und gefachsimpelt. Dann hab ich mich zum Bahnhof bringen lassen und dort dann gemerkt, dass ich doch zu wenig Bücher mit hatte, denn plötzlich war es leer, bzw. voll, also zu Ende, der Zug dank Deutscher Bahn Manier aber noch lange nicht da.
Aber auch diese Zeit kann man sinnvoll nutzen, denn scheinbar sieht man mir meine Bahnerfahrung an. So hab ich dann einen ernstzunehmenden Geschäftsmann unter meine Fittiche genommen und ihm erklärt wie sein Ticket funktioniert, wie so ein Zug fährt und was der Schaffner alles so macht. Ok, nicht alles davon, aber so einiges. Und noch vieles mehr. Zum Beispiel über wichtige a cappella Gruppen (und das sogar auf Nachfrage). Und was Beatboxen so eigentlich ist (dabei meinte er sich die WM sogar angeguckt zu haben). Sein Sohn würde das nun nämlich lernen.
Denn Herrn hab ich dann sicher an seinen Platz gebracht, gezeigt wo der Strom ist und wie das Netz im Zug funktioniert (auf die muSix Seite hat ers dann von alleine geschafft *g*)
Hinsetzen, diese Stichpunkte hier schreiben und schlaaaaafen. hach schön wars :-)
In Berlin dann nur noch meinen neuen Freund in ein Taxi packen und ab nach Hause. Videoabend hat ja noch gewartet ;-)

Dienstag, 16. November 2010

MuSix, SPO und Co im Admiralspalast

Also eigentlich ist heute der 20. Oktober ;-)
Seit ner gewissen Weile sitze ich endlich mal wieder im Zug in der Nähe einer Steckdose. Und da sich der Bahnhof in Leipzig scheinbar näher mit diesem Zug anfreunden will hab ich auch gleich ne ganze Ecke mehr Zeit. Also, kann ich ja mal wieder was schreiben.

Nach dem Konzert von maybebop und muSix im Aegi gings ja wie gesagt am nächsten Tag gleich wieder zurück nach Berlin, kurz n Stündchen schlafen, ab ins Schwimmbad, Kinder ärgern und dann mit Annika am Admiralspalast treffen.
Weil nicht alle Kinder da waren um ihre Urkunden und Zeugs vom Wettkampf mit zu nehmen, hatte ich dann das große Vergnügen zwei Pokale durch die Gegend zu schleppen. Und was lerne ich? Das ist das ideale Flirtmaterial. Auf einmal quatschen einen ziemlich viele (gut aussehende!) Männer an, die wissen wollen wo man denn da gewonnen hat.
Und auch nach Erklärungen lassen die nicht ab und wollen wissen wann sie einen mal in der Halle treffen können. Hm... gibt schlimmeres ;-) denn scheinbar ist das übliche Pfeif-Baustellen-Klientel von solche Requisiten eher abgeschreckt und man bekommt nur noch nette Sportler ab. Merken!

Nun ja irgendwann war ich dann am Admiralspalast, Annika gefunden und rein mit uns.
Dank der scheinbar nicht wirklich kompetenten Telefonberatung des Admiralspalastes saßen wir dann wunderbar schön dekorativ in der ersten Reihe Mitte. Von wegen die Bühne wäre nicht erhöht, und von den anderen Plätzen würde man schlecht sehen, weil der Saal nicht ansteigt. Nun ja, wer muss schon das Orchester komplett sehen können ;-) und ich hab doch gern die Moderatorin direkt vor der Nase... aber egal. Immerhin waren die Plätze trotzdem billiger als andere und es war ja auch so schon teuer genug.
Was war „es“ denn eigentlich? In den vergangenen Jahren gabs immer mal wieder das „EventmuSix und Symphonic Pop Orchestra, was ja irgendwie verheißungsvoll klingt. Aber das war immer schön irgendwo aufm Acker in Trebbin, wo ich vielleicht noch irgendwie mit Bahn und Bus hingekommen wär, aber im Traum nicht mehr zurück... Und nu also endlich mal bei mir vor der Haustür. Muss ich mir also mal anschaun, das ganze. Vor allem, nachdem ich durch kleine Videos von Till und André wie sie Bohemian Rhapsody mit Orchester singen heiß gemacht wurde ;-)
Und auch einige kleine Horrorgeschichten aus der Kramskiste der Veranstaltung später wollte ich doch zumindest mal wissen was das nu is, wenn ich mal die Chance dazu hab.
Also, war ich nu da. Und wie wars? Durchwachsen...
Einige kleine Schlaglichter möchte ich also mal durchleuchten. So als verarbeitenden Therapie ;-)
Es geht gleich los mit der „Moderatorin“. Eine nicht mehr ganz so junge Dame im etwas übertriebenen Glitzeranzug entert die Bühne. Richtig überzeugen konnte sie so schon nicht. Man muss nicht hundertmal betonen wie sehr man sich freut, dass es im Saal doch nicht so leer ist wie man dachte und wie dankbar man den Gästen fürs Kommen ist. Das wirkt ein bisschen sehr kriecherisch... Und vlt auch irgendwie wie bei nem Krippenspiel in der Kirche. War jedenfalls bei uns fürher so. „Danke, dass Sie sich schon wieder das gleiche schräge Gesinge Ihrer Kinder angucken kommen... Nun ja, aber zur Steigerung stand sie dann im Laufe des Abend noch einige Male auf der Bühne, und zwar nicht nur zum Karten ablesen, sondern auch zum Singen. Hm. Manchmal hat sie weniger und manchmal noch weniger überzeugen können. Jedenfalls was mich angeht.
Da gab es zum Beispiel was aus dem Musical König der Löwen (der Titel fällt mir grad natürlich nicht ein) Und ich mag dieses Stück sehr gerne. Sie hats auch nicht unbedingt schief gesungen, aber wirkte dabei immer, als ob sie jemanden nachahmen wollte, und sah dabei aus wie eine Karikatur eines Musicalsängers, was bestimmt nicht ihre Absicht war. Aber zu schmalziges Augen zu kneifen, Hände ausstrecken und sich ans Herz fassen kann ich irgendwie nicht haben. Da reicht die Musik an sich eigentlich völlig aus. Annika zu meiner rechten schien das ähnlich zu sehen ;-) es ist manchmal doch wunderschön, wenn man einfach nur vielsagende Blicke wechseln kann.
Das ging aber wunderbar weiter, denn auch wenn "Wuthering Heights" im Original so gesungen wird, bei der Dame war mir das dann zu viel. Passte einfach zu gut auf den Karikaturkommentar den wir für uns gefunden hatten. Da musste ich mich dann wirklich schwer zusammenreißen um nicht direkt vor ihren Füßen einen Lachkrampf zu kriegen. Das entspricht einfach so gar nicht meinem Geschmack an Musik und Gesang. Und da ich von dem Stück auch eine wunderschöne Version von Vocal Line kenne, die durchaus auch irgendwie kieksig gesungen ist, ohne aber so übertrieben, albern und wie eine billige Kopie zu wirken, wars ab da mit meiner Beziehung zu der Dame aus.
Das Kleid was sie dann in der zweiten Hälfte an hatte war irgendwie eine logische Konsequenz aus dem ersten Outfitt. Sowas hat man sich bestimmt mal als kleines Mädchen gewünscht. Lachsfarben, von oben bis unten voll mit Glitzer, leicht zu tief ausgeschnitten, mit angenähten Flügelärmchen und einfach von allem immer ein bisschen zu viel und zu viel des Guten auf einmal. Atemberaubend! Schade nur, dass wir keinen Fotoapparat dabei hatten...
Dazu gabs dann zum Beispiel noch ein Solo mit Stefan von muSix. Sie schmachtet ihn von der Mitte der Bühne aus theatralisch an, und er wirkt irgendwie, als ob er sich lieber hintermVorhang verstecken möchte, sehr weit am Rand (bzw. schon dahinter irgendwie) und immer wenn sie dann doch mal mit offenen Augen in seine Richtung geguckt hat, dann guckt er verklärt zu ihr, um dann doch schnell wieder den Vorhang anzusingen. Das war schon sehr amüsant zu beobachten. Und ich glaub man muss mir nicht sagen wessen Idee das ganze war ;-) Sonst bleibt zu der Dame nur noch zu sagen, dass die Zugabe dann quasi auch nur von ihr gesungen wurde, sehr bezeichnend. Und da sie, wie man sich denken kann, zu den beiden Leuten hinter der ganzen Sache gehört, wirkte die ganze Show dann doch so, als ob sie Leute zusammengetrommelt hat, um sich einen Jugendtraum zu erfüllen, endlich mal im Glitzerkleid von allen bewundert auf der Bühne zu stehen.
Da wir leider wie gesagt verpasst haben selber Fotos zu machen, kann man zum Beispiel mal hier gucken und das Kleid in seiner vollen Pracht erleben ;-)
Klingt alles ziemlich gemein, aber ich glaub wir waren halt einfach auf keiner gemeinsamen künstlerischen Wellenlänge... aber ne Menge Spaß bereitet hat sie mir schon. Ich hätte dabei nur lieber nicht noch halb mit im Bühnenscheinwerfer gesessen. Aber gemerkt wird sie davon nix haben, da hätt ich was ganz anderes machen müssen um durch ihre leichte Verrückung zu dringen ;-)
Hier kann man übrigens n bissel was von ihr hören (und dem ganzen allgemein) ich sag mal nix zu der Aussprache, aber so in etwa hat sie auch gesungen ;-)


So, nachdem ich jetzt auch wieder in einem Zug mit funktionierendem Strom sitze kann ich mich dem widmen was es da sonst noch so gab. War ja nicht nur diese Dame anwesend ;-)
Da war ja auch noch das Orchester. Sind natürlich nicht die Philharmoniker. Aber das müssen sie ja auch nicht sein. Ich finde die haben ihren Job schon ganz gut gemacht, hat auf alle Fälle Spaß gemacht zu zuhören. Auch wenn nicht alles komplett mein Fall war, die Musikauswahl war schon vielseitig und ziemlich unterhaltsam. Filmmusik, Musicals, Serienzeugs (glauben wir jedenfalls?), Rock, Pop und auch der ein oder andere klassische Akzent. Und alles auf jeden Fall mit irgendwie ansteckender Freude vorgetragen.
Aber am besten wars doch immer mit gesanglicher „Übermalung“. Und so kommen wir zum muSix Teil. Nen gewissen haben sie ja auch alleine und mit Sachen aus ihrem aktuellen Programm bestritten. Das hat natürlich auch ziemlich viel Spaß gemacht. Aber besonders interessant waren dann für meinen Geschmack die Sachen mit halt dem Orchester. Ging los mit „Dreadlock Holiday". In a cappella kannte ich das ja schon von Voicemale (was mir sehr gefallen hat) aber so hatte das auch ganz schön was. Und irgendwie finde ich passt das einfach sehr gut zu Patricks Stimme. Fing also super fein entspannt an, was will man mehr.
Was gabs noch? Bohemian Rhapsody. Hatte ich ja nun partiell schon auf der Homepage gesehen und war ziemlich gespannt drauf. Und allein dafür hat es sich gelohnt, finde ich. Ist ja nun mal ein tolles Stück. Und auch wenn ichs in letzter Zeit wieder oft von maybebop hören durfte (und das ist für mich die unantastbare a cappella Version von dem ganzen, genial!), so wars noch mal ne ganze Ecke... mehr. Einfach total klasse. Und auch wenn Till und André ja total unterschiedliche Stimmen haben, ich finde da haben sie sich wunderbar ergänzt und jeder einen Teil gehabt, der super zu ihm passt. Ich war quasi hin und weg. Auch wenn am Anfang für meine Ohren irgendwie was noch nich ganz richtig ausgesteuert war, das hat sich schnell gegeben und dann hats einfach nur noch gerockt. Will ich wieder haben!
Hier kann man übrigens mal reinhören (und gucken, auch wenns schon was her is):
http://www.symphonic-pop.de/
(Unter Media, und da sind dann auch für genügen andere Sachen Beispiele bei ;-) Aber unsere Herzdame hat da leider ein anderes Kleid an)
Dass ich für die Stimme von André generell sehr zu haben bin weiß ja der ein oder andere. Und so bin ich den Abend dann auch ganz gut auf meine Kosten gekommen. Denn dann gabs (gekonnt angekündigt...) noch schön viel Orchester mit André solo. Wobei ich aber sagen muss, dass er von so halb unten betrachtet doch n bissel ausgemergelt gewirkt hat. Da muss ich mir doch nich sagen lassen dass ich zu dünne werde ;-P Aber ok, darum geht’s ja nicht. Einfach wieder ne klasse Sache, super tolle Stimme, und Krichy wieder hin und weg. Und auch wenn er für meinen Geschmack bei "Music was my first love" im Instrumentalpart etwas, ich weiß nicht, verspannt... gewirkt hat, es war extrem schön :-)

Sonst, es gab noch einige andere Sänger. Manche waren wirklich hart an der Schmerzgrenze, zum Beispiel die beiden Damen vom Anfang. Die eine hatte das Mikro aus, und ihre Partnerin hat gräßlich geschrien und dabei leider höchst wenige Töne getroffen...

Dann gab es den Herrn der "When you say nothing at all" gesungen hat. Das war im Prinzip mal gar nicht so schlecht, hatte eine passable Stimme und von der Intonation her war das auch in Ordnung, aber die Ausstrahlung eines leeren Blatt Papiers. Das hat mir irgendwie leid getan. Also ein Bühnenmensch war der nicht... Man sollte ihn vielleicht in ein Studio stellen und wenn er dann genügend schnulzige Orchesteruntermalung bei hat, dann kann er schon was für unsere abwechslungsreiche Popindustrie beisteuern...
Zu den Tänzern kann ich nicht viel sagen, ich bin da ja generell nicht so für zu haben. Aber dafür fand ichs dann schon ganz gut anzugucken. Auch wenn die vier untereinander scheinbar nicht alle gleichviel Spaß an der Sache zu haben schienen, da hat einer doch ne ganze Ecke angestrengter gewirkt als der Rest, aber mit der passenden musikalischen Untermalung konnte ich mir das ganz gut angucken. War aber auch gut, dass es nich mehr war ;-)
Ach ja, und dann gab es auch noch den Herrn im Glitzerjackett, der aussah, als ob Michael Marianne verloren hätte (oder wie auch immer die beiden heißen). Popschlagerndes Musikantenstadl, leicht verklemmt. Nein, sowas brauch ich nicht.
Dass dann zwischendurch noch Theater gespielt werden musste (mit dem ein oder anderenTanz und Gesang zwischendurch), hm. Musste wohl sein, weil der Musicalabend am nächsten Tag ja "ausfallen" musste, aber da hätt ich drauf verzichten können. Trotz, oder grade wegen?, der Teilnahme von kleinen Kindern, war das ganze ziemlich kitschig. In Feenkostümen durch die Welt rennende Menschen, die für Peter Pan was zu erledigen haben und vom Teufelsgeier mit seinem kleinen Nebengeiger gejagt werden.
Hat mich ein bisschen an ne Kinderballettvorführung erinnert. Wenn da später mein eigenes kleines Kind mit macht wär ich stolz ;-) aber so muss ich da nicht fast 50 Euro für bezahlen...
Und um jetzt mal zu nem Ende zu kommen, das ist das größte Problem. Denn lustig und nett gemacht war das ganze ja. Und für meine besonderen muSix Momente bezahle ich ja auch gern was, aber für dieses "Gesamtkunsterk" war es doch stellenweise etwas dreist so einen hohen Eintritt zu nehmen, denn irgendwie hatte es doch mehr vom zusammengeschusterten Vorstadtvarieté, nicht nur wegen der fehlenden Professionalität (und ich mag ja auch eigentlich immer wieder gerne, wenn es auf der Bühne nich zu abgeklärt von statten geht...), was man sich anguckt weil der Ort nicht mehr zu bieten hat und man ja eh alle auf der Bühne persönlich kennt. Und daran is ja auch nix verkehrt, nur es kostet dann bitte vielleicht 10 Euro. Ich mag vielleicht ab und an durch die Preise für a cappella Konzerte verwöhnt sein, aber auch da gibt es Unterscheide. Und auch die teuersten, mit den nach welchem Kriterien auch immer, besten Gruppen, war billiger. Und das es sowas von viel mehr ein Ohren- und Augenschmaus war, das muss man da nicht mehr zu sagen.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

The Magnets


Für alle Berliner oder solche die es noch werden wollen ;)
Die Magnets sind da! und es gibt noch ein paar Karten!

The Magnets – Under the Covers
A cappella
1. und 2. November 2010, 20.00 Uhr im Tipi

Nic, Michael, Jes, Andy, Steve und James werden als "sophisticated Boyzone" bezeichnet und als "a cappella für das 21. Jahrhundert.“ Nun präsentieren sie ihre neue Produktion „Under the Covers“ mit Hits von David Bowie bis Lady Gaga, von Sting bis Franz Ferdinand. THE MAGNETS, die schon mit Robbie Williams, Earth Wind & Fire und als "Spice Boys" mit Geri Halliwell auftraten, beweisen eindrucksvoll, dass a cappella tanzbar ist!

Hier kann man mal reinhören und gucken. Für alle, denen ich noch nicht meine CD ausgeliehen habe ;-)

reservierungen@tipi-am-kanzleramt.de
Mo – Sa 12.00 Uhr, Sonn – und Feiertags von 15.00 bis 18.00 Uhr

Vielleicht hat sie ja der ein oder andere grad erst bei TV Total gesehn?
Es lohnt sich auf alle Fälle! Und da ja in der Nähe zum Hbf auch nicht unbedingt schwer zu erreichen... ;)

Dienstag, 26. Oktober 2010

A cappella....?

Ich kann nicht schlafen. Ok, das kann mal vorkommen. Ist auch nicht weiter schlimme, eigentlich.
Nur lasse ich mich dann öfters mal zu langen Diskussionen hinreißen. Vor allem über Themen die mir am Herzen liegen.
Ich konnte die letzten Nächte öfter mal nicht schlafen. Was heißt? Ich habe viel diskutiert. Nachts, wenn man nun mal eigentlich schlafe sollte, geht das am besten im Internet. Und Dinge die mir am Herzen liegen? Gewisse Musikgruppen ;)

Und am besten diskutieren kann man darüber immer noch im Wise Guys Forum. Wobei "gut" natürlich auch immer Ansichtssache ist. Es gibt da schon einfach haufenweise (meiner Meinung nach) unnötige Diskussionen, die sich nur im Kreis drehen, weil einfach keiner sieht, dass es auch mehrere Meinungen geben darf. Und wenn einer gegen den (Wise Guys) Strom schwimmt, dann is er gerne mal "böse" und "kein richtiger Fan".
Ok, ich bin definitiv kein richtiger Wise Guys Fan mehr. Aber war ich mal. Und darum war ich in dem Forum und hab viele Leute kennen gelernt, die mir auch sehr am Herzen liegen. Also guck ich da immer mal wieder rum.
Und durch den Bereich in dem es sich auch um andere Gruppen dreht (ich bin ja gegen das "vs", denn vergleichbar ist da eigentlich wenig, und so klingt es auch noch extrem nach Kampf) nämlich dieser hier: Wise Guys vs. andere a-cappella-Ensemble, ist dieser Blog ja eigentlich erst entstanden, da ich meine dortigen "Werbeberichte" für andere Gruppen mitunter da doch etwas fehl am Platze fand, bzw wo anders gesichert haben wollte.

Nun ja, jedenfalls treib ich mich da noch öfters rum, denn da sind nun mal viele Menschen, die sich unter anderem auch für a cappella interessieren, und nicht alle sind der Meinung dass es nur die Wise Guys gibt, bzw. manche kann man auch zu ihrem Glück überzeugen :) daher will ich denen meine Erkenntnisse natürlich nicht vorenthalten.
Und nachdem grad ein Forenmitglied eine neue Gruppe für sich entdeckt hatte, entstand auf einmal ne heiße Diskussion (oder eher "Erklärrunde") über den Begriff "a cappella". Und da ich nu so viel Herzblut dadrüben reingesteckt habe, sortier ich das hier noch mal für mich. Kann man ja fast ne Bachelorarbeit drüber schreiben :D

Also wie kommts?
"mb2806" schrieb:
Richtig vergleichen kann man sie mit den wise guys nicht, weil das 14 Herren sind, und die Gruppe verändert sich je nach Unisituation. Das einzige was man vergleichen kann, finde ich bisher, ist der Beatboxer, und der - das muss man ienfach sagen - steckt Dän locker in die Tasche. Wenn man nun bedenkt, dass Dän das richtig gut kann, dann will das was heißen.
Dieser Absatz stand im Raum. Und der geneigte Leser wird sich denken können was da meinen Lehrerinstinkt geweckt hat...
Der Beatboxer, genau. Bzw. der Dänvergleich. Und ich war sogar nicht die erste. Denn nicht nur ich bin der Meinung, dass der Herr Dickopf kein besonders großes Talent in dieser Hinsicht hat.

"Serena" schrieb:
Sorry, aber nein. Von den Profis bietet Dän in der Mouth-Percussion am wenigsten. Das hat eigentlich jede professionelle A-cappella-Band, die ich kenne, stärker ausgebaut. (Irgendwo in einem Interview hatte er selbst mal gesagt, dass er das auch nicht verstärken möchte. Ich hoffe immer noch, dass er diesbezüglich seine Meinung mal ändert und mehr davon bietet...)

Die Dame diesen Ausspruchs kenn ich dann sogar persönlich und bin sehr froh, da mit ihr einer Meinung zu sein. Also musste Unterstützung für sie her. Und ich kann halt keine Situation auslassen jemandem zu zeigen was es alles sonst noch so gibt.
Ich bekunde also meine Zustimmung. Genauer, Dän hat mit Abstand die schwächste Beatbox die ich kenne. Und ich kenn einen ganzen Haufen ;)
Und was diese Sache angeht fang ich gar nicht mehr an die Wise Guys auch nur irgendwie zu vergleichen. Vor allem weil da scheinbar wirklich kein Interesse mehr besteht das auszubauen. Und das was Dän macht kann nu langsam sogar ich schon...
Ich empfehle ihr sich mal umzugucken. Da muss man eigentlich nicht mal ins Ausland für gehn. Aber zum Beispiel die Beatboxer der Hous Jacks oder von Rockapella... da macht man Augen (bzw. Ohren) Da kann sogar ich ab und an noch ganz schön mit offenem Mund dastehn und es nich wirklich glauben...

Und nach dem Verweis auf High Five und Viva Voce muss ich natürlich auch meine deutschen Lieblinge anbringen.
Vor allem Lukas und Patrick (und wenn er mal ran darf auch Till) von maybebop und muSix sind da nun mal einfach noch viel weiter vorne mit dabei.
Hier sind mal die zwei kleinen Beispiele:



In dem Zusammenhang wurden dann die Begriffe Beatbox, Vocal Percussion, Mundschlagzeug und Schlagzeug wild durcheinander geworfen, was ja aber bei ner oberflächlichen Diskussion auch total ok is, wir wissen ja alle was gemeint ist.
Dann steht die Meinung im Raum, dass es zu der Musik der Wise Guys ja eigentlich auch vielleicht viel eher passt ein recht "dünnes" Schlagzeug zu haben... von meiner Seite her ist das sogar wirklich der Fall, denn auch der Rest ist halt für meinen Geschmack recht "dünne". Ok, das klingt fieß, ist aber so... immerhin sind sie konsequent. Und es passt auch zu Meiner Erfahrung mit Dän, dass er alles gerne selber macht und ungern was von außen annimmt oder lernt.
Nun ja, plötzlich stand da aber eine Unterscheidung zwischen "a cappella" und "vocal pop" im Raum.
Dazu sollte man wissen, dass die Wise Guys sich in letzter Zeit auf Konzerten gerne als vokal popper bezeichnen, so als wäre dies eine neuer Begriff und auf ihrem Mist gewachsen.


"DeSoto" schrieb:
Wieso eigentlich? Die Wise Guys machen doch dem eigenen Anspruch nach keine a-capella mehr sondern Vocal-Pop. Ich denke, das ist nur stringent in der Entwicklung. Die Wise Guys sind nunmal eine kommerzielle Band. Da kann man die deutschen A-Capella-Bands - die amerikanischen lassen wir mal gleich ganz außen vor - die teilweise völlig anders klingen von den Klangfarben, von den Songs her nicht mehr daneben stellen. Und dann reicht das, was die Jungs beatmäßig auf die Beine stellen allemal. Ein Rhythmusinstrument wie ein Schlagzeug ist nunmal ein Rhythmusinstrument und keine Kunstform. Wobei ich auch ehrlich zugeben muss, mit acapelle nur um des acapella Willen kann ich wenig anfangen. Da sind mir die WG dann doch wesentlich lieber. Da wird nix gecovert, da werden eigene Songs geschrieben, die man eben ohne Instrumente macht. Die könnte man aber problemlos auch mit Musikband performen.
Das, was die Jungs machen, ist schlicht Popmusik oihne Instrumente. Und den Anspruch an Popsuisik kennen wir alle. Geht leicht ins Ohr und unterhält. Und wenn sie gut gemacht ist, wie bein WG, dann unterhält sie auch in zwei Jahren noch. Schlechte Popmusik kann man nach ein paar Mal hören nicht mehr hören. Da gibts auch ein paar Songs von den WG, aber zum einen ist das Geschmackssache und zum anderen nur normal.


Wir sehen jetzt mal davon ab, dass man auch ewig über "Popmusik", sowohl gute als auch schlechte, und die Roller der Wise Guys in dem Ganzen diskutieren könnte und vieles mehr.
Worauf ich mich gestürzt habe, war die a cappella - vocal pop Unterscheidung.
Denn schon zu oft wurde für meinen Geschmack in diesem Forum unter merkwürdigen Vorstellungen mit den beiden Wörtern um sich geschmissen.
Für mein Verständis ist a cappella eine Bezeichnug für die Besetzung, in welcher Art ein Musikstück vorgetragen wird. Und vocal pop ist eine Bestimmte Stil-, bzw. Musikrichtung, die halt dann a cappella (also vocal) vorgetragen wird. Grob.
Ich dachte das erwähne ich noch mal schnell dort am Rande. Vor allem weil sich da mit großem Zuspruch angeschlossen wurde. Und ich möchte nicht, dass "vocal pop" eine Bezeichnung für Wise Guys a cappella ist und eine Entschuldigung für mäßige Beatbox, bzw. Vocalpercussion wird...
"Denn grade wenn man sich nun als "vocal pop" bezeichnet (und das is ja nun mal keine Wise Guys Erfindung), und nicht mehr in die "klassische" a cappella Schiene fallen will, grade dann sollte auch das Schlagzeug stimmen.
Natürlich ist das "nur" ein Rhythmusinstrument , aber ein Schlagzeug ist halt auch nicht nur irgendeine Trommel. Und das Wise Guys Mundschlagzeug hat mit einem Schlagzeug nicht viel gemein, ganz im Gegensatz zu den anderen. Wobei man natürlich an den Unterschied zwischen Percussion und Beatboxen denken sollte. Was dann schon eher eine Kunstform ist (also Beatboxen), aber auch im a cappella Bereich nicht so stark verteten ist.
Und grade Popmusik basiert doch auch auf Rhythmus und Tanzbarkeit, oder? Da weiß ich nicht, warum da kein starkes Schlagzeug bei sein kann?
Aber ja, ne gewisse Einfachheit und ins Ohrgängigkeit ist da natürlich bei.

Und ma ganz davon abgesehen, eigentlich alle anderen Gruppen haben auch eigene Stücke, die durchaus noch besser mit Band funktionieren würden als die der Wise Guys, da die numal stark am Text und Witz und weniger an der Musik hängen...
Aber das is nun mal auch immer ne Sache was für Musik man gerne mag."

Soweit mein Kommentar dazu.


"DeSoto" schrieb:
Für mich sind aber Vocal-Pop und Acapella keine Synonyme mehr, sondern durchaus zwei verschiedene Richtungen von der mir der Vocal-Pop deutlich mehr zusagt. Für acapella muss man schon herausragende Stimmen haben, die bei den WG allerhöchstens Nils vorweisen kann. Wenn man dagegen Maybebop sich anhört, bei denen man so deutlich ihre gesangliche Ausbildung hört, dann ist das für mich einfach gesanglich ne andere Liga. Dafür gefällt mit der Humor bei den WG besser, die inzwischen auch deutlich massentauglicher sind als maybebop. Ich denke auch, dass deren Songs mit MUsikband performed deutlich verlieren würden. Dazu sind sie m.E. zu sehr auf die Stimmen der Jungs und deren Klangfarben zugeschnitten. Sie würden deutlich an Atmosphäre verlieren fürchte ich.
...
Die WG hatten ja auch haarsträubende - jedenfalls für meine Ohren - Coversongs am Anfang...
Hier haben wir dann die Sache mit den Unterschiedlichen Begriffen noch mal explizit erwähnt. Das a cappella und vocal pop keine Synonyme sind sollte ja eigentlich klar sein. Aber die dort folgende Erklärung passt so gar nicht zu meinem Verständnis. Und jetzt sind wir endlich in meiner Erklärbärorgie angekommen ;)
Die Sache mit den Coverversionen und der Instrumentaltauglichkeit anderer a cappella Gruppen lassen wir mal fast ein bisschen außer Acht. Immerhin, is ja schon interessant und bezeichnend, dass den Wise Guys auch von anderer (verfechtender) Seite keine hohe stimmliche Qualität nachgesagt wird... ;)
Und netterweise kam später auch noch der Nachsatz mit den Wise Guys Covern. Denn ich wollte schon sagen, wenn man das mit den Coverversionen in der Anfangszeit bei maybebop anmerkt, bei den Wise Guys ist das ja nicht anders.
Ganz davon abgesehen, dass ich Cooverversionen durchaus gerne mag, also wenns gute Arrangements sind. Darüber hatten wir an anderer Stelle auch mal gesprochen, oft mag ich sie lieber als das Original. Bei mir liegt das hauptsächlich daran, dass ich finde, dass die menschliche Stimme meistens einen viel direkteren Zugang zum Herzen hat und daher vor allem Baladen mir viel mehr bedeuten wenn sie rein a cappella besetzt sind. (kurz zusammen gefasst ;) auch da kann ich ewig drüber reden...)
Nu, aber im Endeffekt ist das ja ne ganze andere Diskussion. Ob man nun Coverversionen mag oder nicht hat ja nicht mehr so viel mit den Gruppen allgemein zu tun.
Die a cappella / vocal-pop / vox-pop / was auch immer - Begriffssache, ok. Da sind waren also unterschiedliche Vorstellungen im Raum.
Und daher musste ich da nun "ganz kurz klein und mal wieder anmerken, das "a cappella" keine Musikrichtung ist und auch kein "Gesangsstil" oder aus auch immer. Nur ne Besetzungsform..."

Daraufhin kam die Frage nach einer Definition zu "Besetzungsform" und "Serena" schrieb:
Warum wird das nicht als "Musikrichtung" gesehen? Ja, man kann innerhalb von a-cappella alles von Klassik bis House und Techno bieten. So weit so gut. Aber A-cappella hört sich - m. E. - immer ein klein wenig anders als instrumentale Musik an, da kann die Percussion noch so gut sein. Und genau das schätze ich daran. Warum gilt das nicht als "Musikrichtung"?
Und jetzt mein quasi zitierter Erklärbärpart, mit unterstützenden Gegenzitaten ;):

DeSoto schrieb:

Definiere Besetzungsform.

A cappella = keine Instrumente? ;) Besetzt also nur durch Gesang.
Also jedenfalls heute. Klaro, das hatte auch mal ne kleines bisschen andere Bedeutung.
Nicht so klar definiert wie SATB (oder sowas halt) aber definitiv auch nicht öh... "Sinfonieorchester und gemischter Chor" Das sind ja auch nur Aussagen über die Besetzung und sagt nix über die Musikrichtung. Oder ist jede Mischung aus Gesang, Bass, Trompete und Gitarre die gleiche Musik?

Und warum ich meine, dass das keine Musikrichtung ist?

Serena schrieb:

Aber A-cappella hört sich - m. E. - immer ein klein wenig anders als instrumentale Musik an, da kann die Percussion noch so gut sein. Und genau das schätze ich daran. Warum gilt das nicht als "Musikrichtung"?

Eigentlich sagt sies doch selber..
Man steckt ja doch auch nicht alle instrumentale Musik in einen Topf, oder? "instrumental" ist ja auch kein Genre...
Zwischen zum Beispiel klassischen geistlichen a cappella Chorwerken ist doch definitiv ein meilenweiter Unterschied zu nun mal beispielsweise den Stücken der House Jacks (und nebenbei sind das eigentlich alles Eigenkompositionen, speziell an den Herrn DeSoto ;))) Genauso wie zwischen einer Sinfonie und einem Beatlesstück. Zum Beispiel.
Und ein größerer als zwischen den verschiedenen Sachen die es z.B. für Streichquartette gibt. Und da würde keine auf die Idee kommen "Streichquartett" als Musikstil zu bezeichnen. Obwohl da neben der klar definierten Besetzung auch der Musikstil im großen und ganzen in eine ähnliche Richtung gehört.
Da ist doch a cappella weit offener für verschiedenen Musikrichtungen. Es gibt nun mal Gruppen die Jazz machen, klassische Ensembles, große Chöre und kleinere Popgruppen, also dem mehrmals erwähnten "vocal pop", was auch nicht mehr bedeutet als Popmusik nur durch Gesang zu machen, und nix über die Gesangsqualität aussagen sollte...
Oder?

Da war aber scheinbar noch nicht alles geklärt, mein letzter Akt für heute war folgendes:

DeSoto schrieb:

OK damit habe ich auch deine Begriff verstanden. Interessant ist dass acapella ursprünglich sogar für instrumentale Musik verwendet wurde. Du nennst es Besetzungsform ich nenne es musikrichtung: Musik ohne Instrumente.

Puh, na immerhin kann ich mich freun, dass ich mich scheinbar verständlich ausdrücken konnte :)

Aber es bedarf ja scheinbar trotzdem weiterer Erklärungen. Da lass ich mich nich lange bitten...

Wie man sieht, sprachlich is alles im Wandel. Klaro. Aber seit längerer Zeit bezeichnet "a cappella" nun mal die Musik ohne Instrumente. Sagt er ja auch selber. Aber grade das schließt es doch als Musikrichtung aus. Oder ist "Musik mit Intsrumenten" (also das Gegenteil) eine Musikrichtung?
Und, gibt es Menschen, die generell jede "Musik mit Instrumenten" hören?
Genauso wenig würde ich sagen, dass jemand nur "Musik ohne Instrumente" hört. Ich kenne keinen, der jede Form von a cappella mag und ich nehme mich da auch nicht raus. Yeomen zum Beispiel, die machen (für mein nicht vorhandenes Fachwissen was die Richtung angeht) Punkrock (halt in a cappella, was ihn natürlich von anderem Unterscheidet). So, und das gefällt mir halt gar nicht. Weder in der, noch in einer anderen Besetzung.
Dafür mag ich aber genügend Sachen die auch nicht a cappella besetzt sind, wenn mir die generelle Richtung der Musik liegt (zum Beispiel Jazz, egal wie besetzt). Natürlich kann man das dann noch verfeinern, ich mag halt Gesang lieber als ein Klavier, daher gefällt mir "vocal jazz" mehr als die Musik eines einzelnen Jazzpianisten.

Und durch die auch vorhin schon erwähnte Sache, dass Geang für mich direkter und emotionaler ist, hat es halt Musik, die a cappella, oder zumindest mit (gutem! und das ist bei a cappella nun mal öfter als bei anderer Musik der Fall) Gesang vorgetragen wird immer ein Stück einfacher bei mir.

DeSoto schrieb:

Ich würde aber einen Chor nicht als acapella bezeichnen. Ein Bach-Chor ist ein Bach-Chor und keine acapella Musik. Ich denke da täte man dem Chor unrecht.

Wenn dieser Chor nun mal aber ein a cappella Werk (und eben keins mit Instrumentalbegleitung) aufführt, dann ist nun mal so und hat nix mit unrecht tun zu tun.
Der Chor ist natürlich keine a cappella Musik, sondern im Zweifel ein großer gemischter Chor. Das Bachstück ist ein a cappella Stück oder eben keins. Das beschreibt die Art wie es besetzt ist und nicht den Stil. Und auch nicht den Stil des Chores. Wenn er das für sich anders verstehst kann ich damit auch (langsam) leben aber im musikalischen Verständnis unsere Zeit is es nun mal so. Und somit ein Fehler in seinem Vokabular ;)

Genauso wie ein Orchester eine Sinfonie von Beethoven spielen kann, kann es auch die Filmmusik von Fluch der Karibik spielen. Die Besetzung bleibt gleich, aber ihr stimmt mir doch zu, dass es ein anderer Stil ist?
Und der Chor kann mit Orchester zum Beispiel die Carmina Burana aufführen, oder (a cappella) weltliche Liebeslieder von welchem Komponisten auch immer. Es muss sich nicht unbedingt der Musikstil ändern, aber die Besetzung tut es. Und an dem Chor an sich ändert sich aber auch nichts, keins von beidem würde ihm "unrecht" tun.
Und ob die Swingle Singers oder ein Orchester Bach singen, bzw. spielen ändert nichts an der Musikrichtung, dem Stil. Bach bleibt "Klassik", oder eher Barockmusik ;) Wobei das auch zu weit gefasst ist, denn nicht alles aus einer Epoche ist zwangsläufig der gleiche Musikstil. Aber die Besetzung ist sehr wohl anders. Einmal halt die betreffenen Orchesterbesetzung, das andere mal a cappella.
Wenn die Swingles das ganze dann verjazzen, ändert sich natürlich die Musik und der Stil, aber das könnte das Orchester genauso gut.

Und noch eins, es sollte ja aufgefallen sein, dass ich muSix ganz gerne mag.
Die sind ja im Prinzip ne a cappella Gruppe, treten nämlich ohne Instrumente auf. Ich mag ihre Musik total gerne (im Moment noch halb halb eigenes und Cover, ab nächstem Jahr dann zumindest auf Platte nur noch eigenes). Das liegt aber nicht nur unbedingt am cappella Dasein.
Denn, im Juni war ich auf nem Konzert, muSix, das war nicht a cappella. (Wo mir auffällt, über diese "Mikrokosmos-Sache" hab ich noch gar nix geschrieben! dabei war das so absolut toll, genial und überhaupt!)
Da sind sie zusammen mit einer befreundeten (instrumental) Band aufgetreten. Beide machen normalerweise Rock/Pop, das haben sie da auch gemacht. Die Musikrichtung hat sich nich geändert. Sie haben immer noch Rock und Pop Sachen gemacht, halt gemeinsam. Und in dem Fall war da nix a cappella. Solo, bis fünftsimmiger Gesang, mit Schlagzeug, Flügel, Keyboards, E-Bass, E- und akustischer Gitarre.
So, es hat mir riesig gefallen. Zum einen weil ich die Stimmen der fünf nun einfachmal total gerne mag, aber auch, weil ich ihre Musik mag. Zum einen die Stücke die sie covern (zum Großteil deren persönliche Lieblingslieder), zum anderen aber auch die Eigenkompositionen. Und ich mags in beiden Besetzungen, a cappella, oder instrumentiert.
Das ändert nix ander Musikrichtung der Sachen. Ist natürlich nicht genau das gleiche Stück, aber das liegt nunmal an der Besetzung und der Natur der Sache, dass jedes Instrument anders klingt.
Eine Geige ist kein Klavier, ein Klavier ist kein Schlagzeug, ein Schlagzeug keine Posaune, und die ist auch keine Tenorstimme (zum Beispiel), denn die Stimme ist ja auch nur ein Instrument, irgendwo.
Und ein Stück klingt genauso anders wenns auf dem Klavier vorgetragen wird, wie wenn es gesungen wird, wie wenn man es flötet...

Also, ich glaub wir haben alle geklärt was wir meinen, ne?
Und zu der Sache mit dem a cappella mögen, das bleibt ja jedem sich selber überlassen.
Reine Klaviermusik gefällt mir bis auf wenige Ausnahmen meistens auch nicht, und das hat dann auch nix mit dem Stil zu tun, is mir egal ob da Jazz, Pop oder ein Stück aus der Romantik gespielt wird. Das hat was mit der Besetzung zu tun.
Und a cappella Musik gefällt mir halt meistens besser als das instrumentale, jedenfalls wenn mir die Musikrichtung des ganzen passt. Wie gesagt, das war die Sache mit dem Instrument "Stimme". Das mir einfach am besten gefällt und den schnellsten Zugang zu meinem Herzen, meiner Seele hat (schnulz) und einfach auch das natürlichste ist. Warum singen wir denn irgendwie alle wenn wir uns wohl fühlen?

Aber manchmal kann die Tatsache dass es a cappella ist ein Stück aber auch interessant für mich machen, grade weil es eine Musikrichtung ist die mir nicht liegt. Technostücke von Juicebox finde ich faszinierend, das is ne hohe Kunst und macht die Musik wieder spannend, was Techno normalerweise für mich so absolut gar nicht ist. Was ist Techno eigentlich? Instrumente sind da ja auch nich so wirklich bei, wa? ;) Neue Diskussion...
Aber es gibgt halt auch genügend Sachen, die ich erst richtig gerne mag, wenn dick Instrumente bei sind. Das hängt aber auch von der Musikrichtung ab.
Richtige "Klassikschinken" mit groß Orchester und allem drum und drann (z.B. "Die Sinfonie aus der neuen Welt", oder ganz aktuell für mich "Die Jahreszeiten" von Haydn), das kann man nicht "in a cappella" machen, jedenfalls kann ich mir das gra nicht vorstellen.

Und (was ich grad erst heute Mittag besprochen hatte), viele Stücke von den Swingle Singers funktionieren für mich auch nicht so gut. Grade die Bach und Mozart Sachen. Die muss man sich (vor allem wegen der hohen Sopräne) schon höchst konzentiert anhören. Zum einfach so genießen und "nebenbei" hören gefallen mir da die anderen Musikrichtungen besser, nämlich das was sie aktuell vor allem an "Singer Songwriter" Sachen machen...
Wieder macht die Musikrichtung, der Stil, das Genre den Unterschied. Die Besetzung ist die gleiche. In diesem Falle a cappella.

Freitag, 1. Oktober 2010

muSix, maybebop & friends


Es war einmal, vor ziemlich langer Zeit, in dem Palast eines kleinen Admirals, da trafen viele junge Männer auf einander, um gemeinsam zu singen. Und da sie sich sonst nicht so oft zum gemeinsamen Singen treffen konnten, war es etwas sehr besonderes für alle. Auch für die Menschen, die gekommen waren um ihnen dabei zu zu gucken und zu hören. Und um sich auch in der folgenden Zeit an dieses schöne Erlebnis erinnern zu können, hatte die fleißige Fotografin Jasmin viel von diesem Erlebnis festgehalten.

Vor ziemlich langer Zeit, wie gesagt, im Januar 2008 war das. Im Admiralspalast, ein Doppelkonzert von maybebop und muSix.



Wie ich bei ner kleinen Nachlese gesehen hab kamen damals die ersten Gedanken an einen Maybebop-Fan-Tourbus auf ;-) echt schön, dass damals schon so viele liebe Leute aus Niedersachsen hier her angerückt sind. Das hat das ganze noch n bissel schöner gemacht.


Und ich meine, das ist nun schon mehr als 2 1/2 Jahre her, aber immer noch als eins der besondersten Konzerte in meinem Kopf.


Da hab ich meine beiden Lieblingsgruppen schön hintereinander präsentiert bekommen und dann auch noch bei mir zu Hause um die Ecke .

Und es war wirklich besonders, wann bekommt man die schon auch alle mal zusammen auf der Bühne zu sehen?



Wann sieht man schon mal eine doppelte Dancing Queen? Aus Olli und Björn?

Und zehn Leute die einfach ziemlich viel Spaß zusammen zu scheinen haben :-)
Also gab es ein super gutes maybebop Konzert und ein ebenso tolles muSix Konzert (wo ich das erste mal so richtig aufm Stuhl zum Tanzen mitgerissen wurde, wenn ich mich recht entsinnen kann ;-) ...)
Und dann halt noch so ne wunderbar schöne gemeinsame Aktion.

Das schrie nicht nur in meinen Augen und Ohren nach ner dringenden Wiederholung!

Tja, dann lag ich etwa zwei Jahre lang abwechselnd den einen und dann wieder den anderen Jungs in den Ohren. Aber es ist ja ach so schwer sowas zu organisieren, nie treffen sich die Tourpläne und und und... Und dabei gabs doch nun auch schon seit eingen Jahren die speziellen maybebop & Friends Konzerte, wo sie sich immer wen netten zu nem Doppelkonzert eingeladen haben... wenn das nicht eigentlich wie gerufen klang weiß ich auch nicht...
Und eines Tages dann, nach einem sehr schönen Maybebop Konzert in Lübeck, so im März 2010, da bekomm ich eine aufgeregt erfreute Nachricht von Thomas, dem Tontechniker. Wunder, oh Wunder! Es klappt! Maybebop & muSix werden Maybebop & Friends. Ich muss nur noch bis September aushalten....
Nur noch? Nu ja, Vorfreude soll ja bekanntliche die schönste Freude sein, und so ;-)
Und in der Zwischenzeit kann man ja immerhin dann auch anfangen andere Leute vorzubereiten, dass sie auch ja wissen was da wieder schönes auf sie zukommen kann!

Und dann kam es auch. Ist nun auch schon wieder eine Wochen her, aber es ging nach Hannover, nicht zur maybebop diesmal, ne nämlich halt endlich auch mal zu muSix. Hab mich gefreut wie blöde :-)
Fröhlich hibbelnd (ja genau das is es!) sitze ich also im Zug, nachdem ich durch ein noch mal richtig sommerlich heißes Berlin gegurkt bin, weil der Bus meinte mich verarschen zu müssen... Nu ja, noch mal richtig schwitzen, damit man was vonwegen Spätsommer zu spühren bekommt und doch tatsächlich nackten Leuten im Park über den Weg rennt... Und das alles im bunten Kleid. Zur Feier des Tages hab ich das dann das erste Mal "ausgeführt" ;-) Auch hier noch mal lieben Danke an meine Couchsurfer, die mir so nett einen Gutschein gespendet haben!

Dann, in Hannover angekommen, haben Kath und ich uns (danke Signalkleid?) auch sehr fix gefunden und hatten nun noch einiges an Zeit über. Also erstmal sinnvolle Sachen erledigen, wie Strumpfhosen und Unterwäsche (bei der man in leicht bescheuerten Aktionen erst noch mal die eigenen Größe herausfinden muss...) kaufen und dämliche Hüte und Brillen ausprobieren. Warum haben wir da eigentlich keine Fotos? Wir müssen mal dringend an uns arbeiten...
Dann gings frohen Schritts ab zum Aegi. Wo und auch schon ein froher Mirko in die Arme lief und dann auch fluxs ein ebenso fröhlich wirkender Till dazu kam (danke fürs Essen *g*). Begrüßungszeremonien, wir werden langsam immer mehr, dann auch schon wieder schnelle Verabschiedungen (manche Leute müssen da scheinbar wirklich arbeiten?!) und mit Mirko weiter auf seine Karten warten.
Ach ja, Karten, Eintrittskarten um genau zu sein... brauchen wir ja auch noch. Also ab zu der Frau an der Abendkasse. Sie guckt nur bedingt glücklich.
- Kurz mal nachgefragt ob sie denn die Gästeliste hat...
- *nörgelig* "Da brauch ich Ihre Namen!" (Ah ok, danke. Sie hat also scheinbar eine... gut, dass wir gefragt haben)
- Brav geben wir unsere Nachnamen an.
- Stehn nicht bei...
- Ob das denn da mit Vornamen stehen würde?
- "Die müssen Sie mir schon sagen" (in nettem angepisst Ton, und natürlich etwas frei zitiert *g*)
- Wir sagen unsere Vornamen.
- Auch nicht bei. Prima.

Wie gut, dass wir das Gespräch ja auf dem Weg schon hatten, dass wir gar nicht wissen unter welchen Namen wir da stehen. Also mal Thomas anrufen und nachfragen?
Aber nein, auf einmal taucht Sebastian in ner anderen Ecke des Foyers auf. Schnell mal Hallo sagen gehen und doof nachfragen ;-) "Ja auf Krichy natürlich" Ach soooo, na klar. Hatten wir nur vorher geklärt, dass es etwas doof wäre nach solchen Namen zu fragen. Würde bestimmt was offizielleres da stehen ;-)
Nun gut, wieder zurück zu der "Dame" (und ich wundere mich, wie man überhaupt noch genervter gucken kann als die eh schon von Anfang an geguckt hat)...

- Ich frag, ob denn da Krichy drauf stehen würde... *buchstabier*
- "rsihbfvc"
- Ähh, ja?
- "§örukbgarfv"
- Nein? Was denn nun?
- Nach noch einigen Nachfragen gibt sie dann endlich ein etwas besser artikuliertes "Ja" von sich. Ist das denn so ein schweres Wort? Sie guckt genervt...
- Ich informiere sie, dass das dann wohl ich wäre.
- Weiteres blödes Gucken.
- Hallo? Können wir dann bitte die Karten haben?
- Sehr genervte Übergabe...
hach, schön wenn alles prima läuft und freundliche Leute gerne ihre Arbeit machen...

Dann gings auch irgendwann in den Saal und wir hatten ein wunderbares Konzert vor uns. Eeeendlich wieder :-)
Die maybebopper kommen auf die Bühne, kündigen an dass jetzt muSix kommen werden und dass sie sich nun ins Publi begeben werden, damit sie sich das anhören können. Sehr guter Plan :-)
Und dann gehts los, ein sehr schönes muSix Set, mit zum Beispiel "No ordinary love", ich war hin und weg. Die Hannoveraner auch. Scheint mir. Die Leute um mich rum geben begeisterte Laute von sich, lachen wenn sichs gehört und applaudieren fleißig. Leider zeigen sie auch, dass sie sehr klatschverliebt sind, was ja generell nicht schlimm ist, aber man kann nun mal nicht bei jedem Lied blind, bzw. dann wohl eher taub, im Takt mitklatschen (und schon natürlich schon gar nicht auf 1 und 3, wo war denn bitte "Kling Klang"?! ;-) Wenn mans mal so dringend brauch)
Bei Hey ya standen sie dann auch alle und haben gesungen und geschüttelt was das Zeug hält. Hannover, ihr seid gut ;-)
Zu erwähnen wäre ja mal noch das Michael Jackson Medley, dass das nicht auf Dauer choreografisch so "diskret" bleibt hab ich ja erwartet. Aber mit dieser plötzlichen Generalüberholung hatte ich dann doch nicht gerechnet :-D

Also so sah es mal aus. Und nun wird von vorne bis hinten eigentlich durch getanzt. Bin schwer begeistert ;-) auch wenn ich an manchen Stellen einfach mal gehofft hab, dass das in irgendeinem original Video wirklich so vor kommt, es mir aber nicht wirklich vorstellen konnte... das war schon skuril zum Teil. Und natürlich sollte man vor Tanzeuphorie nicht sofort die Loopstation runter schmeißen... ;-) aber, da war schon viel schönes bei. Und in n paar Konzerten wir das auch schon viel runder aussehen und manch einer auf der Bühne nicht mehr so krampfhaft konzentriert wirken... Ich freu mich jedenfalls das noch mal zu sehen und dann auch nicht ab und an das Problem zu haben, vor Lachen nichts mehr wirklich erkennen zu können. Nur ob das insgesamt nun wirklich höher sein muss? Ich weiß nicht, das Ende klang dann (zumindest in meinen Ohren) doch irgendwie ziemlich diffus...
Und dazu, wie in einem Artikel besschrieben, noch lauter "männliche Gesten zu weiblichen Bewegungen" oder so. Lauter Mulitatlente haben wir da :-)

Nun ja, dann ging es in die Pause. Und nach einem kurzen Gespräch über die verschiedenen Klingelzeichen (manchmal versteh ich Kath doch nich) in der Tür ging es dann auch schon wieder mit maybebop weiter.
Die Lieder die wir noch letzten Monat im GOP privat prämiert bekommen hatten gab es nun auf der Bühne. Mit Choreo. Und auch hier war einiges albernes bei ;-) Hat schon was, wenn die vier nachtigallenartig über die Bühne schweben, Sepp ein Straußenei legt und sie dann als Babystraußen durch die Gegend rennen. Ich finde die neuen Sachen jedenfalls klasse.
Sei es nun absolut absurd (Das Vogellied... "Es flog ein Vogel nach Hawaii, er hat ein kleines Kind dabei, doch schon auf halber Streck... wars weg"...), mit dem Lerneffekt, dass es die Liebe im Zoo gibt und eine Nachtigall sich nur unter Qualen ein Ei von einem Strauß machen lassen kann, das Kind dann aber am Ende manche Probleme mit dem Sommerurlaub bekommen kann und eine interessante Singstimme hat.
Oder es sich um Dinge dreht die kein Mensch braucht, wie Hello Kitty, das deutsche Fernsehprogramm oder Lieder über Dinge die keiner braucht (auch mit interessanter Choreo, dann aber doch eher tänzerisch als theatralisch) dreht.
Und dann noch der Erkentniss, dass es sich im Leben doch nur um Kuscheln, Sex und Händchenhalten dreht. Und ebent nicht das was Marx, Nietsche und wer auch immer alle gemeint haben. Leute, eigentlich sollen wir und doch nur vermehren. Kann man eigentlich nix gegen sagen. Stimmt. Und man muss nicht immer n höheren Sinn suchen, es ist doch eigentlich ganz banal. Und irgendwie doch sehr schön. Denn hallo? Wer mag das nicht? ;-) Wie ich finde ein sehr schönes Lied, der Text stimmt nun einfach mal, man streitet sich, verträgt sich und hat sich lieb. Da kann man philosophieren wie man will... und die Musik ist wunderschön, und dann finde ich es Lukas irgendwie wie auf den Leib geschrieben. Fein :-)
Es gab das altbekannte Quiz. Errate das Volkslied. Und Olli erklärt doch immer den "Freiwilligen" extra lange, dass sie die Melodie erraten sollen. Und dass die vier versuchen durch den Text zu verwirren... Nun ja, wie immer verstehn die beiden es nicht und raten wild durch die Gegend. Wenn man aber nun mal "Weißt du wie viel Sternlein stehen" mit dem Text von zum Beispiel "Der Mond ist aufgegangen" singt, dann ist es halt trotzdem nicht Mondn... und auch nicht "Guter Mond du gehts so stille"...(beruhigend, dass aber nich nur ich über die erste Zeile da nicht hinaus gekommen wäre...) Komisch, dass aber das Publikum die Lieder immer sofort errät, aber auch das lauthalse Gesinge des ganzen Theaters die Leute auf der Bühne nicht beeindruckt.
Na ja, dank einer etwas parteiischen Jury (obwohl natürlich nur der eine Kandidat so undeutlich gesprochen hat, dass nur Olli verstehen konnte was er gesagt hat) haben wir dann auch alle Stücke hören können, nicht dass die Kandidaten das Spiel am Ende besser beherrscht hätten... ;-)

Dann gab es zwischendurch, zu Lukas Beatboxsolo noch kurz die Erenntnis, dass er das ja eigentlich alles gar nicht kann, sondern er nur Mundbewegungen zu einem Playbebop von Patrick macht. Ach soo ist das. Tja, und wenn man dieses Playback nicht nett behandelt geht das halt zu Basta ;-) Es gab dann ein Beatboxduett, oder wie auch immer, zu hören und dann noch "Norwegian Wood" von den beiden. Sehr interessant. Ich hätte ja gerne noch die anderen beiden Stücke gehört, die aus diesem Duo hervborgegangen sind :-D

Und auch die Improlieder gabs wieder. Diesmal mit Dixie. Komisch, dass die Jungs das nicht sofort auf Anhieb klar hatten, wo sie doch laut der Ansage zum "Butt" früher ja nun Dixie und nicht wie immer behauptet Bebop gespielt haben ;-) Und es gab, ja wie immer(!) auch wieder Techno. Lieben oder Bösen? Die Frage stellt sich natürlich nur, wenn man vorher vom Publikum nicht ordentlich vorgegeben bekommen hat, ob es sich um lieben oder böden HipHop handeln soll...

Und ganz zum Ende gabs dann noch eine wunderbare Zugabe. Einfach nur schön :-) Auch wenn meine Kamera leider vorher schnell mal den Stand by Modus austesten musste und somit der Anfang und Sepps Solo fehlen...


Nach dem Konzert gab es dann noch einen ganzen Haufen Geburtstagslieder, dass so viele Leute am gleichen Tag so ein perfektes Geschenk bekommen können ;-), eine Karaoke auf "Ebenbild" und viele liebe Gespräche. Und nebenbei wurde vom Meisterfotografen Till entdeckt, wie sehr mein super Kleid zu der einen Werbung passt. Es entstand ein traumhaftes Bild ;-) Ich hoff das Hochzeitskleid bedeutet nix ;-)

Danach gings beschwingten Schritts nach Garbsen, wo wir dann noch viel zu lange mit unserer lieben Gastgeberin gequatscht haben, und dies auch in der Koje vortführen mussten, so dass der Wecker um 7 Uhr schon viel zu früh nach nicht mal vier Stunden Schlaf geklingelt hat. Aber was nimmt man alles auf sich, wenn man am nächsten Tag wieder pünktlich im Schwimmbad stehen will, um zum einen nicht total pleite zu gehn ;-) und zum anderen danach ruhigen Gewissens quasi direkt in den Admiralspalast stolpern will, zum nächsten Konzert...

So, und dann noch mal extra lieben Danke an Jasmin Könemann, Nicole Brothánek, Annika Ostermann und Till Blumenthal ;-) für die Fotos!